Der Vorfall ereignete sich am Himmel über Saskatchewan, einer Provinz im Zentrum Kanadas. Die Malerin Heather Cline machte gerade Landschaftsaufnahmen vom Beifahrersitz einer Cessna Skyhawk, die von ihrem Mann David Stanchuk geflogen wurde.
Als das Flugzeug in rund 1.100 Metern Höhe mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde über einen Windpark flog, näherte sich die Künstlerin dem Fenster, um ein Foto zu machen. Genau in diesem Moment riss ein heftiger Luftzug ihr brandneues iPhone 17 Pro plötzlich aus seiner Schutzhülle mit Klappe und schleuderte es aus dem Cockpit, so CBC.
Das Telefon begann sofort einen schwindelerregenden Sturz von 1.100 Metern in Richtung Boden. Das Gerät stellte eine bedeutende finanzielle Investition für die Künstlerin dar, die es erst im Vormonat gekauft hatte, um ein altes Telefon und eine defekte Kamera zu ersetzen, mit denen sie visuelle Referenzen für ihre Gemälde sammelte.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Jeuxvideo und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
Für das noch in der Luft befindliche Paar schienen die Chancen, das Smartphone jemals wieder in einem Stück zu sehen, gleich null zu sein. In Panik aktivierte Heather Cline dennoch die »Wo ist?«-App von Apple über ihre Apple Watch, während ihr Mann das Gebiet mehrmals überflog, um die empfangenen GPS-Koordinaten einzugrenzen.
Das Wunder im Rapsfeld
Nach der Landung stiegen die beiden Eheleute in ihren Truck, um fast 100 Kilometer östlich von Regina, in der Nähe von Wolseley, zurückzulegen. Während sie vorsichtig die Reihen eines Rapsfeldes nach Plastik- oder Metallteilen absuchten, stieß das Paar schließlich auf das Smartphone.
Es lag mit dem Bildschirm nach oben einfach an einigen Rapsstängeln gelehnt.
Gegen jede Erwartung wies der Touchscreen keine größeren Risse auf. Das iPhone 17 Pro ließ sich beim ersten Versuch einschalten und zeigte sogar noch die Navigations-App mit dem ursprünglichen Flugplan an.
Heather Cline konnte ihren Unglauben über diesen Fund nicht verbergen:
»Ich dachte, es wäre tief in der Erde vergraben und völlig zerstört. Ich sah das Telefon buchstäblich an, wie es dort lag, den Bildschirm nach oben, direkt an ein paar Rapsstängel gelehnt. Es ist unversehrt.«
Die dichte Vegetation in Kombination mit der weichen Erde könnte wie eine echte Dämpfungsmatratze gewirkt und den größten Teil des Aufpralls gedämpft haben.
Die Physik hinter einem wundersamen Sturz
Dieses spektakuläre Szenario lässt sich auch durch einfache physikalische Gesetze erklären. Wenn ein flaches, rechteckiges Objekt wie ein Telefon ins Leere stürzt, wirkt der Luftwiderstand seiner Beschleunigung entgegen und beeinflusst dabei seine Flugbahn.
Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt der Luftwiderstand, bis sich schließlich ein Gleichgewicht zwischen der Gewichtskraft und dem Luftwiderstand einstellt. Ab diesem Punkt beschleunigt das Objekt nicht mehr weiter und erreicht seine sogenannte Endgeschwindigkeit.
In dem Fall scheint diese nicht schnell genug gewesen zu sein, um das iPhone 17 Pro zu zerstören.
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