»Fürchtest du den Tod?«
Davy Jones ist nicht erst seit Fluch der Karibik 2 berühmt. Die Legende des fliegenden Holländers ist schon Jahrhunderte alt. Die Legende vom verfluchten Schiff. Doch was steckt eigentlich hinter der Legende? Hier erfahrt ihr es.
Gleichzeitig will ich euch ein Klemmbaustein-Set vorstellen, das dieser Legende mal wirklich würdig ist: Fast 7.000 Teile, hochdetailliert und zu einem erstaunlich fairen Preis!
Hol dir hier die gigantische Flying Dutchman aus Klemmbausteinen!Die Legende vom Fliegenden Holländer und Davy Jones
Spätestens seit Fluch der Karibik sind Davy Jones und die Flying Dutchman eng miteinander verwoben. Tatsächlich aber sind das eigentlich zwei unterschiedliche Geschichten aus verschiedenen Seefahrer-Zeiten, die erst in der Moderne miteinander verwoben worden sind. Am prominentesten natürlich durch Fluch der Karibik.
Das erzählt die Legende der Flying Dutchman
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Die bekannteste Version der Geschichte spielt am Kap der Guten Hoffnung. Ein niederländischer Kapitän – später meist Hendrick oder Willem van der Decken genannt – gerät mit seinem Schiff in einen gewaltigen Sturm.
Seine Mannschaft möchte umkehren. Der Kapitän weigert sich jedoch und schwört, das Kap zu umrunden, selbst wenn er dafür bis zum Jüngsten Tag segeln müsse. Je nach Variante richtet er diesen Schwur sogar direkt gegen Gott oder den Teufel.
Genau dieser Ehrgeiz wird ihm zum Verhängnis: Kapitän, Mannschaft und Schiff werden verflucht. Von nun an muss der Flying Dutchman für alle Ewigkeit über die Meere fahren und darf keinen Hafen mehr erreichen.
Anderen Seeleuten erscheint das Geisterschiff meist bei Sturm oder schlechtem Wetter. Wer es sieht, soll dem Tod oder zumindest großem Unglück geweiht sein.
Die ältesten bekannten schriftlichen Fassungen tauchen allerdings erst Ende des 18. Jahrhunderts auf. 1790 erwähnt John MacDonald bereits einen „Flying Dutchman“. Die heute bekannte Geschichte vom Kapitän, der schwört, das Kap notfalls bis zum Jüngsten Tag umrunden zu wollen, wurde vor allem im frühen 19. Jahrhundert ausgestaltet.
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Einen historischen Flying Dutchman, der eindeutig als Ursprung der Geschichte identifiziert werden könnte, kennt man nicht. Niederländische Handelsschiffe waren während des Goldenen Zeitalters und der Zeit der Ostindien-Kompanie auf den Routen um das Kap der Guten Hoffnung allgegenwärtig. Gleichzeitig war die Passage extrem gefährlich. Stürme, Krankheiten, Schiffbruch und monatelange Reisen gehörten zur Realität.
Aus Geschichten über verschwundene Schiffe konnte daher leicht Seemannsgarn werden. Vor allem wegen dieser optischen Täuschung:
Und selbst Sichtungen eines Geisterschiffs haben eine mögliche natürliche Erklärung: Fata Morganas. Dabei brechen unterschiedlich warme Luftschichten das Licht so stark, dass weit entfernte Objekte verzerrt, gespiegelt oder scheinbar über dem Horizont schwebend erscheinen können. Ein Schiff kann dadurch tatsächlich so aussehen, als würde es geisterhaft über dem Wasser schweben. Diese optische Täuschung kann man je nach Wetter und Tagesstunde sogar sehr regelmäßig auf See beobachten.
Jetzt stellt euch vor, ihr steht Mitte des 18. Jahrhunderts auf dem Segelschiff, seid in einer Gemeinschaft, in der Aberglaube ohnehin weit verbreitet ist, und dann seht ihr das. Und jeder auf dem Schiff sieht dasselbe. Das müssen doch Geister sein!
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Davy Jones ist noch ein wenig komplizierter als die Legende des Holländers. Er war ursprünglich kein Kapitän des Flying Dutchman.
Für Seeleute des 18. Jahrhunderts war Davy Jones vielmehr eine Art Personifikation des Todes auf See – irgendwo zwischen Meeresdämon, Teufel und einer Prise schwarzem Humor. Die Seeleute damals fanden viele Wege, mit denn schwierigen und lebensgefährlichen Umständen auf See klarzukommen. Am Ende des Tages waren sie auch nur Menschen wie ihr und ich.
Daher stammt auch der Ausdruck Davy Jones’ Locker
. Der Spind von Davy Jones ist der Meeresgrund. Wenn ein Matrose „in Davy Jones’ Locker“ landet, ist er ertrunken und liegt auf dem Grund des Ozeans. Eine der frühesten bekannten schriftlichen Erwähnungen von Davy Jones stammt bereits aus dem Jahr 1726.
1751 wurde Davy Jones in Tobias Smolletts The Adventures of Peregrine Pickle sogar als monströser Meeresgeist beschrieben.
Woher der Name kommt, weiß bis heute niemand sicher. Theorien gibt es reichlich: Eine Verbindung zur biblischen Figur Jona, ein realer Seemann, ein Kneipenbesitzer, der Seeleute betrunken machte und verschleppte – nichts davon ist wirklich belegt.
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