Auf der IFA habe ich das perfekte Mini-Gadget für meinen Hund entdeckt – doch er darf es nicht nutzen

Auf der IFA in Berlin wurde Julias Neugier durch ein Hundehalsband geweckt. Vielmehr interessierte sie sich jedoch für das Modell für Katzen.

Julia sucht noch immer das passende Tracking-Halsband für ihren Hund. Ein Zwergpudel wie der knuffige Vierbeiner auf dem Bild hier.(Bildquelle: smallredgirl, Nicolae - Adobe Stock) Julia sucht noch immer das passende Tracking-Halsband für ihren Hund. Ein Zwergpudel wie der knuffige Vierbeiner auf dem Bild hier.(Bildquelle: smallredgirl, Nicolae - Adobe Stock)

Vor einem Jahr zog mein erster eigener Hund bei mir ein: ein Zwergpudel namens Trüffel. Die Bilanz nach den ersten Monaten: 100 Prozent Energie, 0 Prozent Rückruf.

Damit wir ihn auf abgelegenen Feldern unbesorgt flitzen lassen können und er uns im Urlaub auf nicht eingezäunten Höfen im dänischen Nirgendwo nicht verloren geht, musste ein vernünftiger GPS-Tracker her. Die Behelfslösung per Apple AirTag hatte damit ausgedient.

Trüffel und die Tractive-Unwucht

Nach ausgiebiger Recherche entschied ich mich mangels großer Marktunterschiede für das Mainstream-Produkt von Tractive.

Das Problem: Für einen 31 Zentimeter kleinen Zwergpudel stellt das Gerät eine ganz schöne Unwucht am Hals dar. Meine Suche nach einer echten Alternative für kleine Hunde ging also weiter.

Trüffel ist klein und knuffig. Ein passendes GPS-Halsband zu finden, ist daher nicht leicht. Trüffel ist klein und knuffig. Ein passendes GPS-Halsband zu finden, ist daher nicht leicht.

Auf der IFA in Berlin hatte ich nun die Gelegenheit, mir den Hundetracker von Satellai genauer anzuschauen.

Taschenlampe und Walkie-Talkie für den Hund

Funktionell ist der Tracker des nordamerikanischen Herstellers meinem Tractive recht ähnlich, bringt mit 47 Gramm allerdings knapp 8 Gramm mehr auf die Waage. Dieser kleine Nachteil wird jedoch durch zwei coole Hardware-Upgrades aufgewogen, die Tractive bisher nicht bietet: ein eingebautes »Doggie-Talkie« und eine vollwertige Lampe.

Letztere ist auch der größte Unterschied im Dunkeln: Statt eines schmalen LED-Streifens verbaut Satellai eine echte Mini-Lampe, die wahlweise einen festen Lichtkegel wirft, pulsiert oder blinkt. Das ist selbst bei plüschigem Herbstfell spürbar besser auszumachen.

Apropos Doggie-Talkie: Über den integrierten Lautsprecher kann man damit kurze Sprachbefehle durchgeben, falls sich der Hund beispielsweise in verbotene Zonen aufmacht.

Beim Gesundheitstracking (ja, das gibt's auch für die Vierbeiner) nehmen sich die Hersteller nicht viel. Positiv fällt bei Satellai jedoch der Wochenrückblick in Hinblick auf die Aktivität auf: Er bietet eine manuelle Option zur Datenanpassung, mit der sich der Zeitraum flexibel – etwa auf einen Monatsrückblick – erweitern lässt.

