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Das Action-Rollenspiel Torchlight zeigt im Test, dass es mehr ist als nur ein Diablo-Klon. Nämlich ein sehr guter Diablo-Klon, und noch dazu zum Sparpreis! - Seite 1
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Torchlight im Test

Kleiner Preis, großartiges Action-Rollenspiel

Das Action-Rollenspiel Torchlight zeigt im Test, dass es mehr ist als nur ein Diablo-Klon. Nämlich ein sehr guter Diablo-Klon, und noch dazu zum Sparpreis!

Von Michael Graf |

Datum: 30.10.2009


Beim Test von Torchlight ereilt uns schon auf den ersten Schritten das wohlige Gefühl, nach Hause zu kommen. Denn unsere Heldenkarriere beginnt in Torchlight, dem Dörfchen, dem das Action-Rollenspiel seinen Namen verdankt – und dort erklingen Gitarrenakkorde, die frappierend an jene erinnern, die wir bereits vor über 12 Jahren hörten. Wo? In Tristram natürlich, der Startsiedlung des allerersten Diablo! Ach, diese Hommage, sie passt so wunderbar, denn auch sonst fühlt sich Torchlight wie der modernisierte Wiedergänger des Klassikers an. Kein Wunder, schließlich stecken die ehemaligen Blizzard-Granden Max und Erich Schaefer dahinter.

Nach dem Hellgate-Desaster hatte das Brüderpaar die gekenterten Flagship Studios verlassen, um Runic Games zu gründen. Mit dabei: Travis Baldree, der bereits am Action-Rollenspiel Fate sowie für Flagship an der Online-Monsterhatz Mythos gewerkelt hatte und seine Erfahrung nun in Torchlight einfließen ließ. Umso merkwürdiger zwar, dass das Action-Rollenspiel keinen Mehrspieler-Modus hat. Dafür geht Torchlight aber so flüssig von der Maus, dass es eine Heldenfreude ist. Wie eben einst Diablo.

Die Handlung

Okay, in Torchlight ist’s keine Kathedrale, sondern eine Mine, unter der sich die monsterschwangeren Gewölbe erstrecken.

Torchlight : Die Handlung wird in langweiligen Monologen erzählt. Die Handlung wird in langweiligen Monologen erzählt. Falls Sie sich fragen, wo die Bestien herkommen – vergessen Sie’s. Die Handlung fällt so packend aus wie ein Treffen schweizerischer Hochseefischer und wird nur in kurzen, von mäßigen englischen Sprechern vertonten Monologen erzählt.

Selbst der Oberbösewicht Alric bleibt blass, die Schurkenriege des ersten Diablo war interessanter. Wer erinnert sich nicht gerne an Erzbischof Lazarus, (Skelett-)König Leoric und ihren roten Riesenteufel? Die Nebenaufträge von Torchlight erzählen zwar ebenfalls Geschichten zum Wegdösen, bringen aber wenigstens brauchbare Belohnungen.

Die Ausrüstung

Halt, das war das Stichwort: Belohnungen! Torchlight überhäuft uns mit nützlicher Ausrüstungsbeute, die Sammelsucht-Spirale greift sofort.

Zumal wir neben mannigfaltigen magischen Klamotten, Waffen und kompletten Ausrüstungs-Sets auch Zauber finden, die wir nicht regulär lernen können. Und verhexte Juwelen, die wir in gesockelte Gegenstände einsetzen.

In Torchlight (der Stadt) rüsten wir Ausrüstung gegen Goldgebühr mit zusätzlichen Magie-Boni auf. So bleiben ältere Fundstücke länger frisch; im Test knüpfen wir eine besonders innige Beziehung zu einem mehrfach aufgewerteten Zauberstab. Wie mit dem Horadrim-Würfel aus Diablo 2 dürfen wir zudem Gegenstände kombinieren, um neue zu erschaffen. Kurzum: In Sachen Ausrüstung lässt Torchlight keine Wünsche offen.

» Bosskampf-Video aus Torchlight ansehen

Die Kämpfe

Und wie kommt man an Gegenstände? Indem man Monster knüppelt! Mit seiner stimmigen, gut animierten Comicgrafik und kunterbunten Effekten inszeniert Torchlight die Dauerklick-Scharmützel wunderbar knallig.

Torchlight : In den gefechten hagelt es bunte Effekte. In den gefechten hagelt es bunte Effekte. Dank der (simplen) Physikeffekte werden erledigte Bestien sogar gerne mal weggeschleudert.Außerdem stimmen das Tempo, der Takt, der Spielfluss – es lässt sich schwer erklären, aber die Monsterhatz fühlt sich einfach gut an.

