Manchmal kommt das eine einfach perfekt zum anderen. Wie wenn man seinen Partner fürs Leben kennenlernt. Oder wenn dieser später auch noch »Ja!« zu einem sagt. So kam bei mir diesen Sommer auch das eine zum anderen. Während unserer Hochzeitsplanungen kam jedoch eine weitere, unerwartete Sache auf mich zu, die sich wenig später als echte Hilfe für uns herausstellte, als Rettung in der Not und obendrein als großer Spaßbringer: ein Drucker?!
Ich durfte den ersten UV-Drucker für den Heimgebrauch weltweit ausprobieren und wenn ihr keinen Plan habt, was ein UV-Drucker überhaupt ist, dann geht’s euch genau wie mir vor einigen Wochen. Das ist mein Fazit zum eufyMake E1.
Was ist ein UV-Drucker eigentlich und wofür werden sie eingesetzt?
Ein UV-Drucker nutzt besondere UV-Tinte, die direkt beim Auftragen durch ultraviolettes Licht gehärtet wird. Dadurch trocknet das Motiv extrem schnell und haftet dauerhaft auf nahezu jedem Untergrund. Im Gegensatz zu herkömmlichen Druckern für Papier ermöglichen UV-Drucker das direkte Bedrucken verschiedenster Objekte und Materialien.
Normalerweise kommen solche UV-Drucker in der Werbetechnik und in professionellen Druckereien zum Einsatz. Außerdem sind sie riesig und kosten ein Vermögen. Auch wenn der UV-Drucker, um den es hier gehen soll, praktisch dieselben Eigenschaften mitbringt, passt er aber auf jeden Schreibtisch und kostet um Welten weniger – auch wenn er auf den ersten Blick nicht unbedingt günstig ist.
Was macht den eufyMake E1 so besonders?
Der eufyMake E1 bringt Möglichkeiten ins eigene Büro, die vorher undenkbar waren. Er druckt in fünf Farben und mit einer Auflösung von 1440 DPI. Grafiken und Bilder werden wirklich gestochen scharf. Diese Druckauflösung schlägt so ziemlich alle haushaltsüblichen Drucker.
Das integrierte Reinigungssystem, das sich automatisch um die Wartung des Druckkopfes kümmert, nimmt einem viel Last von den Schultern. Der Druckkopf eines UV-Druckers muss nämlich gespült und befeuchtet werden und genau das erledigt der E1 von allein. Genau deshalb darf man dem E1 auch nicht einfach den Stecker ziehen.
Der E1 ist außerdem zwar kein 3D‑, aber dennoch mehr als ein 2D-Drucker, denn er kann seine Tinte in mehreren Schichten bis zu 5mm dick auftragen und damit Texturen und Reliefs erzeugen.
Was kann man mit dem eufyMake E1 alles bedrucken?
Über 300 verschiedene Materialien wie Holz, Acryl, Metall, Glas, Leder, Keramik und Stoff direkt bedrucken. Kurz gesagt: alles eigentlich.
Passt ein Gegenstand nicht direkt in den Drucker, kann man auch sogenannte DTF-Folie bedrucken und daraus hochwertige Aufkleber herstellen.
Dieser Drucker hat unsere Hochzeit nicht nur schöner gemacht
Der E1 hat uns nicht nur in geplanter Weise, sondern uns in der heißen Phase vor dem großen Tag auch noch mehrfach aus der Patsche geholfen. Zuerst aber zu den planmäßigen Drucken, die wir uns für unsere Hochzeit vorgenommen haben:
- Leinwände als Getränkekarten an der Bar
- Ein Schriftzug für einen dekorativen Spiegel
- Keramikuntersetzer als Platzkarten
Mir war ein einheitlicher Look für unsere Feier wichtig. Nachdem wir also zusammen mit einer Freundin unsere Einladungen gestaltet hatten, standen für alles Weitere die Farben, Schriftarten und Grafiken fest. Während wir die dann folgenden Getränke- und Menükarten bei einer Online-Druckerei bestellten, wollte ich für die Bar etwas mit meinem neuen Spielzeug bedrucken.
Leinwand mit dem eufyMake E1 bedrucken:
Zum Vertrautmachen mit dem neuartigen Drucker war es das perfekte erste Projekt mit dem eufyMake E1. Das Layout war schnell entworfen und beide Leinwände wurden richtig schön:
Beflügelt von diesem ersten Erfolgserlebnis kamen wir auf die nächste Idee. Für den Sektempfang wollte meine Frau den dekorativen Spiegel aus dem Bild oben bemalen. Die Beschriftung aber sollte der UV-Drucker übernehmen. Mit knapp 50 auf 100 Zentimeter passte der alte Spiegel natürlich nicht in den eufyMake E1, also habe ich mich für den Druck auf sogenannten DTF‑Film entschieden. Das stellte sich als eine weitaus größere Herausforderung und Geduldsprobe heraus.
