Account-Sharing bei Netflix - Streaming-Riese plant vorerst keine Gegenmaßnahmen

Netflix hat sich zum Account-Sharing seiner Nutzer geäußert. Das Unternehmen beobachte die Praxis, habe aber die Kundenfreundlichkeit des Dienstes im Blick.

von Sara Petzold,
24.10.2019 19:36 Uhr

Netflix will gegen das beliebte Account-Sharing vorerst keine weiteren Maßnahmen ergreifen. Netflix will gegen das beliebte Account-Sharing vorerst keine weiteren Maßnahmen ergreifen.

Das sogenannte Account-Sharing stellt für viele Nutzer von Streaming-Diensten wie Netflix, Spotify und Co. eine beliebte Möglichkeit dar, Kosten einzusparen.

Indem sie ihre Account-Daten mit Bekannten, Freunden und Familienmitgliedern teilen, verstoßen diese Nutzer aber häufig gegen die AGBs der Anbieter.

Doch während Spotify seit Kurzem wieder verstärkt gegen das Account-Sharing der eigenen Kunden vorgeht und für Family-Accounts entsprechende Adressnachweise der Nutzer fordert, verhält sich Netflix bislang zurückhaltend. Und daran wird sich in naher Zukunft wohl auch nicht viel ändern (via PCGamesHardware).

Vorerst keine Änderungen geplant

Im Earnings Interview zum dritten Quartal 2019 gab Netflix' Chief Product Officer Greg Peters auf die Frage, ob und inwiefern Netflix auf die Praxis des Account-Sharings reagieren werde, eine zurückhaltende Antwort (ab Minute 30:57 im unten verlinkten Video).

Konkret sagte Peters, Netflix beobachte die Situation weiterhin, habe dabei aber konsumentenfreundliche Lösungen im Blick. »Wir haben derzeit keine großen Pläne, anzukündigen, dass wir in dieser Hinsicht etwas anders machen wollen«, konstatierte Peters abschließend.

Das sind für so manchen Netflix-Nutzer vermutlich vorerst positive Nachrichten. Wie lange Netflix an dieser abwartenden Strategie festhält, lässt sich allerdings schwer einschätzen.

Wenn Disney Plus und Apple TV Plus an den Start gehen, bekommt es der Platzhirsch am Streaming-Markt jedenfalls mit zunehmender Konkurrenz zu tun. Sollten diese Anbieter einen strengeren Kurs in Sachen Account-Sharing fahren, könnte das vielleicht auch Netflix früher oder später zum Umdenken bringen.


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