Im Durchschnitt zieht jeder Deutsche zwischen 4- und 5-mal in seinem Leben um. Ich selbst liege weit über der Statistik und vielen von euch wird es genauso gehen. Eines der wichtigsten Sachen, um die man sich bei einem Umzug kümmern sollte, ist das Internet. Denn es gibt wohl nichts Schlimmeres, als in der neuen Bude ohne WLAN dazustehen.
Doch was tun, wenn man nur für eine bestimmte Zeit an einem Ort bleibt? Etwa für ein Praktikum, einen Auslandsaufenthalt – bspw. als Au-Pair oder Erasmus-Semester – oder eine befristete Arbeitsstelle? Dann wird es mit der Wahl des Internetanbieters auf einmal deutlich komplizierter, denn flexible Tarife mit keiner festen Mindestlaufzeit sind rar gesät. In diesem Artikel gehen wir näher darauf ein, warum herkömmliche Internetverträge nicht für jede Lebenssituation gemacht sind und wie die Alternativen aussehen. Außerdem vergleichen wir verschiedene Flex-Tarife und sprechen eine Empfehlung für einen Anbieter aus.
Diesen Flex-Tarif können wir empfehlenDas deutsche Problem mit Internetverträgen
Flexibilität sucht man bei Internetanschlüssen bei den meisten Anbietern leider vergeblich, während man die meisten Handy-Tarife monatlich kündigen kann, ist bei Home-Anschlüssen eine Vertragslaufzeit von mindestens 24 Monaten vorgesehen. Egal ob bei DSL- oder Glasfaseranschluss. Das ist eine enorm lange Zeit, wenn man nur für eine gewisse Zeit an einem Ort bleiben will oder oft zwischen verschiedenen Orten pendelt.
Verträge mit kürzeren Laufzeiten kann man tatsächlich mit der Lupe suchen und die, die es gibt, sind mit reichlich Fallstricken versehen. Höhere Kosten, geringe Bandbreite oder erhöhte Kosten für den Router. Es ist in Deutschland extrem unattraktiv, einen Vertrag mit flexibler Laufzeit abzuschließen. Wer in einem gefestigten Verhältnis lebt und nicht vorhat, innerhalb von 2-3 Jahren wieder umzuziehen, für den sind feste Verträge wegen der geringeren Kosten die bessere Wahl.
Doch bei vielen greift das eben nicht. Besonders junge Menschen ziehen statistisch gesehen wesentlich häufiger um als ältere Personen. Klar, man zieht für das Studium oder die Ausbildung aus, wechselt vielleicht zwischendrin nochmal die WG, muss für ein Praktikum in eine andere Stadt oder geht für eine Weile ins Ausland. Ein Vertrag, der zwei Jahre oder länger läuft, passt oft nicht zu den Lebensumständen jüngerer Generationen. Flex-Tarife sind dann der Ausweg auf langen Vertrags-Fallen.
Dieser Flex-Tarif ist die beste AlternativeInternet im Flex-Vertrag: Die Anbieter in der Übersicht
Ich habe nicht gelogen, als ich sagte, die Anbieter mit Flex-Tarifen lassen sich locker an zwei Händen abzählen. Aber welche davon sind wirklich lohnenswert? Zeit, ein paar Vergleiche anzustellen. Dabei sind vor allem zwei Dinge entscheidend: die Bandbreite und der monatliche Preis. Weitere Punkte sind, ob auch ein Festnetzanschluss enthalten ist und welche Zusatzkosten es gibt. Alle hier besprochenen Optionen können monatlich gekündigt werden. Um besser vergleichen zu können, werden immer die Angebote mit 100 Mbit/s im Preis verglichen. Das ist bei fast allen Anbietern die am meisten gewählte Option.
O2 Home Flex
O2 liefert ein interessantes Gesamtpaket, das je nach Paket, von 50 bis 1000 Mbit/s an Bandbreite bietet und mit einem Preis von 40 Euro pro Monat recht bezahlbar daherkommt. In einer momentan laufenden Werbeaktion beträgt der Preis sogar nur 30 Euro. Diese gelten allerdings nur für das erste Nutzungsjahr.
- Bis zu 1000 Mbit/s möglich
- Telefonanschluss enthalten
- 39,95 Euro im Monat für 100 Mbit/s
- Anschlusspreis von 50 Euro
Zum aktuellen Angebot ist der O2 Home Flex-Tarif ein richtig guter Deal. Solltet ihr allerdings planen, euren Anschluss länger als 12 Monate zu nutzen oder die Aktion nicht mehr verfügbar sein, dann gibt es andere Tarif zu einer geringeren Grundgebühr, die von der Geschwindigkeit und Netzqualität her mit O2 mithalten können.
