Wie ein Kindle, nur für Comics: E-Reader mit Farbe sind endlich preislich da angekommen, wo sie hingehören

Ich habe den Pocketbook Verse Pro Color ausprobiert und schätze die großen Vorteile, die er gegenüber dem Kindle von Amazon bietet.

Der günstige Farb-E-Reader kommt nicht von Amazon, sondern aus der Schweiz. Der günstige Farb-E-Reader kommt nicht von Amazon, sondern aus der Schweiz.

Klar, an der Vormachtstellung von Amazon und seinem Kindle kommt man im E-Reader Markt kaum vorbei. Trotzdem fand ich die Produkte der Amazon-Konkurrenz immer interessanter und nachdem ich nun eines davon länger genutzt habe, hat sich meine Sichtweise bestätigt: Die wirklich lohnenden E-Reader findet ihr nicht bei Amazon, sondern bei anderen Herstellern.

Diesen E-Reader nutze ich selbst

Dieser Artikel erschien bereits in einer früheren Version auf GameStar Tech und stieß auf großes Interesse. Wir haben ihn für euch auf Aktualität überprüft. Wenn ihr dieses Thema bislang verpasst habt, bekommt ihr jetzt erneut die Chance.

Pocketbooks E-Reader mit Farbe ist mehr als solide

Die große Frage bei E-Reader mit Farb-Display ist ja nach wie vor, wie gut die Farbdarstellung tatsächlich ausfällt. Niemand hat Lust auf ausgebleichte Farben, die so wirken, als hätte man den Comic zu heiß und zu lange in der Waschmaschine gewaschen. Diese Gefahr besteht beim Pocketbook Verse Pro Color definitiv nicht.

Natürlich sehen die Farben weniger kräftig und kontrastreich aus, als bei einem gedruckten Comic, aber trotzdem sind Sättigung, Kontrast und Intensität der Farben durchgehend auf einem hohen Niveau ohne knallig oder anstrengend für die Augen zu sein.

Wer Comics digital lesen will, sollte sich diesen E-Reader ganz genau anschauen. Wer Comics digital lesen will, sollte sich diesen E-Reader ganz genau anschauen.

Ein Problem ist eher das recht kleine Display mit gerade mal 6 Zoll. Dadurch fällt es manchmal schwer, kleinere Sprechblasen zu lesen. Aber man kann in das Bild hineinzoomen, wenn man Details besser erkennen möchte und das funktioniert, ohne dass die Bilder dadurch unscharf werden würden.

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Die Vorteile gegenüber dem Kindle Colorsoft

Im Grunde gibt es drei gute Gründe, den Pocketbook Verse Color Pro vorzuziehen. Der erste ist der Preis. Denn für besagten Kindle müsst ihr wesentlich mehr auf den Tisch legen und bekommt dafür zwar ein etwas größeres Display und eine schnellere Bedienbarkeit, aber trotzdem bietet Pocketbook aus meiner Sicht die bessere Preis-Leistung.

Der zweite Grund ist das offene Ökosystem des E-Readers. Auf einem Kindle kann ich nur E-Books lesen, die auch tatsächlich im Kindle-Shop gekauft habe. Andere Formate werden nicht zugelassen. Und zwar ist es in der Theorie möglich, andere E-Book-Formate in das von Amazon umzuwandeln, das ist aber so umständlich, dass es sich kaum auszahlt.

Hübsche Farben, einfach Bedienbarkeit und ein offenes Ökosystem – was will man mehr von einem E-Reader? Hübsche Farben, einfach Bedienbarkeit und ein offenes Ökosystem – was will man mehr von einem E-Reader?

Auf dem Verse Pro Color funktioniert jedes E-Book-Format problemlos, egal ob ihr eure Bücher also bei Thalia, Hugendubel, dem Pocketbook-Shop oder einem anderen Anbieter kauft – auf dem Verse Pro Color verschmilzt alles zu einer großen Bibliothek. Die Datenübertragung funktioniert dabei entweder altmodisch über ein USB-C-Kabel oder per Mail.

Ebenfalls cool daran ist, dass die gespeicherten Bücher automatisch in die Pocketbook Cloud hochgeladen werden. Wenn ich also Zuhause lieber mein großes Pocketbook Inkpad Eo verwenden will, lade ich mir das Buch darauf herunter und kann trotzdem unterwegs den handlicheren Verse Pro Color verwenden, da das Buch auch auf diesem gespeichert ist.

Der dritte Grund ist die Möglichkeit der Onleihe. Denn etwas, was viele wahrscheinlich nicht wissen ist, dass die meisten Büchereien in Deutschland neben ihrem physischen Sortiment auch eine ganze Reihe an E-Books und anderen digitalen Inhalten online zum Ausleihen bereitstellen. Ihr müsst Bücher also nicht mal kaufen, sondern könnt sie auch einfach ausleihen. Ihr braucht dafür lediglich eine Karte eurer Bücherei vor Ort.

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