Schon viele Jahre habe ich immer mal wieder selber Pizza im eigenen Ofen zu Hause gemacht. Hefeteig mit Soße und Käse ist einfach lecker, aber was ich da damals produziert habe, würde ich heute kaum mehr als Pizza bezeichnen. Seit Corona habe ich aber immer mehr versucht, meine Pizza-Skills zu maximieren und ich muss sagen, mittlerweile bin ich echt gut darin geworden. Zumindest ist mein Freundeskreis von meinen Künsten begeistert. Damit auch ihr besser im Pizzabacken werdet, möchte ich euch meine Tipps & Tricks zeigen, wie ihr zu Hause eine richtig gute, authentische Pizza macht!
Holt euch diesen elektrischen Ofen für perfekte Pizza bei Amazon!Dieser Artikel erschien bereits in einer früheren Version auf GameStar Tech und stieß auf großes Interesse. Wir haben ihn für euch auf Aktualität überprüft. Wenn ihr dieses Thema bislang verpasst habt, bekommt ihr jetzt erneut die Chance.
Der Ofen ist die größte Hürde: Die besten elektrischen Lösungen für euch
Wie die meisten habe ich keinen Platz für einen mit Holz befeuerten Steinofen, die natürlich das beste Ergebnis liefern würden. Was bei mir ein weiteres Problem ist: Ich darf in meiner Wohnung keine Gas- und Kohlegrills oder ähnliches haben, ansonsten hätte ich einfach einen Ooni Holzpellet-Pizzaofen geholt, der mitunter die beste und authentischste Lösung ist. Trotzdem gibt es richtig starke Ergebnisse auch ohne Holz- und Steinofen!
Generell gilt für einen guten Pizzaofen: »Je höher die Temperatur, desto besser.« - Das heißt jetzt nicht, dass ihr in der Bastelwerkstatt eure Pizzen im Brennofen für Ton reinhauen sollt (die >900 °C sind doch zu viel). Laut den internationalen Richtlinien der AVPN - der Associazione Verace Pizza napoletana -, soll die Pizza bei einer Temperatur von 380 bis 430 °C gebacken werden. Noch höhere Temperaturen sind für Profis auch kein Problem, vor allem wenn es schnell gehen soll.
Wer aber auf seinen Ofen zu Hause schaut, wird merken, dass er nur knapp 250 bis 300 °C packt. Was kann man da machen?
Holt euch diesen elektrischen Premium-Ofen für beste PizzaDie einfachste Lösung: Der Backstahl
Ein Backstahl ist einfach eine große Stahlplatte, auf dem die frische Pizza direkt ohne Backpapier gebacken wird. Ich selbst habe auch so ein Teil! Warum nicht einen Pizzastein? Metall ist ein besserer Wärmeleiter als Stein, wodurch er nicht nur schneller heiß wird, sondern auch eine bessere Kruste am Boden entsteht.
Damit erzielt ihr sehr gute Ergebnisse im ganz normalen Backofen, ohne ein komplett neues Gerät holen zu müssen. Einfach voll aufdrehen und auf oberer Schiene im Grillprogramm aufheizen. Dafür müsst ihr die Platte davor mit Öl einbrennen, wie man es auch von Gusseisenpfannen kennt.
Holt euch einen Backstahl für geile Pizza aus eurem BackofenDer günstige Kompromiss: Ein einfacher elektrischer Pizzaofen
Dieser elektrische Pizzaofen von Klaif kostet nicht viel und schafft sogar Temperaturen bis 420 °C, womit die von der AVPN vorgegebene Temperatur auch erreicht wäre. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Öfen hat er auch ein praktisches kleines Fenster, um seine Pizza beim Backen auch im Auge zu behalten.
Auch hier bekommt ihr sehr gute Pizzen auf einem Stein gebacken, jedoch erlaubt die flache und runde Bauweise nicht mehr als Pizza und Flammkuchen, was es zu einem one-trick-pony macht.
Holt euch diesen starken und günstigen elektrischen PizzaofenDie starke und vielseitige Antwort: Ein elektrischer Premium-Pizzaofen
Auch dieser elektrische Pizzaofen von ZACHVO ist zwar ein neues Gerät in eurer Küche, aber dafür extrem vielseitig einsetzbar. Mit einer maximalen Temperatur von 450 °C und mitgeliefertem Pizzastein und -schieber, ist er schon fast ein Gesamtpaket - mit digitalem Touch-Interface, Timer, Thermometer und verschiedenen Programmen für eure Lieblingspizzen.
