Frischer Anstrich und neues Material für einen der meistgenutzten E-Reader: Mit der am 1. Oktober 2026 vorgestellten Neuauflage seiner Kernfamilie trimmt Amazon den Basis-Kindle, den Paperwhite und den Farb-Reader Colorsoft sichtbar auf Premium: Alle drei Reihen sind dünner, leichter, durchgängig mit einer planen Display-Front ausgestattet und je nach Ausführung erstmals in farbiges Aluminium gehüllt.
Allerdings kommen auch die neuen Kindles nicht ohne die fast schon selbstverständlich gewordene Preiserhöhung aus.
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Kindle: So stellt ihr die Ansicht auf Querformat um
Neues Design hält Einzug
Bevor es an die einzelnen Modelle geht, sticht vor allem eine gemeinsame technische Neuerung ins Auge: Amazon hat die Anordnung der Panels überarbeitet. Durch einen sogenannten umgekehrten Schichtaufbau aus Display, Frontlicht und Touch-Ebene schließen die Bildschirme nun bei allen Geräten plan mit dem Gehäuserand ab.
Gleichzeitig wandert der Einschaltknopf – bisher oft versehentlich an der Unterseite betätigt – bei der gesamten Generation an die obere rechte Kante.
Farblich zieht sich das jeweilige Finish jetzt nahtlos von der Rückseite bis nach vorn um den Displayrand.
Basis-Kindle
Den Einstieg markiert der reguläre 6-Zoll-Kindle, den Amazon als sein bislang kompaktestes Modell anpreist. Neben einem spürbaren Temposchub – Bücher sollen 30 Prozent schneller öffnen als beim Vorgänger – bietet der Reader bis zu sechs Wochen Akkulaufzeit und 16 GByte Speicher in der Kunststoffversion (Grafit oder Lila) für 155 Euro.
Eine echte Neuerung für die Einstiegsklasse: Wer 195 Euro investiert, erhält den Basis-Kindle erstmals mit einer Rückseite aus 80 Prozent recyceltem Aluminium sowie verdoppeltem Speicher (32 GByte) in den Farbtönen Alpenblau oder Meerglasgrün. Beide Varianten sind ab sofort lieferbar.
Kindle Paperwhite & Colorsoft
Eine Stufe über dem Einstiegsmodell bleibt der Kindle Paperwhite bei seiner gewohnten 7-Zoll-Diagonale und einer Akkulaufzeit von bis zu zwölf Wochen.
Unter der Haube sorgt eine Oxide-TFT-Backplane für höhere Kontraste und tiefere Schwarztöne, ergänzt durch das bekannte wasserfeste Gehäuse und ein regulierbares Warmlicht. In der 16-GByte-Basisversion in Graphit schlägt der Klassiker mit 210 Euro zu Buche.
Den eigentlichen Sprung macht die Paperwhite Signature Edition für 260 Euro: Sie tauscht die Kunststoffschale gegen ein Aluminiumgehäuse (erhältlich in Graphit und Meerglasgrün), hebt den Speicher auf 32 GByte und regelt das Frontlicht per Sensor automatisch. Zudem lässt sich erstmals per einfachem Doppeltippen auf das Gehäuse blättern.
Beim Farb-Reader Kindle Colorsoft hat Amazon vor allem an der Darstellungsqualität geschraubt, um den oft kritisierten Grauschleier weiter zu minimieren.
Mikro-Deflektoren im Lichtleiter sollen gemeinsam mit Nitrid-LEDs störendes Streulicht reduzieren und die Seite gleichmäßiger ausleuchten, während eine zusätzliche optische Beschichtung die Textschärfe erhöht.
Das 16-GByte-Modell startet bei 300 Euro, die Colorsoft Signature Edition (mit Alu-Gehäuse, 32 GByte, Auto-Frontlicht und Doppeltipp-Funktion) liegt bei 330 Euro und führt neben Graphit erstmals den Farbton Feige ein.
Sowohl der neue Paperwhite als auch der Colorsoft lassen sich ab sofort vorbestellen und werden ab dem 11. November ausgeliefert.
Rückkehr der Blättertasten als Zubehör
Der Wechsel auf Aluminium bei den beiden Signature Editions hat einen technischen Nebeneffekt: Da Metallgehäuse kabelloses Laden per Induktion (Qi) blockieren, verbaut Amazon auf der Rückseite nun magnetische Pogo-Pin-Kontakte.
Darüber finden die Topmodelle nicht nur Halt im neuen, 55 Euro teuren Ladedock, sondern lassen sich auch mit einer neuen Magnet-Hülle für 80 Euro koppeln.
Zusätzlich bringt die Hülle echte physische Umblättertasten zurück, ohne das Gerät spürbar dicker zu machen.
Wer sich auch an den günstigeren Readern nach Tasten sehnt, bekommt mit Kindle Click eine ungewohnt pragmatische Lösung direkt von Amazon: Die kompakte Bluetooth-Fernbedienung für 35 Euro blättert auf Knopfdruck um und soll mit allen Kindle-Modellen ab dem Jahr 2024 funktionieren.
Deutlicher Preissprung
Während Amazon mit den technischen Veränderungen wohl punkten kann, gibt es beim Blick auf die Preisschilder einen Dämpfer.
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Im Vergleich zum Marktstart der Vorgängergeneration sind sämtliche Geräte um 40 bis 45 Euro teurer geworden. So liegt die UVP des Basis-Kindle-Modells bei 155 Euro. Für Paperwhite und Colorsoft werden mindestens 200 Euro bzw. 300 Euro fällig.
Wer zu den Signature-Editionen greift, muss zwischen 30 Euro und 50 Euro drauflegen, erhält dafür aber auch mehr Speicher, die Aluminium-Rückseite sowie ein werbefreies Gerät.



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