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Alexa Aufnahmen: Auswertung teils im Home Office, aber jetzt stoppbar

Amazon bietet Alexa-Nutzern jetzt nach vorangegangener Kritik die Option, die Auswertung von Sprachmitschnitten zu stoppen. Eine neue Funktion in der App macht dies möglich.

von Sara Petzold,
06.08.2019 16:12 Uhr

Amazon bietet Alexa-Nutzern künftig die Möglichkeit, der Auswertung von Gesprächsmitschnitten zu widersprechen. Amazon bietet Alexa-Nutzern künftig die Möglichkeit, der Auswertung von Gesprächsmitschnitten zu widersprechen.

Nach Kritik an der Auswertung von Gesprächsmitschnitten durch die Sprachassistenz-Anbieter Amazon, Google und Apple hat nun auch Amazon reagiert: Während Apple und Google die Auswerungspraxis vorerst komplett gestoppt haben, bietet Amazon seinen Nutzern jetzt die Möglichkeit, der Auswertung über eine neue Option zu widersprechen.

Wie Bloomberg berichtet (via Golem), können Nutzer über die Einstellungen der Alexa-App sowie das Alexa-Konto im Internetbrowser einen entsprechenden Schalter betätigen, um die Analyse aufgenommener Sprachsamples zu stoppen. Apple will eine derartige Option zu einem späteren Zeitpunkt offerieren.

Amazon weist Nutzer zudem ab sofort in den Datenschutzbestimmungen Alexas darauf hin, dass »Sprachaufnahmen möglicherweise bei der Entwicklung neuer Funktionen verwendet und hierbei manuell überprüft« werden.

Davon sei allerdings »nur ein sehr kleiner Anteil der Sprachaufzeichnungen« betroffen, außerdem könne ein Abschalten der Auswertung zu Fehlern bei der Funktion Alexas führen.

Polnische Mitarbeiter werten Aufnahmen zuhause aus

Parallel zu der Nachricht über diese Opt-Out-Option kursierte außerdem die Meldung, dass Amazon in Polen die Analyse der Sprachaufzeichnungen an Zeitarbeiter ausgelagert habe. Diese wiederum sollen die Möglichkeit haben, ihre Arbeit von zuhause aus zu verrichten.

Amazon erklärte dazu gegenüber der Welt am Sonntag:

"Einigen Mitarbeitern ist es gestattet, von anderen Orten aus zu arbeiten; dabei gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen und Richtlinien, an die sich jeder Mitarbeiter halten muss."

Das Unternehmen verwies in diesem Kontext unter anderem darauf, dass etwa das Arbeiten an öffentlichen Orten untersagt sei.

Apple will Nutzern der Sprachassistentin Siri bald ebenfalls die Möglichkeit bieten, der Analyse von Sprachaufnahmen explizit zu widersprechen. Apple will Nutzern der Sprachassistentin Siri bald ebenfalls die Möglichkeit bieten, der Analyse von Sprachaufnahmen explizit zu widersprechen.


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