"Welcome Home": So titelte Apple das am 13. Oktober 2026 abgehaltene Event, mit dem das Unternehmen eine neue große Smart-Home-Offensive starten will.
Im Mittelpunkt standen dabei vor allem das neue Display-Gerät namens »HomeView« sowie eine Auffrischung des Apple TV 4K – doch ausgerechnet der Star der Show wird in Deutschland zunächst gar nicht erhältlich sein.
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HomeView: Der Bildschirm fürs ganze Zuhause
Den HomeView beschreibt Apple als zentrale Anlaufstelle fürs Zuhause: Musik, Videoanrufe, Kameraübersicht und Smart-Home-Steuerung sollen komplett in einem Gerät landen.
Hierfür setzt das Unternehmen auf einen sieben Zoll großen Bildschirm in einem Aluminiumgehäuse, das über ein Edelstahlscharnier mit einem Lautsprecherfuß verbunden ist. Für den Ton sorgen zwei Breitbandtreiber im Display und ein aktiver sowie zwei passive Tieftöner im Fuß.
- HomeView erkennt laut Apple bis zu sechs Personen und richtet für jede eine eigene Oberfläche mit Apps und Widgets ein. Nachrichten und Kalender erscheinen demnach nur, wenn der Nutzer erkannt wird und sein gekoppeltes iPhone oder iPad in der Nähe sowie kürzlich entsperrt ist.
- Eine Einschränkung nennt Apple selbst in einer Fußnote der Pressemitteilung: Ist das gekoppelte Gerät nicht im WLAN, können persönliche Daten unter bestimmten Bedingungen weiterhin abrufbar bleiben.
Smart Home und Siri AI
Als Smart-Home-Zentrale lässt HomeView euch per Touch- oder Sprachsteuerung Kameras, Beleuchtung, Rollläden, Schlösser oder Thermostate steuern; grundsätzlich ist die Verbindung für ein Multiroom-System mit einem HomePod (mini) sowie AirPlay-Lautsprechern möglich.
Der große Aufhänger hierfür ist die Siri AI, die primär vom verbauten A18-Chip angetrieben wird. Allerdings läuft sie in der HomeView-Software 27.2 zunächst als Beta.
Einige serverbasierte Funktionen haben tägliche Nutzungslimits – für erweiterten Zugriff will Apple künftig Geld verlangen. Der Start erfolgt zunächst auf Englisch in acht Märkten, darunter die USA, Großbritannien und Indien.
Und hier liegt der Haken für Kaufinteressierte in Europa: HomeView wird in der EU nicht verkauft, weil Siri AI in iOS hier derzeit nicht verfügbar ist.
Apple arbeitet nach eigenen Angaben mit der EU zusammen, um das schnellstmöglich zu ändern – einen Zeitplan nennt man allerdings nicht.
Für Kunden in den USA, Großbritannien und sechs weiteren Ländern gilt hingegen der Releasetermin am 13. November 2026; Vorbestellungen in den Farben Space Grau, Silber, Polarstern und Rose Pink nimmt Apple für eine UVP von 299 US-Dollar entgegen.
Apple TV 4K: Mehr Tempo und Surround-Möglichkeit
Bei der 2026-Version des Apple TV 4K verändert sich hingegen viel unter der Haube: So setzt die Streaming-Box in der neuen Fassung auf den A19-Chip, wodurch die CPU-Leistung um 50 Prozent sowie die GPU-Leistung um 100 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration ansteigen soll. Hinzu kommt ein AV1-Decoder für effizienteres Streaming.
- Neu ist die Heimkino-Funktion: Erstmals lässt sich mit dem Apple TV 4K und vier HomePod mini 2 ein Surround-System aufbauen; die Lautsprecher messen ihre Aufstellung selbst und stimmen Laufzeit und Lautstärke darauf ab.
- Die zugehörige Fernbedienung bleibt äußerlich unverändert. Dafür gibt es ein kleines Komfortfeature in Form der »Wo ist?«-Funktion, mit der sich diese orten lässt.
Siri AI läuft auf dem Apple TV 4K ebenfalls als Beta (tvOS 27.2), setzt aber ein iPhone oder iPad mit Siri AI voraus – auch das ist in der EU zunächst nicht verfügbar.
Das freihändige »Hey Siri« über die drei Fernfeldmikrofone funktioniert laut Apple dagegen auch mit Deutsch als tvOS-Sprache. Außerdem arbeitet das Gerät als Smart-Home-Hub mit WLAN und Thread und blendet Türklingel-Mitteilungen auf dem Fernseher ein.
In Deutschland schlägt der Apple TV 4K mit 349 Euro zu Buche – und ist damit nochmals teurer als die von einer Preiserhöhung betroffene Vorgängergeneration. Die Vorbestellungen laufen ab sofort im Apple Store an, auch hier ist der Release für den 13. November geplant.
HomePod mini 2 mit neuen Farben
Abschließend führt Apple den zweiten HomePod mini ein, der am 30. Oktober 2026 für eine UVP von 169 Euro in fünf Farben erscheint.
Featureseitig verändert sich in der neuen Generation allerdings nicht viel: Wie gewohnt soll auch die neue Generation des smarten Lautsprechers primär Musik abspielen, wozu auch die vorhin erwähnte Surround-Möglichkeit in Verbindung mit dem neuen Apple TV 4K passt.
Als Highlight nennt Apple in der Mitteilung zudem das neue »Sound Glow«, das den Homepod Mini als synchron zur Musik pulsierende Beleuchtung erstrahlen lassen soll.

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