»Ich hab ein brandheißes Computerspiel«: Was Chandler in Friends nicht vergönnt war, holt 2 Jahrzehnte später ein Fan für ihn nach

Eine Geschichte, die daran erinnert, wie Laptops früher einmal ausgesehen haben und dass Doom in Deutschland lange Zeit indiziert war.

Die Serienfigur Chandler Bing (Mitte) wurde von Schauspieler Matthew Perry gespielt, der im Jahr 2023 unter tragischen Umständen im Alter von 54 Jahren verstorben ist. (Bildquelle: Netflix) Die Serienfigur Chandler Bing (Mitte) wurde von Schauspieler Matthew Perry gespielt, der im Jahr 2023 unter tragischen Umständen im Alter von 54 Jahren verstorben ist. (Bildquelle: Netflix)

Gaming-Themen werden nicht erst seit The Big Bang Theory in weltbekannten Serien aufgegriffen.

So hatte Doom vor 30 Jahren einen äußerst kurzen Gastauftritt in der Sitcom Friends, wenn auch nur in Form einer namentlichen Erwähnung durch Chandler. Denn zum Spielen ist er in der Szene nicht gekommen.

Bei der Erstausstrahlung hierzulande im Jahr 1997 musste die damals bestehende Indizierung des Spiels berücksichtigt werden.

So wurde aus You guys want to play Doom? ein unkonkretes Ich hab ein brandheißes Computerspiel.

Wer die Serie nur auf Deutsch kennt, hätte daher nicht auf die Idee kommen können, die ein Fan vor einigen Jahren hatte.


Video starten 14:57 Wir spielen Doom und erklären, warum es damals indiziert wurde


Worum genau es geht

  • Die Erwähnung von Doom in der 8. Folge der 2. Staffel hat der besagte Friends-Fan 2019 zum Anlass genommen, sich den Laptop aus der Folge zu kaufen und darauf tatsächlich Doom zu spielen. Das berichtete er damals unter anderem bei Reddit.
  • Genau genommen hat er sich drei Varianten des Modells für insgesamt etwa 170 Dollar bei Ebay gekauft, einmal auch aus Deutschland. Mit den jeweils am besten (beziehungsweise überhaupt noch) funktionierenden Teilen baute er dann einen Laptop, der dem aus der Serie möglichst nahekommt.
  • Es handelt sich um einen Compaq Contura 4/25cx, der in der Serie der Figur Chandler Bings gehört. Er zeigt ihn zu Beginn der Folge stolz seinen Freunden und beschreibt die technischen Daten so:

2 Megabyte RAM, 500 Megabyte Festplatte, eingebaute Tabellenfunktion und ein Modem, das mit 28.000 Bits pro Sekunde Daten überträgt.

Tabellenfunktionen waren zwar damals nichts besonderes für ein Notebook, aber Chandler erwähnt sie auch vor dem Hintergrund des Titels und der Handlung der Folge.

Auf Deutsch heißt sie Die Liste des Grauens, genauer gesagt geht es um eine Pro- und Kontra-Liste. Beim Erstellen der Liste versucht Chandler kurz, seine Freunde Ross und Joey stattdessen zum Spielen von Doom zu bewegen, was sie aber wortlos ablehnen.

Wie der Serienfan auf der Webseite vinpaq.com angibt, besitzt sein Modell des Laptops dank einer Erweiterungskarte sogar 20 Megabyte RAM, gepaart mit einer Festplatte mit 650 Megabyte.

Wie viel Zeit seitdem vergangen ist, zeigt auch das folgende Foto des Laptops:

Heutzutage kommen schon Handy-Bildschirme dem 8,4-Zoll-Display des Compaq Contura 425 in Sachen Größe nahe. (Bildquelle: Vinpaq.com) Heutzutage kommen schon Handy-Bildschirme dem 8,4-Zoll-Display des Compaq Contura 4/25 in Sachen Größe nahe. (Bildquelle: Vinpaq.com)

But can it run Doom?

Der Laptop ist in der Version des Spielers in der Tat in der Lage dazu, Doom ausreichend flüssig darzustellen.

Das gibt der Serienfan zumindest auf Nachfrage mehrerer Kommentare bei Reddit an, wie das folgende Beispiel zeigt:

Wie läuft das Spiel jetzt auf dem Laptop? Flüssig oder kaum spielbar?

Etwas dazwischen. Nennen wir es "gerade spielbar".

Das ist durchaus beachtlich, da es sich bei der CPU um eine langsamere Version von Intels berühmten 486er für Laptops handelt, genauer gesagt um den 486SL. Der i486DX ist erstmals im Jahr 1989 auf den Markt gekommen.

Die Abkürzung SL steht für System Level und soll auf die erweiterten Funktionen zur Energieverwaltung hinweisen, die für den effizienten Einsatz in Notebooks auch damals schon sehr wichtig war, um eine möglichst hohe Akkulaufzeit zu gewährleisten.

Was wurde aus Compaq? Die Firma wurde im Jahr 2002 von HP übernommen. Zunächst kam ihr Name noch im Portfolio von HP vor. Mittlerweile spielt dieser Markenname aber praktisch keine Rolle mehr.

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