Der deutsche Online-Händler Mindfactory ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Darüber informiert das Unternehmen seine Kundschaft aktuell per E-Mail.
Der Hardwarehändler kann nach eigenen Angaben nicht ausschließen, dass Angreifer Anschriften, Mailadressen und Telefonnummern einsehen konnten. Das Gleiche gilt für Passwörter, die aber immerhin in verschlüsselter Form abliegen.
49:36
Darum lieben plötzlich wieder alle WoW! | mit Naguura und und Leon von Bonjwa
Alle Passwörter zurückgesetzt
Nach Angaben von Mindfactory sind Kunden und Landesdatenschutzbehörde informiert, zudem gibt es eine Strafanzeige gegen Unbekannt. Geschäftsführer Marcel Kirchner zufolge wird der Vorfall forensisch untersucht. Eine Erpressung gebe es nicht; die ausgenutzte Schwachstelle wurde inzwischen beseitigt.
- Bank- und Kreditkartendaten sollen laut Unternehmen nicht betroffen sein, weil sie nicht im Shopsystem, sondern bei den Zahlungsdienstleistern liegen.
- Zugleich wurden alle Kundenpasswörter zurückgesetzt – wer sich im Shop einloggen will, muss ein neues vergeben. Hinweise auf betroffene Klartext-Passwörter gibt es laut Mindfactory bisher aber nicht.
Aus-/Einklappen
Der Schutz deiner persönlichen Daten und das Vertrauen, das du uns entgegenbringst, haben für uns höchste Priorität. Deshalb möchten wir dich heute transparent über einen Sicherheitsvorfall informieren.
Was ist passiert?
Wir haben festgestellt, dass es zu einem Hackerangriff auf unsere Systeme gekommen ist. Nach aktuellem Kenntnisstand können wir nicht ausschließen, dass die Angreifer Zugriff auf bestimmte personenbezogene Daten hatten. Dazu können insbesondere deine Adressdaten, E-Mail-Adresse und Telefonnummer sowie verschlüsselt gespeicherte Passwörter gehören.
Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise darauf, dass Passwörter im Klartext betroffen sind. Ein Zugriff auf Bank- oder Kreditkartendaten kann ausgeschlossen werden, da diese nicht in unserem Shopsystem, sondern von den Zahlungsdienstleistern gespeichert werden. Die Untersuchungen zum Vorfall dauern an.
Welche Maßnahmen haben wir ergriffen?
Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und haben umgehend geeignete Maßnahmen eingeleitet, um die Sicherheit unserer Systeme zu gewährleisten, mögliche Risiken einzudämmen und die Hintergründe des Angriffs aufzuklären.
Darüber hinaus haben wir den Vorfall der zuständigen Landesdatenschutzbehörde gemeldet und Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Sicherheit unserer Systeme weiter zu stärken und einen solchen Vorfall künftig bestmöglich zu verhindern.
Was bedeutet das für dich?
Bitte sei vorsichtig bei unerwarteten E-Mails, SMS oder Anrufen, in denen persönliche Informationen abgefragt werden oder du zum Öffnen von Links oder Anhängen aufgefordert wirst. Da Kontaktdaten möglicherweise betroffen sind, können wir nicht ausschließen, dass diese für gezielte Betrugsversuche genutzt werden.
Dein bisheriges Passwort für unseren Shop wurde vorsorglich aus Sicherheitsgründen serverseitig zurückgesetzt. Damit du deinen Kundenaccount weiterhin nutzen kannst, bitten wir dich, ein neues, sicheres Passwort festzulegen.
Laut heise online richtet sich die Mitteilung an Kunden mit Bestellungen nach dem Juli 2025. Zur Einordnung: In diesem Monat erfolgte die Übernahme von Mindfactory durch die heise group – und damit zur selben Gruppe wie das Portal heise online.
Was ihr jetzt tun solltet
Das neue Passwort, das ihr wählt, sollte sich wie immer von allen anderen in euren Systemen unterscheiden. Habt ihr das alte Mindfactory-Passwort auch bei anderen Diensten verwendet, tauscht es dort sicherheitshalber ebenfalls aus.
Hinzu solltet ihr in nächster Zeit bei unerwarteten Mails, Kurznachrichten oder Anrufen wachsam bleiben – vor allem, wenn ihr die ihr nicht erwartet habt. Das rät Mindfactory selbst, weil potenziell gekaperte Kontaktdaten für gezielte Betrugsversuche missbraucht werden könnten.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.