Wenn das Streaming ruckelt, geraten schnell der Tarif oder der Internetanbieter in Verdacht. Gerade in Mehrfamilienhäusern kann der Engpass aber im eigenen Funknetz liegen, denn dort teilen sich mehrere WLANs dieselben Frequenzen.
Beim Hersteller Fritz (früher AVM) steckt die Stellschraube im Menü unter »WLAN« und »Funkkanal«. Welchen Funkkanal der Router zum Senden nutzt, wählt die FritzBox ab Werk selbst – aber ihr könnt euch einen manuellen Weg wählen.
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Geteiltes Medium: Wie Nachbarnetze euer WLAN ausbremsen
WLAN ist ein geteiltes Übertragungsmedium, wie Fritz erklärt: Alle Netze in Reichweite teilen sich die Funkzeit auf einem Kanal.
Am Wochenende kann die Auslastung durch fremde Netze nach Angaben des Herstellers in einem Erklärvideo bis auf 90 Prozent steigen.
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Funkkanal-Automatik: Das empfiehlt Fritz selbst
Ab Werk beobachtet die Box laut Fritz regelmäßig, wie belegt die Funkumgebung ist und wie gut eure Geräte verbunden sind. Darauf stellt sie ihre Kanaleinstellungen selbst ein. Funken im 2,4-GHz-Band viele fremde Netze, senkt sie laut der Ereignismeldung vorübergehend die Kanalbreite von 40 auf 20 MHz. Das soll Störungen verringern und die Nutzdatenrate steigern – also die Menge tatsächlich übertragener Daten pro Sekunde.
- Zum Prüfen ruft ihr im Browser »fritz.box« auf, meldet euch an und öffnet »WLAN« und dann »Funkkanal«.
- Hat jemand die Automatik abgeschaltet, aktiviert ihr »Funkkanal-Einstellungen automatisch setzen (empfohlen)« und bestätigt mit »Übernehmen«.
- Dabei bricht das WLAN kurz ab, die Geräte verbinden sich danach von selbst wieder.
Auch ein manueller Weg steht zur Verfügung. Unter »Funkkanal-Einstellungen anpassen« wählt ihr den Kanal selbst. Beide Frequenzbänder haben dabei ihre Eigenheiten:
- Das 2,4-GHz-Band dringt besser durch Wände, ist dafür aber meist enger belegt.
- Auf 5 GHz dämpfen Wände das Signal deutlich stärker; im Gegenzug sind dort meist mehr Kanäle frei und höhere Datenraten möglich.
Neue Fritzbox verändert gleich zwei Sachen radikal, ist damit die erste ihrer Art
Falls diese Einstellung bei euch nicht hilft, hat Fritz weitere mögliche Ursachen im obigen Video aufgelistet. Diese reichen von Engpässen beim Internetanbieter über ein vom Router zu weit entferntes Gerät bis hin zu überforderten Endgeräten (etwa mit Dutzenden offenen Browser-Tabs).
In der Anleitung gegen langsames WLAN rät Fritz, die Maßnahmen nacheinander abzuarbeiten; die Automatik ist dort Teil von Schritt drei von sechs.
Wie voll es bei euch ist, zeigt die Kanalgrafik der Box: Sie stellt dar, wie stark fremde Netze den Funkkanal belegen. Wenn ihr dort dauerhaft hohe Werte sieht, kennt ihr euren Hauptverdächtigen.

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