Optionale Abo-Modelle gehören mittlerweile bei vielen Diensten fest dazu. Während Grundfunktionen oft kostenlos sind, muss man für Premium-Features extra zahlen. Einige Apple-Fans sehen darin eine echte Gefahr für den iPhone-Hersteller.
Abo-Modelle spalten die Nutzerbasis
Anfang 2026 hat Apple das neue Creator Studio gestartet. Für jährlich 129 Euro oder monatlich 12,99 Euro bekommen Abonnenten Zugriff auf eine Reihe von Apps wie Final Cut Pro, Logic Pro oder Pixelmator Pro. Die Apps sind allerdings auch weiterhin als Einmalkauf erhältlich.
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Solche Abo-Modelle sind bei Weitem keine Seltenheit oder Neuheit. Wer alle Dienste von Windows, Adobe oder Google nutzen will, zahlt ebenfalls regelmäßig drauf. Beim Kauf neuer Hardware ist meist »nur« ein Testzeitraum enthalten.
Auf Reddit hat der Nutzer »MohamadKarbi« kürzlich einen viel diskutierten Post zu dem Thema abgesetzt. Der Titel des Posts lautet:
»Ich liebe Apple, lasst nicht zu, dass Abos das Ökosystem zerstören«
Der Nutzer schreibt, dass Apple schrittweise seine »Magie« verliere, die lange Zeit darin gelegen habe, dass man Premium-Hardware mit fantastischer Integration bekommen würde. Das Versprechen, dass die Technik »einfach funktioniert« würde so immer weniger eingehalten.
Link zum Reddit-Inhalt
In den Kommentaren zeigt sich, dass der Nutzer mit seinen Bedenken und seiner Frustration nicht alleine ist. Ein User schreibt etwa:
»Ich habe die Nase voll von Abonnements. Ich kann sie wirklich nicht mehr sehen. Ich habe die Nase voll von Werbung. Ich habe die Nase voll von halbfertigen Funktionen, die nicht funktionieren oder beim morgigen Update kaputtgehen und erst in sechs Monaten behoben werden.
Gebt mir gut durchdachte Software, die jedes Mal gleich funktioniert und die ich kaufen kann. Ich habe keine Lust, alle drei bis zwölf Monate dieselbe App oder dasselbe Betriebssystem neu lernen zu müssen.«
Andere schlagen mit ihren Kommentaren in eine ähnliche Kerbe. So kommentiert ein Nutzer:
»Abonnements haben den App Store bereits ruiniert. Apple unternimmt nichts, um das Problem zu beheben. Tatsächlich fördert und belohnt Apple Entwickler, die Abonnementoptionen anbieten. Vorbei sind die Zeiten, in denen es gute kostenlose Spiele und Apps oder solche zum einmaligen Kauf gab.
Es ist mir immer noch ein Rätsel, warum eine Taschenlampen-App ein Abonnement benötigt.«
Apple Creator Studio ist dabei noch eine der neueren Optionen, ein Abo abzuschließen. Alle Infos zum Service und was er bietet, haben wir übrigens in einem anderen Artikel für euch zusammengefasst.
Das Thema betrifft natürlich nicht nur Apple, sondern nahezu jeden größeren Tech-Konzern. Bei Apple scheint die Frustration allerdings nochmal größer zu sein. Das könnte damit zusammenhängen, dass die Hardware schon mit einem »Premium-Preis« ausgestattet ist.
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