Was ist DTF-Film?
DTF steht für „Direct-to-Film“. Beim eufyMake E1 bezeichnet UV-DTF-Film ein spezielles zweiteiliges Trägermaterial, bestehend aus dem „A-“ und „B-Film“, mit dem Motive nicht direkt auf das Objekt, sondern zuerst auf Folie gedruckt werden.
- Film A (Klebefolie): Liegt auf dem Druckbett und wird mit der UV-Tinte samt weißer Grundierung und Schutzlack bedruckt.
- Film B (Transferfolie): Wird nach dem Drucken mit einem zusätzlichen Laminiergerät aufkaschiert. Sie sorgt dafür, dass das gedruckte Motiv als Sticker abgezogen und auf das Wunschobjekt übertragen werden kann.
Wofür wird er genutzt?
Der UV-DTF-Film kommt immer dann zum Einsatz, wenn Objekte wie unser dekorativer Spiegel aufgrund ihrer Größe, Krümmung oder Form nicht direkt in den Flachbett-Druckbereich des eufyMake E1 passen. Die erzeugten Sticker sind extrem haftfähig, kratzfest und wasserabweisend.
Eigentlich sollte alles ganz leicht gehen. Folie A in den Drucker, den Schriftzug drucken, den Aufkleber mit Folie B laminieren und den Spiegel damit bekleben. Eigentlich.
Der Schriftzug dauerte aufgrund seiner Größe und mehrerer Schichten knapp eine Stunde im Drucker und es folgte gleich doppelte Ernüchterung. Erstens hatte ich die Schutzfolie auf dem Blatt mit dem A-Film übersehen und meine Zeit somit verschwendet und zweitens war die Schrift zwar fühlbar, aber durchschichtig, obwohl sie weiß sein sollte.
Warum druckt der eufyMake E1 kein Weiß?
Oben habe ich ja bereits kurz beschrieben, dass sich der Druckkopf des E1 selbstständig reinigt, weil die UV-Tinte sonst eintrocknen und die Düsen verstopfen kann. Eine Google-Suche später wusste ich dann auch, dass die Farbe Weiß ganz besonders anfällig fürs Eintrocknen war. Also habe ich eine Selbstreinigung des Druckers gestartet und danach den Schriftzug erneut gedruckt – dieses Mal ohne Schutzfolie, aber nach einer weiteren Stunde wieder Ernüchterung: keine Spur von der weißen Schrift.
Erst ein hilfreicher Post auf Reddit brachte mich auf die Lösung: Man sollte ein weißes Quadrat 1,5mm dick drucken und die weiße Tinte damit sozusagen durch großen Durchfluss wieder gängig machen. Und siehe da:
Aller guten Dinge sollten also drei sein und im dritten Anlauf fand dann auch endlich unser Schriftzug als gut leserlicher Aufkleber den Weg auf den bemalten Spiegel. Jetzt fühlte ich mich mit dem E1 und der eufyMake-Studio-Software so richtig vertraut und ich habe mit einer echten Serienfertigung weitergemacht – genau wofür der E1 auch geschaffen wurde.
Das Problem „eufyMake E1 druckt kein Weiß“ wurde gelöst!
Der Hersteller hat mittlerweile eine viel bessere Lösung für die empfindliche weiße Tinte in die Software integriert. Neben der Selbstreinigung gibt es jetzt ein weiteres Wartungsprogramm gezielt nur für weiße Tinte. Das finde ich sehr lobenswert.
Keramikuntersetzer mit dem eufyMake E1 bedrucken:
Beim Drucker lagen für mich zum Ausprobieren kleine Keramikuntersetzer bei und die boten sich einfach perfekt als Platzkärtchen für alle unsere Gäste an. Nur brauchten wir davon nicht zwei, drei oder zehn Stück, sondern knapp 80, und genau dafür war die Software vom eufyMake E1 eine gigantische Hilfe.
Auf das große Druckbett des E1 passten immer 15 solcher Keramikscheiben und nachdem ich die aufgelegt hatte, nutzte ich den Snapshot in der eufyMake-Studio-Software.
