Eine neue Erfahrung beim Autofahren? Mit 3D-Navigation, YouTube und smarten Gemini-Funktionen erweitert Google Android Auto

Android Auto erhält mit dem Update auf Android 17 zahlreiche Neuerungen. Wir fassen euch die wichtigsten zusammen.

Android Auto bekommt 2026 nicht nur ein Redesign, sondern auch zahlreiche neue Features. (Bildquelle: ltyuan - stock.adobe.com) Android Auto bekommt 2026 nicht nur ein Redesign, sondern auch zahlreiche neue Features. (Bildquelle: ltyuan - stock.adobe.com)

Google hat auf der Android Show neben Android 17 auch die nächste Generation von Android Auto vorgestellt. Das Update bringt ein komplett überarbeitetes Design, Video-Streaming im geparkten Zustand und eine leistungsfähigere KI-Integration.

Die Neuerungen sollen im Laufe des Jahres 2026 schrittweise auf kompatiblen Fahrzeugen eingeführt werden.

Neues Design mit Widgets und 3D-Karten

Android Auto unterstützt künftig alle Arten von DIsplays, ob eckig, rund oder mit besonderem Formfaktor. (Bildquelle: Google) Android Auto unterstützt künftig alle Arten von DIsplays, ob eckig, rund oder mit besonderem Formfaktor. (Bildquelle: Google)

Android Auto bekommt erstmals seit Jahren ein vollständiges Redesign.

  • Material 3 Expressive: Das neue Interface übernimmt Googles Design-System vom Smartphone auf das Autodisplay – inklusive Animationen und individuellen Hintergrundbildern.
  • Widgets auf dem Autodisplay: Wie auf dem Smartphone lassen sich Widgets frei auf dem Homescreen platzieren – etwa für Kontakte, einen Garagenöffner, die Wettervorschau oder Medien-Shortcuts.
  • Immersive Navigation: Maps zeigt Gebäude, Brücken und Geländeformen in 3D und hebt wichtige Details wie Fahrspuren, Ampeln und Stoppschilder deutlich hervor, um das Navigieren an komplexen Kreuzungen zu erleichtern.
  • Edge-to-Edge-Karten: Google Maps erstreckt sich nun über das gesamte Display – unabhängig davon, ob das Autodisplay ein Breitformat, ein Rund­display oder ein ungewöhnliches Format hat.

Video starten 1:30 Android Show 2026: Alle Infos und Neuerungen in unter 2 Minuten


Premium-Entertainment: YouTube und Dolby Atmos

Moderne Autos mit hochwertigen Bildschirmen und Soundsystemen soll Android Auto künftig besser als Entertainmentplattform nutzen.

  • Video-Streaming im Stand: Nutzer können Video-Apps wie YouTube direkt über Android Auto schauen, während das Auto geparkt oder an der Ladestation steht. Das Feature kommt noch in diesem Jahr für erste Fahrzeuge.
  • Nahtloser Übergang zu Audio: Wer während des Parkens ein Video schaut und losfährt, muss nicht manuell umschalten. Unterstützte Apps wechseln automatisch auf reine Audiowiedergabe – etwa Video-Podcasts.
  • Dolby Atmos: Android Auto unterstützt bald räumlichen Sound über Dolby Atmos in kompatiblen Apps und Fahrzeugen.
  • Überarbeitete Media-Apps: YouTube Music und Spotify bekommen neue Benutzeroberflächen, die im Fahrzeug einfacher zu bedienen sind.

Gemini: KI-Assistent mit mehr Kontext

Gemini wird innerhalb von Android Auto deutlich breiter aufgestellt. (Bildquelle: Google) Gemini wird innerhalb von Android Auto deutlich breiter aufgestellt. (Bildquelle: Google)

Gemini ist bereits in Android Auto verfügbar und löst damit perspektivisch den Google Assistant ab.

  • Gemini Intelligence im Auto: Wer Gemini Intelligence auf dem Smartphone nutzt, kann später in diesem Jahr auch im Auto darauf zugreifen. Die KI versteht den persönlichen Kontext – Nachrichten, Kalender und E-Mails – und führt Aufgaben im Hintergrund aus.
  • Magic Cue: Schickt etwa ein Freund eine Nachricht mit einer Adressanfrage, erkennt Magic Cue den Kontext, sucht die passende Antwort in Nachrichten, Kalender oder Mail und bietet an, direkt zu antworten.

Tiefere Integration bei »Google built-in«-Fahrzeugen

Autos mit Android Automotive OS bekommen zusätzliche Funktionen, die tiefer in die Fahrzeugelektronik integriert sind.

  • Fahrzeugspezifisches Gemini: In kompatiblen Fahrzeugen kann Gemini Fragen beantworten, die direkt das eigene Auto betreffen – etwa die Bedeutung einer unbekannten Kontrollleuchte oder ob ein Gegenstand in den Kofferraum passt. Gemini zieht diese Informationen direkt aus dem Fahrzeughandbuch des jeweiligen Modells.
  • Live Lane Guidance: Immersive Navigation nutzt in berechtigten Fahrzeugen die Frontkamera des Autos, um die aktuelle Fahrspur in Echtzeit zu erkennen und noch genauere Abbiegehinweise zu geben.
  • Zoom und weitere Meeting-Apps: Apps wie Zoom kommen noch in diesem Jahr auf das Display von Google-built-in-Fahrzeugen.

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Wann kommen die Neuerungen?

Google nennt keinen genauen Zeitplan für einzelne Features. Die Neuerungen sollen im Laufe des Jahres 2026 schrittweise auf kompatible Fahrzeuge ausgerollt werden.

Der Gemini-Rollout für Fahrzeuge mit Google built-in startet zunächst auf Englisch in den USA und wird im Laufe des Jahres auf weitere Länder ausgeweitet.

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