Preise und Spezifikationen
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KategorieDetails
ProduktSatellai Collar Go GPS-Hundetracker
Gerätepreisab 80,00 Euro
Abonnement notwendig?Ja
Ab 5,00 Euro pro Monat (bei zwei Jahren)
GPS-OrtungLive-GPS-Tracking, Aktualisierung im Live-Modus laut Hersteller bis zu einmal pro Sekunde
Satellitensysteme5 GNSS-Systeme; weltweite Nutzung in mehr als 180 Ländern laut Hersteller
MobilfunkIntegrierte eSIM; automatische Verbindung mit verfügbaren Mobilfunknetzen
Virtuelle GrenzenAnpassbare virtuelle Bereiche mit Ausbruchswarnungen per App
StandortverlaufUnbegrenzter Standortverlauf; Aktualisierung des Verlaufs etwa alle 2–60 Minuten
GesundheitsfunktionenAktivitäts- und Gesundheitsüberwachung, Ruhe- und Bewegungsanalysen sowie Erkennung von Kopfschütteln
KI-FunktionenPetSense-KI zur Gesundheitsanalyse und integrierter KI-Coach
AudioZwei-Wege-Audio über integrierten Lautsprecher
BeleuchtungEinstellbare Starlight-Beleuchtung mit drei Lichteffekten
Abmessungen68 × 33,3 × 22,8 mm
Gewicht47 bzw. 49 Gramm
HalsumfangGröße M: ca. 33–46 cm
Größe L: ca. 43–66 cm
AkkulaufzeitBis zu 15 Tage; abhängig von Ortung, Mobilfunk, Signalstärke und Nutzung
LadezeitUnter beziehungsweise bis zu 2 Stunden
LadeanschlussUSB-C
Wasser- und StaubschutzIP68
Betriebstemperatur−20 bis 60 °C
App-KompatibilitätiOS 12 oder neuer, Android 8 oder neuer
LieferumfangCollar Go, Rückplatte, zwei Gurte, Halsband, USB-C-Kabel, Bedienungs- und Sicherheitshinweise

Das heimliche Messe-Highlight: Ein Tracker im Zeckenhalsband-Format

Was ich am Satellai-Stand unerwartet spannend fand, war der Katzen-Tracker (Cat Tag Pro), der ab Ende 2026 auf den Markt kommen soll. Das kleine Plastikteilchen ist nicht schwerer als ein Glöckchen oder ein Zeckenhalsband (er wiegt gerade einmal 4 Gramm!), trackt aber trotzdem sowohl die Gesundheitswerte als auch den Standort.

Autorin Julia interessiert sich für diesen schmalen Formfaktor. Leider wird Trüffel das Halsband nicht tragen können. (Bildquelle: Satellai) Autorin Julia interessiert sich für diesen schmalen Formfaktor. Leider wird Trüffel das Halsband nicht tragen können. (Bildquelle: Satellai)

Für Freigänger-Katzen ist das ein extrem cooles Gadget – vor allem, wenn der Flauschball die Angewohnheit hat, für ein paar Tage stiften zu gehen. Wer sich schon immer gefragt hat, wo es der Vierbeiner wohl besser hat als zu Hause oder welcher Nachbar heimlich füttert, bekommt hier Antworten.

Bei dieser Baugröße und dem Minimalgewicht hätte ich absolut keine Bedenken, das Halsband selbst einer zarten Katze umzuhängen.

Warum der Katzen-Tracker (noch) nichts für Trüffel ist

Die verlockende Idee, den winzigen Katzen-Tracker einfach Trüffel umzuschnallen, wurde mir am Stand leider direkt ausgeredet.

Da die medizinischen Daten unter Anleitung von Tierärzten entwickelt werden, werten die Algorithmen Katzendaten völlig anders aus als Hundenachweise. Bei einem Hund am Katzen-Tracker käme es dauernd zu fehlerhaften Gesundheitswarnungen.

Tronic Smart Tag Finder
Tronic Smart Tag Finder
Bluetooth-Tracker, kompatibel mit iPhone und Android. Die Reichweite liegt bei rund 10 Metern, über die beiliegende Schutzhülle ist das Gerät geschützt gegen Strahlwasser (IPX5).
7,99 €

Da mein Pudel eher ein Hinterhof-Flitzer als ein Cross-Country-Mantrailer ist, würde mir so ein Mini-Tracker für den Waldspaziergang völlig reichen. Das Feedback hat das Team von Satellai zumindest mitgenommen. Ich bin sehr gespannt, ob ich im nächsten Jahr einen dedizierten Klein-Hund-Tracker testen darf – der Bedarf am Markt ist definitiv da.

Jetzt seid ihr dran: Welche Tracking-Methoden und Geräte nutzt ihr für eure Hunde und Katzen? Und gibt es bestimmte Features, die ihr euch in einem ausführlichen Testbericht wünschen würdet? Schreibt es gerne in die Kommentare!


Kommentare(1)
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