Zuerst messen dabei zwei Laser, wie hoch die eingelegten Objekte sind, und dann nimmt eine Kamera auf, wo genau sie auf dem Druckbett liegen. Im Anschluss konnte ich also 15 Vorlagen in Sekundenschnelle und fast von allein auf dem Snapshot verteilen und den Druck starten. Die 80 Untersetzer liefen wie am Schnürchen und sie kamen bei unseren Gästen richtig gut an – fast alle nahmen sie als Erinnerung mit nach Hause.
Erinnern werde ich mich aber auch noch an lange Nächte kurz vor der Hochzeit, denn wir hatten natürlich nicht an alles Gedacht.
Warum der eufyMake E1 ein echter Problemlöser war
Langsam, aber sicher nahm alles Gestalt an. Wir hatten das Glück, an einem wunderschönen Ort feiern und uns trauen zu können, aber das brachte auch Probleme mit sich. In diesem Garten gibt es sonst keine Gastronomie und dort stehen normalerweise auch keine Tische.
Tische, die zum Bedienen eigentlich auch eine Tischnummer nötig hatten.
Ganz abgesehen davon, dass eine weitere Bestellung in der Online-Druckerei zu lange gebraucht hätte, wär die mir auch viel zu teuer geworden. Ich kam auf die Idee, die Rückseiten unserer Getränkekarten nachträglich mit den Tischnummern zu bedrucken, und das erste Problem war somit schnell gelöst.
Jetzt hatten unsere Tische also Nummern und unsere Gäste ein Platzkärtchen in Form der Keramikuntersetzer. Doch es fehlte immer noch etwas und das ist uns erst einen Tag vor der Feier aufgefallen. Stand jetzt hätten alle Gäste von zwölf Tischen und knapp 80 Plätzen ihren eigenen suchen müssen, weil wir noch keinen Sitzplan hatten.
Tischkarten für eine Übersicht zu erstellen und zu drucken, stellte mich nach all den Stunden mit dem UV-Drucker vor keine große Herausforderung mehr. Am Endergebnis unserer zwölf Tischkarten für den Sitzplan stellte ich dann final etwas fest, was mich jetzt zu meinem Fazit zum eufyMake E1 bringt.
Mein Fazit zum ersten „Heimgebrauch“ UV-Drucker eufyMake E1
Anker, die Muttergesellschaft von eufy und dem eufyMake E1, hat es mit dem ersten UV-Drucker dieser Kategorie geschafft, kompromisslose Druckqualität zugänglich zu machen. Das weiß ich spätestens nach dem Druck der oben gezeigten Tischkarten, denn mit denen hatten wir den 1:1-Vergleich zwischen einer Profi-Druckerei mit mehr als 150 Millionen Euro Jahresumsatz und einem UV-Drucker für den Heimgebrauch. Der E1 hält da mit!
Er entlockte mir in all der Zeit einen richtigen Kreativitätsschub. Viele der oben genannten Sachen hatten wir eigentlich nie auf dem Zettel – solche Möglichkeiten sahen wir vor dem E1 für unsere Hochzeit gar nicht. Namensschildchen kann man auch per Hand auf Papier schreiben, genau wie einen Sitzplan und die anderen Sachen. Aber am Ende hat das alles einfach so viel hergemacht und für die „Designsprache“ unserer Hochzeitsfeier bekamen wir richtig viel Zuspruch. Seit unserer Hochzeit denke ich nicht nur viel häufiger darüber nach, was ich als Nächstes bedrucken könnte (gerade entwerfe ich Labels für unsere neue Gewürzschublade), sondern ich bekam sogar bereits mehrfach Anfragen, ob ich etwas für andere bedrucken würde.
Das bringt mich auch schon zum letzten Teil meines Fazits, denn gut ist der eufyMake E1 – verdammt gut sogar – aber mindestens 2.400 Euro sind auch eine Stange Geld. Also, für wen ist dieser Drucker eigentlich gedacht?
Der eufyMake E1 wird zu Recht nicht für die rein private Nutzung vermarktet. Er wurde für selbstständige Kreative entworfen. Deshalb finden sich auch auf der Seite von eufyMake diverse Rechenbeispiele, welche Gewinne man beim Verkauf bedruckter Tassen, Handyhüllen & Co. erwirtschaften könnte. Im übertragenen Sinn war mein eigenes Praxisbeispiel für den E1 also optimal. Als Dienstleister in der Hochzeits- und Partybranche kann ich mir den eufyMake E1 als überaus wertvolles Werkzeug jetzt bestens vorstellen.

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