»Interne Dokumente« zur Speicherkrise: Chip-Hersteller analysiert Zeitraum, wann es wieder günstiger wird – und der tut weh

Interne Analysen des südkoreanischen Chip-Herstellers SK Hynix zeigen ein düsteres Bild für Kaufinteressierte: Die klassische DRAM-Produktion kann die Nachfrage bis 2028 nicht decken.

SK Hynix gehört zu den weltweit führenden DRAM-Herstellern. Interne Analysen des Unternehmens prognostizieren weiterhin Speicherengpässe bis 2028. SK Hynix gehört zu den weltweit führenden DRAM-Herstellern. Interne Analysen des Unternehmens prognostizieren weiterhin Speicherengpässe bis 2028.

Neuer Tag, neue Hiobsbotschaft rund um die anhaltende Speicherkrise, die insbesondere zu einer Preisexplosion beim Arbeitsspeicher geführt hat.

Wie lange wir uns an die gestiegenen Kosten gewöhnen müssen, ist noch völlig unklar – ein mutmaßliches Dokument des Chip-Herstellers SK Hynix gibt uns zumindest einen Einblick, wie lange die Unternehmen selbst mit der Situation rechnen.

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Nicht die einzigen Warnungen aus der Branche

Die Informationen stammen vom südkoreanischen YouTuber »BullsLab«, der angeblich Zugang zu internen Dokumenten von SK Hynix erhalten hat und diese auszugsweise auf der X-Plattform veröffentlicht.

Darin prognostiziert der führende DRAM-Hersteller, dass die klassische Arbeitsspeicher-Produktion die Nachfrage bis ins Jahr 2028 nicht decken kann.

  • Die internen Dokumente von SK Hynix offenbaren ein kritisches Problem: Die Lagerbestände der Lieferanten sinken kontinuierlich ab. Gleichzeitig ist das Wachstum der DRAM-Produktionskapazität durch die Umstellung auf neue Fertigungstechnologien massiv gebremst.
  • Zwar werden neue DRAM-Fabriken ab 2028 schrittweise in den normalen Betrieb übergehen und dort zusätzliche Kapazitäten bereitstellen – doch bis dahin werden die Engpässe weiter bestehen.
  • Die technologische Umrüstung in bestehenden Fabriken bindet derzeit Ressourcen, die nicht für die Steigerung der klassischen DRAM-Produktion zur Verfügung stehen.
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SK Hynix reiht sich damit flugs in eine Reihe an weiteren Aussagen und Aktionen ein, die seitens der Industrie in den vergangenen Monaten zur Krise getätigt wurden.

Während Samsung immerhin verspricht, sich nicht aus dem SSD-Geschäft zurückziehen zu wollen, hat Micron die Crucial-Marke beerdigt:

Die Konsequenzen dieser SK Hynix-Analyse sind für uns als Verbraucher logischerweise wenig erfreulich. Solange DRAM knapp bleibt, dürften auch die Preise auf erhöhtem Niveau verbleiben. Sinkende RAM-Preise sind hingegen erst zu erwarten, wenn der Markt wieder im Überfluss mit Speicher versorgt wird – und laut SK Hynix dürfte das eben frühestens 2028 der Fall sein.

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