Zumal auch die Steuerung sauber funktioniert, Runic hat sich einiges vom Interface von Diablo 3 abgeschaut. Zum Beispiel wechseln wir mit der Tab-Taste zwischen zwei Spezialfähigkeiten, die wir dann jeweils mit Rechtsklicks auslösen. Unsere restlichen Talente und Tränke verteilen wir in der Schnellzugriffs-Leiste auf die Zahlentasten.

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Avatar syskorn
syskorn
#1 | 30. Okt 2009, 16:36
Das Spiel ist wirklich ein Brecher (und meiner Meinung nach zu günstig :-), für das gebotene - aber naja)
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Avatar Laoakai
Laoakai
#2 | 30. Okt 2009, 16:49
Boah wieso kein multiplayer, schaut doch saugeil aus und kann bestimmt das warten auf diablo 3 erleichtern ;)
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Avatar Kïngpin
Kïngpin
#3 | 30. Okt 2009, 16:53
Das Spiel wurde benutzt um die Serverkapazitäten und den Netzwerkcode für Hellgate: London zu testen und hat jetzt keinen Mehrspielermodus?

Wird ja vllt. noch nachgereicht :)
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Avatar Saul-Meyers
Saul-Meyers
#4 | 30. Okt 2009, 16:55
Gibt`s das auch im Laden oder nur als Download? Ich kauf nämlich nur Spiele mit Verpackung, Download mag ich nicht.
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Avatar uLu_MuLu
uLu_MuLu
#5 | 30. Okt 2009, 16:59
Danke für diesen netten Test zu einem richtig guten Spiel. Verkürzt die Wartezeit auf Diablo 3. Ich hätte mir mehr Bosskämpfe wie z.B. gegen den Goblin Overseer gewünscht.

Insgesamt sollte sich vorallem Blizzard an den neuen Bedien und Komfortfunktionen orientieren. Gerade das mit dem Tab-Fähigkeiten-Wechseln erlaubt interessante Kombinationen.

Es gibt ein paar Kritikpunkte aber die wiegen bei dem Preis nicht sehr schwer. Einzig, dass alle Gegner größtenteil identisch wirken nervt ein wenig. Gerade die tollen Dschungelwichte mit den Totenmasken hätte man noch eindrucksvoller machen können.

@Christian Schmidt:
So würden Tests zu Casual Games schon reichen. Einfach nen paar Minivideos, ein Wertungskasten, kurze Erläuterung und Fazit: Et voila.. ;)
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Avatar Supreme Commander
Supreme Commander
#6 | 30. Okt 2009, 17:08
ich finds auch knuffig. Den Multiplayer haben sie denke ich aus balancegründen nicht eingebaut. Mein Alchi räumt ja ganze Räume in Sekundenbruchteilen leer - das bedeutet doch für einen mitspielenden Krieger nur frust und hinterher laufen
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Avatar Brahlam
Brahlam
#7 | 30. Okt 2009, 17:36
Das Spiel fühlt sich an Wie ein Diablo mit anderer Grafik. Sounds und Spielgeschehen sind original das gleiche wie in D2 (und Elemente aus D3 -> Steuerung / Settings).

Érgo: Es macht laune und wirkt suchterregend! ;D

Wobei so ein arger Klon schon echt dreist ist!° ^^
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Avatar MaNToRoK
MaNToRoK
#8 | 30. Okt 2009, 18:14
Zitat von Brahlam:
Das Spiel fühlt sich an Wie ein Diablo mit anderer Grafik. Sounds und Spielgeschehen sind original das gleiche wie in D2 (und Elemente aus D3 -> Steuerung / Settings).

Érgo: Es macht laune und wirkt suchterregend! ;D

Wobei so ein arger Klon schon echt dreist ist!° ^^


Boah, lest doch mal bissl. Beim Team von Runic sind die ehemaligen Diablo-Entwickler teilweise dabei. Ihre alte Arbeit als pseudo-Remake rauszuhauen ist auf keinen Fall dreist <.<
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Avatar _tekniq_loves_BF2142
_tekniq_loves_BF2142
#9 | 30. Okt 2009, 19:09
macht richtig viel fun!!

achso "schwerer" wirds erst weiter unten so ab level 12 ca.. oben rum ist alles noch recht einfach, also nicht wundern..
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Avatar Laoakai
Laoakai
#10 | 30. Okt 2009, 19:18
hab grad gelesen dass die bald ein MMO spiel das auf Torchlight basiert releasen wollen..

http://torchlight.4fansites.de/multiplayer .php
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