32 Millionen alte PCs und Laptops - Laut Bitkom fast in jedem zweiten Haushalt ungenutzte Hardware

Beim Kauf eines neuen PCs behalten immer mehr Menschen in Deutschland die alte Hardware, statt sie zu entsorgen, zu verkaufen oder anderweitig weiterzunutzen.

von Nils Raettig,
10.01.2019 07:16 Uhr

In immer mehr deutschen Haushalten finden sich nicht mehr genutzte PCs oder Laptops. (Quelle: Bitkom)In immer mehr deutschen Haushalten finden sich nicht mehr genutzte PCs oder Laptops. (Quelle: Bitkom)

Der Digitalverband Bitkom hat eine Umfrage zum Umgang mit alter Hardware durchgeführt. Das Ergebnis: Mittlerweile befindet sich in 43 Prozent der deutschen Haushalte mindestens ein ungenutzter PC oder Laptop. Im Jahr 2014 waren es dagegen noch 36 Prozent.

Die Gesamtzahl beläuft sich laut der Studie inzwischen auf 32 Millionen Altgeräte (2014: 22 Millionen). Mit Blick auf Einzelpersonen ist bei jedem fünften ab 16 Jahren ein unbenutzter PC oder Laptop zu finden, 24 Prozent geben sogar an, zwei oder mehr Altgeräte zu besitzen.

Laut Bitkom stellt die Grundlage der Daten eine repräsentative Befragung unter 1.007 Personen ab 16 Jahren dar. Demnach entsorgen immerhin 71 Prozent der Befragten ihre alte Hardware, wenn sie sich neue kaufen, und zwar größtenteils über den Elektronikmüll (67 Prozent der Entsorgenden).

Als mögliche Hindernisse bei der Entsorgung werden Unsicherheiten über den passenden Ort sowie das Problem des sicheren Löschens der eigenen Daten genannt. Tipps dazu finden sich in der entsprechenden Pressemitteilung ebenfalls.

Neben der Entsorgung über Recyclinghöfe ist auch der Weg über Händler eine sinnvolle Alternative: Verfügen sie über Lagerflächen von mindestens 400 Quadratmetern, müssen sie Altgeräte annehmen - im Falle von Modellen mit einer Kantlänge von weniger als 25 Zentimetern gilt das sogar auch dann, wenn man kein Neugerät beim entsprechenden Anbieter kauft.

Mit Blick auf das Löschen von Daten geht Bitkom nur auf herkömmliche Festplatten mit Magnetscheiben ein. Während hier das mehrfache Überschreiben (etwa mit dem Windows-eigenen Kommandozeilen-Tool Diskpart) zuverlässig Abhilfe schafft, sollte man bei SSDs mit Flash-Speicher auf das Löschen per ATA Secure Erase zurückgreifen (was oft über Tools des jeweiligen Herstellers möglich ist).

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