MagentaZuhause Flex (Telekom)
Die Telekom bekleckert sich bei ihren Flextarifen nicht gerade mit Ruhm. Nicht nur, dass uns hier als maximale Geschwindigkeit gerade mal 250 Mbit/s erwarten, sie bietet tatsächlich auch eine Option mit 16 Mbit/s an, was wirklich nicht viel ist. Zudem ist der Preis von 48,95 Euro pro Monat für 100 Mbit/s sehr hoch und eine Anschlussgebühr gibt es auch noch.
- Bis zu 250 Mbit/s möglich
- Telefonanschluss enthalten
- 48,95 Euro im Monat für 100 Mbit/s
- Anschlusspreis von 69,95 Euro
freenet Internet
Der Preis bei dieser Tarifoption ist mit 35 Euro für 100 Mbit/s einer der besten im ganzen Vergleich. Dafür hat freenet nicht sonderlich viel zu bieten: Telefonie ist nicht enthalten, zudem gibt es neben 100 Mbit/s nur eine weitere Option mit 250 Mbit/s. Wer es simpel und effizient mag, ist hier richtig
- Bis zu 250 Mbit/s möglich
- Kein Telefonanschluss
- 34,99 Euro im Monat für 100 Mbit/s
- Anschlusspreis von 34,99 Euro
Easybell
Diesen Anbieter kennt ihr vielleicht noch nicht. Das Unternehmen bietet neben Leistungen für Unternehmen auch Internet-Tarife für Privatpersonen an. Der Preis ist mit 40 Euro pro Monat annehmbar und beinhaltet einen Telefonanschluss. In einer momentan laufenden Aktion ist der Preis sogar auf 35 Euro gefallen. Außerdem beträgt die Kündigungsfrist keinen ganzen Monat, sondern nur 14 Tage für mehr Flexibilität.
- Bis zu 1000 Mbit/s möglich
- Telefonanschluss enthalten
- 39,95 Euro im Monat für 100 Mbit/s
- Anschlusspreis von 49,95 Euro
congstar Zuhause flex
congstar ist den meisten wohl eher als Anbieter von Handytarifen bekannt, hat aber auch schon immer auch schon Tarife für zu Hause angeboten. Diese wurden im Lauf der Jahre stets weiterentwickelt und bieten mittlerweile nicht nur DSL, sondern auch Glasfaser an. Der Flex-Tarif ist dabei eine enorm gute Wahl für viele. Der Preis ist fair, wenn auch nicht der günstigste, und es gibt keine Anschlussgebühr. Momentan zahlt ihr dank einer Aktion nicht einmal Miete für den Router, solltet ihr einen benötigen. Auch hier gilt eine Kündigungsfrist von 14 Tagen.
- Bis zu 1000 Mbit/s
- Kein Telefonanschluss
- 38 Euro im Monat für 100 Mbit/s
- Kein Anschlusspreis
Fazit: Welcher Flex-Tarif lohnt sich am meisten?
Darüber lässt sich natürlich kein generelles Urteil fällen, da die Umstände dabei immer eine Rolle spielen. Wenn ihr in einem Gebiet lebt, in dem Glasfaser verlegt ist und ihr mit größeren Datenmengen zu tun habt, dann ist einer der Anbieter mit höherer Bandbreite für euch die bessere Option. Auch die Frage, ob ihr einen Festnetzanschluss braucht, spielt eine Rolle.
Zieht man all dies in Betracht, und ignoriert die zeitlich begrenzten Rabattaktionen, dann hat congstar aus meiner Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Hier könnt ihr zwischen unterschiedlichen, guten Geschwindigkeiten wählen, habt eine sehr kurze Kündigungsfrist und einen einwandfreien Preis ohne zusätzliche Kosten. Zudem nutzt congstar das Telekom-Netz, das Beste im Bereich Netzabdeckung und Qualität.
Wenn ihr für kurze Zeit einen Internetanschluss braucht, oder einfach gerne flexibel bleiben möchtet, dann solltet ihr den Flex-Tarif von congstar ganz oben auf eure Liste setzen, denn er kann in fast allen Bereichen gegen seine Konkurrenten bestehen.
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