Eine deutsche 5.1-Anlage hat mich komplett überzeugt: Sie ist geradezu lächerlich günstig!

Eine 5.1 Anlage aus Deutschland ist seit Jahren mein unangefochteren Preis-Leistungs-Champion. Sie spielt grandios auf, hat einen Bomben-Heimkino-Surround-Sound und kostet weniger als viele Soundbars

Ich predige es schon seit Jahren: Beim Fernsehen ist der Sound ein massiv unterschätzter Bestandteil! Viele investieren beim Kauf eines neuen Fernsehers ohne großes Zögern mehrere Hundert Euro zusätzlich, nur damit das Bild noch ein kleines bisschen heller leuchtet oder das Schwarz noch einen Tick schwärzer aussieht. Das Problem dabei: An das neue Bild habt ihr euch nach einer halben Stunde längst gewöhnt – beim Ton geben sich die meisten danach aber mit den (schauderhaften) TV-Lautsprechern oder einer kleinen Standard-Soundbar zufrieden.

Das Vorurteil häufig: Ein bisschen Sound rechtfertigt die Kosten nicht. Ich halte dagegen und sage: Echter Surround-Sound verändert die Wahrnehmung beim Filmeschauen komplett; und ein richtig gutes Soundsystem dafür bekommt ihr schon zum Preis einer okayen Soundbar.

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Frederic Hamann
Frederic Hamann

Frederic ist alter Hase in unserer Tech-Redaktion und praxiserprobter Experte bei Saug- und Mährobotern, HiFi, Soundsystemen, Laser-TVs und jeder Form von Gerätschaft für und um den Haushalt. Als Vater von zwei Kindern und Mann einer Restaurantbesitzerin hat er einerseits Einblicke in echte Gastro-Geräte, genauso aber auch den Wunsch nach allem, was seinen Alltag ein wenig erleichtert. Zu seinen Hobbys zählen Kochen, Filme im Heimkino, sein Garten und seit diesem Jahr auch jedwede kulinarische Köstlichkeit, die er in seinem Smoker zubereiten kann.

Seit Jahren empfehle ich dieses günstige Soundsystem und es ist immer noch ungeschlagen

Ich beschäftige mich nun schon seit gut zehn Jahren intensiv mit Audio – nicht im unbezahlbaren High-End-Elfenbeinturm, sondern genau in den Gefilden, die für Normalsterbliche wie meine Wenigkeit bezahlbar sind. Mein absoluter Preis-Leistungs-Sieger steht schon seit einer Weile fest und ich kenne auch heute noch kein Soundsystem, das für so wenig Geld besser aufspielt.

Soundbars sind natürlich praktisch, gar keine Frage. Aber egal, wie oft Hersteller mit virtuellen „7.1.2-Kanälen“ auf dem Karton werben: In der Praxis kommt ein einzelner Klangriegel unter dem Fernseher nicht ansatzweise an die räumliche Wucht einer echten 5.1-Surround-Anlage heran, bei der wirklich Lautsprecher hinter euch stehen. Physik kann man einfach nicht aushebeln.

Das Teufel Consono 35 MK3 (wichtig: Es gibt auch ein 25 MK3, das aber klanglich stark abgespeckt ist) empfehle ich seit Jahren, da ich es selbst schon oft gehört habe. Das Teufel Consono 35 MK3 (wichtig: Es gibt auch ein 25 MK3, das aber klanglich stark abgespeckt ist) empfehle ich seit Jahren, da ich es selbst schon oft gehört habe.

Das Teufel Consono 35 Mk3 habe ich das erste Mal bei meinem besten Freund im Wohnzimmer gehört, und mittlerweile konnte ich es dort schon etliche Male ausgiebig auf Herz und Nieren testen. Unser erster Härtetest damals war Christopher Nolans Meisterwerk Interstellar – für mich der perfekte Film, um Lautsprecher an ihre Grenzen zu bringen. Flüsterleise Dialoge im Weltall wechseln sich ab mit brachialen Raketenstarts und Hans Zimmers gigantischen Orgelgewittern. Ich liebe auch einfach den Soundtrack von Interstellar.

