Der Hype rund um KI und KI-Funktionen ist in der Tech-Branche weiter ungebrochen. Ausgerechnet der ehemalige Innovationstreiber Apple hechelt bei dem Thema der Konkurrenz aber nur hinterher. Aus diesem Grund soll nun in Erwägung gezogen werden, Perplexity für einen neuen Rekordbetrag zu übernehmen.
Apple soll Übernahme von Perplexity diskutieren
Das berichtet zumindest die Finanz- und Wirtschafts-Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach soll es schon erste Gespräche mit Perplexity gegeben haben. Unter anderem sollen dabei auch Adrian Perica, seines Zeichens Vice President Corporate Development und Eddy Cue, Senior Vice President of Services von Apple beteiligt gewesen sein.
Die Verhandlungen sollen allerdings noch in einer ganz frühen Phase sein. Ein Angebot von Apple liegt ebenfalls noch nicht vor. Offenbar geht es dem Management vorerst darum, Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zu eruieren.
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Klar ist, dass eine solche Übernahme nicht günstig werden würde. Perplexity wird mit knapp 14 Milliarden US-Dollar ziemlich hoch bewertet. Zum Vergleich: Die bisher teuerste Übernahme von Apple war Beats Electronics für 3 Milliarden US-Dollar.
KI-Lücke soll geschlossen werden: Apple galt jahrelang als Vorreiter und ist bis heute bekannt für innovative Erfindungen. In den vergangenen Jahren hat dieses Image allerdings einige Kratzer bekommen.
Während gefühlt jeder Hersteller schon mehrere Falthandys auf den Markt gebracht haben, warten iPhone-User noch immer auf das erste faltbare Modell von Apple. Ähnlich sieht es auch beim Thema KI aus.
Apple Intelligence soll eigentlich eine leistungsstarke Alternative zu Gemini, ChatGPT und Co. darstellen, ist davon aber noch immer weit entfernt. Andere KI-Assistenten sind schlicht und ergreifend besser, weshalb Apple selbst teilweise auf andere Hersteller ausweicht.
Das 2022 gegründete Unternehmen Perplexity könnte diese Lücke vermutlich relativ schnell schließen. Besonders die KI-Suche von Perplexity gilt als echte Alternative und Herausforderer von Google und Gemini.
Unabhängigkeit bei der Suche: Hinzu kommt, dass sich Apple mit Perplexity von Google zumindest bei der Suche emanzipieren könnte. Google zahlt jährlich einen Haufen Geld, um auf Apple-Geräten als Standardsuchmaschine vorinstalliert zu sein.
Genau dieses Monopol hat allerdings auch schon das US-Justizministerium auf den Plan gerufen. Das Kartellverfahren gegen Google läuft noch, es wäre aber wohl in jedem Fall eine elegante Lösung für Apple, einen eigenen, konkurrenzfähigen Dienst anbieten zu können.
Apple hat den Bloomberg-Bericht bisher nicht kommentiert, Perplexity hat sogar dementiert, dass es schon Verhandlungen gegeben hat. Ob an den Gerüchten etwas dran ist, muss also die Zeit zeigen.
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