Was lange währt, wird endlich gut – so lautet das Sprichwort. Knapp zwei Jahre nach der Einführung des Deutschlandtickets bekommt die App »DB Navigator« ein Update, das zwei lange geforderte Filter zum 49-Euro-Ticket freischaltet (via Golem).
Nutzer des Deutschlandtickets können nun endlich von speziellen Preis- und Verbindungsfiltern profitieren, die die Reiseplanung deutlich vereinfachen.
- Der neue Verbindungsfilter, auch »Nur D-Ticket-Verbindungen« genannt, ermöglicht es den Nutzern, ausschließlich Verbindungen angezeigt zu bekommen, die mit dem Deutschlandticket genutzt werden können.
- Der zweite Filter ist ein Preisfilter mit der Bezeichnung »Alle Reisenden besitzen ein Deutschlandticket«. Wenn dieser Filter aktiviert wird, berücksichtigt die App automatisch, dass der Nutzer bereits ein Deutschlandticket besitzt. Bei der Ticketbuchung wird dann der Nahverkehrsanteil am Anfang und Ende einer Reise nicht mehr berechnet.
Der Verbindungsfilter findet sich indes in der DB-App im Buchungsfenster unter »Reisende« und kann dort per Schieberegler aktiviert werden.
Dadurch entfällt das mühsame Ausfiltern von Verbindungen, die zusätzliche Kosten verursachen würden, wie beispielsweise Fernverkehrszüge (ICE, IC) oder nicht teilnehmende Verkehrsmittel.
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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und verschiedene Fahrgastverbände wie Pro Bahn hatten die Deutsche Bahn bereits seit September 2023 für die fehlende Integration des Deutschlandtickets in ihren digitalen Buchungssystemen kritisiert.
Das Problem lag darin, dass Nutzer des Deutschlandtickets bei Reisen, die teilweise mit dem Regionalverkehr und teilweise mit dem Fernverkehr zurückgelegt werden konnten, oft zu viel bezahlten.
- Ein typisches Beispiel war eine Reise von Bonn nach Berlin: Die Strecke Bonn-Köln könnte mit dem Regionalverkehr (abgedeckt durch das Deutschlandticket) zurückgelegt werden, während ab Köln ein ICE genommen werden müsste (nicht im Deutschlandticket enthalten).
Bisher konnten Nutzer nicht hinterlegen, dass sie bereits ein Deutschlandticket besitzen, und mussten daher entweder den vollen Preis zahlen oder manuell nur die Fernverkehrsstrecke heraussuchen und buchen.
Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der NRW-Verbraucherzentrale, bemängelte gegenüber der Rheinischen Post: »Das kann dazu führen, dass Kunden zu viel Geld zahlen«.
Die Deutsche Bahn verteidigte sich zunächst mit dem Argument, dass es für Kunden »seit jeher gelebte Praxis« sei, für die Buchung von Fernverkehrsfahrten Zeitkarten des Nahverkehrs zu berücksichtigen.
Bereits 2023 versprach die Bahn jedoch, die geforderte Option einzubauen, ohne damals einen konkreten Zeitplan zu nennen – der mit fast zweijähriger Wartezeit jetzt vollendet ist.
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