6 OLED-Monitore von ASUS sehen fast identisch aus – könnten aber kaum unterschiedlicher sein!

Diese sechs WQHD OLED-Monitore haben alle 27 Zoll, kosten ähnlich viel und sind von ASUS – wer soll da noch durchblicken? Ich vergleiche die Gaming-Monitore mit QD-OLED, Tandem-OLED und MLA-WOLED und zeige euch den richtigen!

Sechs OLED-Monitore von ASUS, sechsmal WQHD und über 200 Hz – welcher ist der beste? Sechs OLED-Monitore von ASUS, sechsmal WQHD und über 200 Hz – welcher ist der beste?

Wer sich über OLED-Monitore informiert, kommt um die Marke ASUS kaum herum. Kein anderer Hersteller hat so viele verschiedene OLED-Monitore im Programm und die Innovationskraft bei ASUS’ Monitorsparte ist schon wirklich beeindruckend.

Das Problem: Mittlerweile gibt es alleine in der Größe von 27 Zoll und mit WQHD-Auflösung sechs verschiedene OLED-Monitore zwischen 500 und knapp 600€. Wenn ihr euch für einen ASUS-Monitor dieser Klasse interessiert, dann zeige ich euch hier den Weg durch den OLED-Dschungel.

Hier geht's zum wohl meistverkauften OLED-Monitor im Vergleich

OLED-Monitore im Vergleich: 27 Zoll, WQHD und mindestens 240Hz

Falls ihr euch noch nie vorher mit den OLED-Monitoren von ASUS auseinandergesetzt habt, dann könnt ihr das hier getrost überspringen. Allen anderen möchte ich vorab kurz auflisten, um welche Monitore es in diesem Artikel gehen wird:

TL;DR: Wenn euch der Vergleich zu umständlich ist, könnt ihr hier direkt zum Fazit springen.

1. Frage: WOLED, Tandem-OLED oder QD-OLED?

Viele von euch wissen schon, dass es nicht nur eine, sondern verschiedene OLED-Technologien am Markt gibt: WOLED, hergestellt von LG Display und QD-OLED von Samsung Display. Beide Hersteller sind übrigens nicht mit LG Electronics und Samsung Electronics zu verwechseln, also den Marken, die etwa LG-TVs oder Samsung-Monitore verkaufen, denn das sind unterschiedliche Firmen.

Die drei oben genannten Modelle ACDNG, ACDMS und AQDMES sind allesamt mit einem QD-OLED-Panel der dritten Generation ausgestattet. Die sind für ihre überragenden Farben bekannt. Frühere Probleme bei der Textdarstellung solcher Bildschirme konnten auch mittlerweile weitgehend gelöst werden, im Vergleich zu einem LCD ist die Textdarstellung aber noch immer nicht ganz so gut. Dennoch sind sämtliche Monitore im Vergleich in meinen Augen auch zum Surfen und zeitweisen Arbeiten geeignet.

Ein WOLED-Panel findet sich hingegen im AQDMG und AQDMGR. Die sind generell heller als QD-OLED, aber können bei der Farbwiedergabe im direkten Vergleich nicht ganz mithalten. Sie sind dafür für helle Umgebungen etwas besser geeignet und liefern unter dieser Voraussetzung auch das sattere Schwarz.

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Hier ist in einer Grafik von Samsung die Funktionsweise von QD-OLED und WOLED vereinfacht dargestellt. Hier ist in einer Grafik von Samsung die Funktionsweise von QD-OLED und WOLED vereinfacht dargestellt.

Der ASUS XG27AQWMG ist der einzige OLED-Monitor im Vergleich mit einem Tandem-OLED-Panel. Das ist die neueste Entwicklung von LG Display. Tandem-OLED ist deutlich heller als zuvor und liegt damit weit vor der QD-OLED-Konkurrenz. Es bietet eine um 25% bessere Farbraumabdeckung und gleicht damit auch den bislang größten Vorteil von QD-OLED-Modellen so gut wie aus. Eine um höhere Lebensdauer aufgrund deutlich besserer Effizienz macht letztlich den Sack zu.

Eine noch detailliertere Erklärung zu allen OLED-Technologien findet ihr übrigens hier.

Glossy, semi-glossy oder matt? Fast schon eine Glaubensfrage

Ein in meinen Augen signifikanter Unterschied zwischen OLED-Monitoren ist nach der OLED-Technologie deren Oberflächenbeschichtung. Während matte PC-Monitore seit Jahrzehnten Standard sind, hat ASUS recht früh erkannt, dass eine matte Beschichtung den größten Vorteil eines OLED-Bildschirms vermindern kann: den unschlagbaren Kontrast. ASUS war also der erste Hersteller mit „glossy“ OLED-Monitoren am Markt und mir gefällt das richtig gut!