Das Beste aber: Der Stein ist herausnehmbar, wodurch der Ofen mehr Platz hat für Pfannen oder Auflaufformen. Damit ist er auch eine Alternative für einen normalen Haushaltsbackofen. Einen Braten bekommt ihr aber nicht rein.
Gönnt euch diesen vielseitigen Premium-PizzaofenMehl, Tomaten und Mozzarella - das müsst ihr bei den Zutaten beachten
Dieses Pizza-Starterkit hat für den Anfang eigentlich fast alles, was ihr an Zubehör und Zutaten benötigt: San Marzano Tomaten, Mehl vom Typ 00, Semola, Meersalz, ein Teigspachtel und eine Pizzaballenbox mit Deckel. Aber was macht diese Zutaten zu den »Richtigen«?
- Das Mehl: Wer keinen Zugriff zu italienischem »Tipo 00« hat, sollte beim Weizenmehl auf einen Eiweißgehalt von möglichst 12,5 % (also 12,5 g pro 100 g) achten.
- Semola: Dieser Weizengrieß ist etwas gröber als normales Mehl und hilft, dass der fertige Pizzateig nicht so sehr an Oberflächen klebt und sich eine knusprige Kruste bildet.
- Meersalz: Ist eigentlich egal, aber das Calcium hilft die Gluten-Strukturen des Teigs zu stärken
- San Marzano Tomaten: Diese Tomatenart kommt aus der Gegend um Neapel und hat einen intensiven, fruchtigen und leicht süßen Geschmack, der einfach geil ist.
Nicht Pizzaschaufel, sondern Pizzaschieber: Damit fühlt man sich wie ein echter Pizzaiolo
Ist der Teig und die Pizza fertig für den Ofen, würde ich euch zu einem Pizzaschieber raten, damit ihr die Pizza einfach rein und rausschieben könnt, denn bei den hohen Temperaturen ist sie blitzschnell fertig. Dieser Pizzaschieber mit Löchern mag auf den ersten Blick kontraproduktiv wirken, doch das wichtigste bei Pizza in einem engen Ofen ist der direkte Kontakt des Teigs mit der heißen Platte. Die Löcher im Schieber erlauben es, überschüssiges Semola oder Mehl loszuwerden. Man muss sie nur ein wenig hin und her bewegen.
Und kleiner Tipp für gängige Fehler: Ist eure Pizza auf dem Schieber muss es schnell gehen, damit der Teig nicht anfängt zu kleben.
Holt euch diesen Pizzaschieber mit praktischen LöchernAber was ist mit dem Käse?
Was wäre Pizza ohne Käse? Nun, eine traditionelle Pizza Marinara, aber die taugt mir - und den meisten anderen - nicht. Dass auf eine italienische Pizza Margherita nur Mozzarella draufkommt, wissen die meisten. Das große Problem aber: Die hier gängigen Formen von Mozzarella im Supermarkt sind alle nahezu ungeeignet! Geriebener Mozzarella ist meist mit Stärke oder anderen Mitteln bestäubt, damit die einzelnen Fetzen nicht zusammenkleben, das beeinträchtigt aber die Schmelzeigenschaften des Käses.
Die klassische Mozzarellakugel ist auch nur okay, weil egal ob Büffel- oder Mozzarella aus Kuhmilch. Die Salzlake, in der die Kugel liegt, macht den Käse zu feucht, weshalb bei einigen diese elendige weiße Wasserschicht auf ihrer »fertigen Pizza« herumschwappt.
Mein Tipp: Schneidet die Mozzarellakugel in Scheiben und legt diese zwischen zwei Küchenpapiere, bis sie das überschüssige Wasser ausgesogen haben. Das Ergebnis sollten halbwegs trockene Scheiben sein, die bei erneutem Abtupfen kaum noch Flüssigkeit abgeben. Oder wenn ihr einen Laden mit italienischen Spezialitäten habt, fragt einfach nach Fior di Latte für Pizza.
Werdet mit diesem Starter-Kit zum Pizzameister mit besten ZutatenFalls ihr mehr Fragen zum Thema authentischer neapolitanischer Pizza habt, gibt es die ausführlichen internationalen Richtlinien der AVPN kostenlos zum Nachlesen.
