500 Euro mit Eigenbau-Speicher gespart: Modder zeigt, was mit passender Ausrüstung und genug Erfahrung möglich ist

Ein russischer Enthusiast montiert seinen eigenen DDR5-Speicher zusammen und spart dadurch einige hundert Euro.

Arbeitsspeicher wird zu teuer? Dann bau ich ihn mir eben selbst zusammen, meint ein russischer Modder. (© VIK-on via Videocardz) Arbeitsspeicher wird zu teuer? Dann bau' ich ihn mir eben selbst zusammen, meint ein russischer Modder. (© VIK-on via Videocardz)

Die Speicherkrise hat schon längst zahlreiche Zweige von Unternehmen bis Hobbybastler erfasst. Mancherorts sehen sich solche zu unorthodoxen Lösungen gezwungen. Der Modder VIK-on aus Russland hat die Notwendigkeit zur Tugend gemacht und zeigt, dass sich unter den richtigen Bedingungen DDR5-RAM auch im eigenen Bastelkeller zusammenlöten lässt.

DIY-RAM: 187 statt 688 Euro

Die »Montageanleitung« lässt sich auf wenige Punkte herunterbrechen: zwei Laptop-Speichersticks, ein preisgünstiges PCB aus China, etwas Know-how beim Präzisionslöten – und fertig ist ein funktionstüchtiges 32-GB-Modul, das mit vollständiger XMP-Unterstützung bei 6.400 MT/s läuft.

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Die Kosten? Umgerechnet rund 187 Euro. Zum Vergleich: Ein gleichwertiges 32-GByte-DDR5-Modul kostet im deutschen Fachhandel derzeit mindestens 400 Euro – in manchen Fällen sogar deutlich mehr:

  • Für die RAM-Geschwindigkeit von 6.400 MT/s nutzte VIK-on etwa eine ADATA-Firmware, die vom »AX5U6400C3232G-DCLARWH«-Arbeitsspeicher stammt, die den Angaben des Modders zufolge für aktuell rund 688 Euro über die Ladentheke wandert.
  • Wie VIK-on gegenüber Videocardz erklärt, befindet sich der selbstgebastelte RAM-Riegel aktuell noch in der Testphase. Bisher liefen sämtliche ausprobierte Spiele laut dem Modder stabil; in den nächsten Wochen soll das passende Erklärvideo zur Bastelaktion hochgeladen werden.

Vorerst wird dieser Weg nur für spezialisierte Modder rentabel bleiben, sodass der »Eigenbau-RAM« für uns eher nicht rentabel bleibt. Die Ersparnis erkauft man sich nämlich mit monatelanger Lernkurve, einem dicken Risiko an Fehlschlägen und spezialisierter Ausrüstung, die natürlich ebenfalls Geld kostet.

Die von VIK-on genutzte »BGA-Rework-Station« etwa ist bereits mehrere hundert Euro in der Anschaffung teuer und erfordert spezielles Zubehör, das mit weiteren Kosten zu Buche schlägt. Eine kreative Lösung ist der DIY-RAM aber allemal.

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