Vom Marktplatz-Giganten zum Post-Rivalen: Amazon möchte die Logistikbranche umkrempeln und bietet seine riesige Lieferinfrastruktur ab sofort auch externen Unternehmen an.
Was bei der Cloud-Sparte AWS bereits Milliarden einbrachte, soll nun auf der Straße wiederholt werden.
Gestern verkündete der Konzern aus den USA, dass er seinen hauseigenen Zustelldienst für alle Online-Händler öffnet, um weltweit die Abhängigkeit von klassischen Paketdiensten wie DHL oder UPS zu reduzieren und vorhandene Kapazitäten besser auszunutzen.
Transportleistungen auch ohne Verkauf über Amazon
Mit Amazon Supply Chain Services bietet Amazon Transportleistungen an, die unabhängig vom Verkauf auf Amazon sind. Im Angebot sind nicht nur der Versand von Waren, sondern auch Leistungen wie Verpackung, Lagerung und die Zollabfertigung.
Händler können den gesamten Logistik-Prozess über Amazon abwickeln und von dem gleichen weltweiten Netzwerk profitieren wie hunderttausende Händler auf Amazon.
Amazon bietet flexible, skalierbare Lösungen, die mit den Unternehmen wachsen, wenn sich deren Anforderungen ändern. Von der Einlagerung von Waren über die Paketzustellung bis hin zu allen damit verbundenen Prozessen – führende Marken nutzen bereits die Lieferkettendienstleistungen von Amazon.
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Amazon unterstützt mit Supply Chain Services ausdrücklich auch konkurrierende Online-Shops. Es soll zudem möglich sein, über Amazon ein einheitliches Lager- und Liefersystem zu nutzen. Ob die Ware dann über den Shop des Händlers oder über Amazon verkauft wird, spielt für die Bearbeitung der Bestellung und deren Versand dann keine Rolle, so Amazon.
Die Strategie erinnert an ein weiteres Amazon-Produkt, die Amazon Web Services (AWS). Auch die überaus profitable Cloud-Sparte startete als ein interner Dienst, um die hauseigenen Dienste und Shops zu betreiben. Nach und nach öffnete Amazon AWS für Dritte und baute es zu einem weltweit führenden Cloud-Anbieter aus.
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Amazon konnte bereits erste Kunden gewinnen. So soll neben Procter & Gamble auch 3M die Dienste von Amazon im Logistik-Bereich bereits nutzen.
Genauere Angaben macht Amazon allerdings nicht. So ist es noch unklar, in welchen Ländern der neue Dienst verfügbar ist und ob es Einschränkungen gibt.
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