Am 16. Juli 2026 startet mit »Die Odyssee« von Christopher Nolan der wohl größte Blockbuster des Sommers in den Kinos. Wenige Wochen davor ist nun ein englisches Hörspiel zur Vorlage von Homer erschienen, in dem sogar Michael Caine zu hören ist.
Die Schauspiellegende hat die Texte allerdings nicht selbst eingesprochen. Das gesamte Hörspiel wurde nämlich mit KI erstellt.
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The Odyssey: Kurz vor Release gewährt uns Regisseur Christopher Nolan Einblicke in seine nächste riesige Produktion
KI-Hörspiel mit Michael Caine erzählt die gesamte Odyssee
Erschienen ist das knapp 13 Stunden dauernde Hörspiel auf ElevenReader, der Audiobook-Anwendung der KI-Firma ElevenLabs. Das Hörspiel ist nicht in Zusammenarbeit mit dem Film entstanden, sondern eine eigene Produktion.
Insgesamt sind dabei 20 verschiedene Stimmen zu hören, die allesamt aus der Stimmen-Bibliothek von ElevenLabs stammen. Dazu gehört eben auch der britische Schauspieler Michael Caine, der schon in zahlreichen Nolan-Filmen mitgespielt hat.
Caine hatte seine Stimme und sein Ebenbild im letzten Jahr für den »Iconic Marketplace« lizenzieren lassen. Kunden können Charaktere von diesem Marktplatz nutzen, um eigene Projekte umzusetzen.
Die Vorbilder werden dabei jedes Mal bezahlt, wenn ihre Stimmen genutzt werden. Im Falle des Hörspiels gab es aber sogar eine besondere Vereinbarung mit Caine, der allem zugestimmt hat, wie ein Mitarbeiter der Firma gegenüber Variety erklärt.
Im Hörspiel sind übrigens nicht nur die Stimmen KI-generiert. Auch die Hintergrundmusik und die Hintergrundgeräusche wurden mit dem Musikgenerator der Firma künstlich erstellt.
Das Ergebnis ist – zumindest in der kurzen kostenlosen Hörprobe – ein immersives Audiobook, das natürlich auch zum perfekten Zeitpunkt veröffentlicht wurde.
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Etwas ganz Ähnliches hatte ElevenLabs im vergangenen Jahr bereits gemacht, als ein Hörbuch von »Der Zauberer von Oz« mit der KI-Stimme von Judy Garland kurz vor dem Release des zweiten »Wicked«-Films veröffentlicht wurde.
Die Nutzung von KI für solche Zwecke ist weiterhin sehr umstritten. Dass die Technologie genutzt wird, ist aber angesichts der Möglichkeit kaum überraschend. Das gesamte Hörspiel wurde nämlich von einem Team von nur vier Personen erstellt. Die Kosten dafür dürften im Vergleich zu »klassischen« Produktionen deutlich niedriger ausfallen.
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