Bockige Elektroroller durch Softwarefehler - Lime-Roller warfen Nutzer ab, Problem soll behoben sein

Wegen eines spontanten Neustarts aufgrund eines Updates stoppten Elektroroller der Firma Lime offenbar abrupt und warfen ihre Fahrer ab. Mittlerweile hat der Hersteller den Fehler aber behoben - die Scooter rollen also wieder.

von Sara Petzold,
26.02.2019 08:03 Uhr

Lime musste in der Schweiz die Vermietung der hauseigenen E-Scooter wegen eines Software-Fehlers stoppen. (Bildquelle: Lime)Lime musste in der Schweiz die Vermietung der hauseigenen E-Scooter wegen eines Software-Fehlers stoppen. (Bildquelle: Lime)

Update, 25.02.2019: Die E-Scooter von Lime rollen wieder - der Hersteller hat mittlerweile ein Firmware-Update veröffentlicht, dass die abrupten Bremsvorgänge verhindern soll, die wegen eines Software-Fehlers aufgetreten waren. In der Schweiz können Nutzer die Roller-Flotte also wieder problemlos nutzen.

In einem offiziellen Blogbeitrag teilte Lime mit, der Fehler sei in seltenen Fällen aufgetreten, wenn Nutzer mit Höchstgeschwindigkeit bergab über ein Schlagloch oder ein vergleichbares Hindernis gefahren seien. Insgesamt sei das Problem bei weniger als 0,0045 Prozent aller mit einem Lime-Scooter getätigten Fahrten aufgetreten.

Originalmeldung: Während elektrische Tretroller in Deutschland noch nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind, sorgen die Modelle der Firma Lime derzeit für negative Schlagzeilen in der Schweiz: Nachdem es dort wiederholt zu Unfällen kam, bei denen nach einem Ausfall des Tachos plötzlich die Vorderbremse des Scooters blockierte, hat Lime reagiert und den Verleih der Geräte in Zürich und Basel gestoppt.

Wie Golem mit Bezug auf einen Bericht von Watson und Techcrunch mitteilt, geht Lime von einem Softwarefehler aus. In einer Nachricht an alle Nutzer des E-Roller-Dienstes erklärte das Unternehmen:

"Nach ersten Hinweisen prüfen wir derzeit, ob ein Software-Update während der Fahrt einen Neustart auslösen und den Diebstahlschutz auslösen könnte. Wir haben bereits Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass sich dies nie wieder wiederholt. Dennoch testen wir jedes Gerät gründlich, um sicherzustellen, dass keine Soft- oder Hardwareprobleme mehr auftreten."

Die Firma verspricht betroffenen Nutzern außerdem ein Guthaben von 15 Euro als Entschädigung für den Ausfall seiner Services. Wann der Dienst wieder verfügbar sein wird, ist derzeit allerdings noch offen.

Für Lime kommen die Probleme in der Schweiz zur Unzeit: Erst kürzlich musste die Firma die Erwartungen für die Steigerung des Unternehmenswerts von vier Milliarden US-Dollar auf zwei bis drei Milliarden US-Dollar nach unten korrigieren. Außerdem hat Lime zunehmend mit Vandalismus zu kämpfen und muss sich in den USA zunehmender Kritik erwehren. In Deutschland scheiterte die Zulassung der E-Roller bislang an den strengen Vorgaben der StVO.

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