Video starten 0:30 Der erste Glossy WOLED-Monitor der Welt

Matte OLEDs gibt's zwar auch, aber nicht in diesem Vergleich. Das Modell AQDMG ist glossy. Die Modelle AQDMGR und AQWMG haben die sogar deutlich verbesserte „True Black Glossy“-Beschichtung. Die Modelle ACDNG, AQDMS und AQDMES sind semi-glossy – also alle Modelle mit QD-OLED-Panel. Letztere sind gut für wechselhaftes Umgebungslicht, aber schwächeln bei der Darstellung von dunklen Bildbereichen, wenn es um euch herum sehr hell ist.

Die Empfehlung in dieser Disziplin hängt also von den Lichtbedingungen in eurer Umgebung ab. Seit der neuen „True Black Glossy“-Oberfläche rate ich aber vom ASUS ROG Strix XG27AQDMG ab, da er ohne diese Beschichtung mit Umgebungslicht am schlechtesten zurechtkommt. Persönlich bevorzuge ich die Modelle mit „True Black Glossy“-Oberfläche.

Reichen 240 Hz oder dürfen es auch 360 Hz sein?

Alle OLED-Monitore im Vergleich sind verdammt schnell. Mit Reaktionszeiten von 0,03 Millisekunden sind sie klassischen LCD Gaming-Monitoren meilenweit voraus.

Der Schnellste im Bunde ist der XG27ACDNG mit seinen 360 Hz. Alle anderen Modelle schwanken zwischen 240 und 280 Bildern pro Sekunde in WQHD. Außerdem löst ASUS mit der „Anti-Flicker“-Funktion das Problem, dass OLED-Monitore für empfindliche Augen bei bestimmten Bildraten zu flackern scheinen.

Weit jenseits von 200 Hz sind mir in WQHD mehr als genug, aber wenn ihr auf höchstmögliche Bildraten setzen wollt, dann müsst ihr zum ASUS ROG Strix XG27ACDNG greifen. Übrigens ist der auch der einzige Monitor im Bunde, der dank 90 Watt Power-Delivery auch euren Laptop ohne zusätzliches Netzteil mit Strom versorgen kann, das kann sehr praktisch sein.

Hier geht's zum schnellsten OLED-Monitor im Vergleich

Die bislang beste Lösung gegen Burn-in

Eines vorweg: Die Sorge vor Burn-in bei einem OLED-Monitor ist immer noch riesig, aber in meinen Augen knallhart überbewertet. Die überwiegende Mehrheit könnte einen OLED-Monitor genau wie jeden anderen verwenden und würde für lange Zeit keinerelei derartige Erscheinungen bemerken.

Dennoch beugt ASUS mit der in meinen Augen bislang besten Lösung am Markt dem Problem des Einbrennens vor. Der sogenannte Neo Proximity Sensor merkt mittels Infrarotsicht, ob ihr gerade vorm Monitor sitzt oder gegangen seid, und schaltet den Monitor in dieser Zeit ab. Den Radius dafür könnt ihr auf den Zentimeter genau nach euren Vorlieben und Sitzgewohnheiten einstellen.

So wie hier würde es mit dem ASUS Neo Proximity Sensor nie aussehen, denn wenn ihr nicht vorm Bildschirm sitzt, geht er damit automatisch aus. So wie hier würde es mit dem ASUS Neo Proximity Sensor nie aussehen, denn wenn ihr nicht vorm Bildschirm sitzt, geht er damit automatisch aus.

Während ich den ASUS ROG Strix XG27ACDNG oben für seine Bildrate und den 90-Watt-KVM-Switch gelobt habe, muss er hier zurückstecken. Er und der ASUS ROG Strix XG27AQDMG haben jeweils keinen Neo Proximity Sensor.

Fazit: Welcher OLED-Monitor ist der beste im Vergleich?

Meine Preis-Leistungs-Empfehlung in diesem Vergleich geht an den ASUS ROG Strix XG27AQDMGR. Der bietet die in meinen Augen beste Display-Oberfläche, er ist heller als seine QD-OLED-Kontrahenten und hat auch den Neo Proximity Sensor – etwas, das ich aktuell bei einem ASUS-Monitor voraussetzen würde.

Grundsätzlich rate ich euch aber dazu, den kleinen Aufpreis buchstäblich inkaufzunehmen und zum ASUS ROG Strix XG27AQWMG zu greifen. Der bietet dank seines Tandem-OLED-Panels überragende Helligkeit und Farben auf dem Niveau der bärenstarken QD-OLEDs. Damit sehen Spiele, Filme, Serien und Videos in HDR einfach am besten aus. Aller Voraussicht nach bietet der AQWMG auch die höchste Lebenserwartung im Vergleich.

Diesen 27 Zoll OLED-Monitor von ASUS empfehle ich am meisten
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