Ich selbst habe zuhause ein älteres Teufel-5.1-System (das Concept E400) und habe über die Jahre einige Anlagen zwischen 200 und über 2.000 Euro gehört. Aber was dieses vermeintlich „kleine“ Set der Berliner Klangexperten für aktuell rund 350 bis 380 Euro abliefert, hat mich echt von den Socken gehauen. Für dieses Geld kenne ich kein einziges System von Bose, Sony, LG oder Samsung, das auch nur annähernd so erwachsen und spaßig klingt.

Es ist kein HiFi-Set, das will ich euch hier gar nicht weismachen. Aber für den Preis lässt es ein echt starkes Effektgewitter los.

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Schwarz, Weiß und eine ganz wichtige Zahl

Das Set gibt's in Schwarz und in Weiß, ihr könnt also nach Geschmack immerhin die Farbe auswählen. Auf dem Papier wirkt das Teufel Consono 35 Mk3 erstmal wie ein ganz klassisches, relativ kompaktes 5.1-Komplettset für Räume bis etwa 30 Quadratmeter: vier kleine Satelliten-Lautsprecher für vorne und hinten, ein quer liegender Center-Speaker und ein aktiver Subwoofer.

Durch die kompakten Maße (gerade mal rund 22,6 × 10 × 9,5 Zentimeter pro Satellit) samt schickem Metallgitter und Chromring verschwinden die kleinen Boxen in Schwarz oder Weiß fast unsichtbar im Bücherregal, auf dem Lowboard oder an der Wand. Ihr müsst also nicht komplett die Bude umbauen.

Eine Sache finde ich aber besonders wichtig und genau deshalb rate ich euch dringend zum Consono 35 Mk3 statt zum kleineren Bruder Consono 25 Mk3:

  • Echtes 2-Wege-System mit Doppel-Mitteltöner: Jeder einzelne der fünf Lautsprecher (Front, Rear und Center) besitzt neben einer 19-mm-Seiden-Hochtonkalotte gleich zwei 80-mm-Mitteltöner.
  • Bessere Dialoge: Da sich im Filmton extrem viel im Mitteltonbereich abspielt, machen die zwei Mitteltöner pro Box einen riesigen Unterschied. Selbst wenn es in einem Action-Blockbuster um euch herum an allen Ecken kracht, bleiben die Stimmen aus dem Center-Lautsprecher jederzeit glasklar verständlich – sogar bei niedriger Lautstärke am späten Abend.
  • Kein „Matsch-Klang“ mehr: Bei sehr günstigen Satelliten-Systemen – wie dem kleineren Consono 25 Mk3 oder meinem alten Concept E400 mit jeweils nur einem Mitteltöner – gibt es oft ein Loch zwischen dem wuchtigen Bass des Subwoofers und den kleinen Boxen. Ohne Übertreibung: Meine alten Satelliten klingen im direkten Vergleich gegen das Consono 35 Mk3 wie alter Käse!

Der Subwoofer des Sets ist abgesehen vom Bass noch eine Besonderheit: Ihr könnt ihn als Frontfire- oder Downfire-Subwoofer aufstellen. Der Subwoofer des Sets ist abgesehen vom Bass noch eine Besonderheit: Ihr könnt ihn als Frontfire- oder Downfire-Subwoofer aufstellen.

Natürlich wäre es kein echtes Teufel-Set, wenn der Bass nicht ordentlich drücken würde. Der mitgelieferte Aktiv-Subwoofer zieht euch mit seinen 100 Watt RMS (die sich in der Praxis locker wie klassische 250 Watt anfühlen) das Grollen von Raumschiffen oder die stampfenden T-Rex-Schritte in Jurassic Park direkt in die Magengrube, ohne dabei unkontrolliert zu dröhnen.

Besonders cool für euer Wohnzimmer: Ihr könnt den Subwoofer wahlweise als Frontfire-Subwoofer (Tieftöner strahlt nach vorne ab) oder als Downfire-Subwoofer (Tieftöner strahlt Richtung Boden ab) aufstellen – einfach Füße umstecken, je nachdem, was bei eurem Boden und Schnitt besser klingt.

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