Auf ein kleines Gadget will ich im Sommer nicht mehr verzichten – kostet nur 25 Euro

Es klingt vielleicht übertrieben, aber ich möchte keinen Sommer mehr ohne meinen Stichheiler verbringen. Er ist eine meiner wichtigsten Anschaffungen.

Keine langen Brettspielrunden im Sommer mehr ohne Bite Away: Der Stichheiler ist seit vier Jahren mein treuster Begleiter. Das Etui habe ich mir gesondert gekauft. Keine langen Brettspielrunden im Sommer mehr ohne Bite Away: Der Stichheiler ist seit vier Jahren mein treuster Begleiter. Das Etui habe ich mir gesondert gekauft.

Schon vor vier Jahren habe ich meinen ersten Stichheiler geschenkt bekommen: den original Bite Away. Ich hätte damals nicht gedacht, dass dieser zu einem meiner wichtigsten Gadgets für den Sommer werden würde.

Doch hier sitze ich nun am Schreibtisch, bei offenem Fenster, den Bite Away einsatzbereit direkt hinter meiner Tastatur liegend, und will mir nicht mehr ausmalen, was ich ohne ihn machen würde.

Früher haben mich Mückenstiche regelrecht zur Verzweiflung getrieben. Dieses Jucken! Darauf folgte kratzen, dann anschwellen, bis hin zu bluten. Unschön.

Selbst wenn mir die laue Sommernacht nicht bereits durch die surrend-quietschigen Blutsauger selbst madig gemacht wurde, hat mich spätestens der Juckreiz vom Schlafen abgehalten – oder auch davon, noch am Abend lange draußen zu sein, z. B. beim Grillen, und den Sommer zu genießen.

Ich kann ja auch schlecht wie eine Imkerin herumlaufen und permanent ein Moskitonetz tragen.

Ob Gartenarbeit, spazierengehen, ausgedehnte Brettspielrunden, im Plantschbecken sitzen und Xena gucken (ja, sowas mache ich), Bogenschießen oder auch einfach nur auf dem Sofa sitzen und spielen: Es ist nahezu unmöglich, bei warmen Temperaturen nie gestochen zu werden.

Seit ich aber einen Stichheiler habe, machen mir zumindest die Stiche nichts mehr aus.

Ich bin unhypebar – aber das Teil war eine Offenbarung

Via Thermo-Sense-Effekt soll dieser dafür sorgen, dass Insektenstiche nicht jucken. Eine kleine Keramikfläche an der Spitze des Geräts wird hierzu punktuell erhitzt, während sie an den Stich gedrückt wird.

Der Zeitraum des Erhitzens kann in zwei Intensitäten, über zwei separate Tasten erfolgen: Eine kürzere (drei Sekunden), für empfindlichere Haut und eine etwas längere (fünf Sekunden).

Wieder so ein gehypter Unsinn, dachte ich mir, als ich den Bite Away auspackte. Der Eindruck hielt exakt bis zu dem Moment, in dem ich tatsächlich einen fiesen Mückenstich bekam. Noch dazu an einer ungünstigen Stelle, meinem seitlichen Handgelenk.

Denn da kann ich wegen dieses Knochenhubbels außen nicht einmal richtig kratzen. Nicht, dass man das überhaupt machen sollte – dadurch wird es ja meistens nur schlimmer – aber mein erster Impuls bei so einem Stich ist es eben, dem unangenehmen Jucken auf diese Art nachzugeben.

Irgendwelche Cremes, kühlen oder sonst was damit anstellen, hat bei mir nie gut funktioniert.

Äußerst skeptisch setzte ich also die kleine Keramikfläche des Geräts auf den Stich und drückte ab. Zum Testen erst einmal nur für drei Sekunden. Ein kleiner Schreck wegen der doch unerwartet starken Hitze ließ mich kurz Luft durch die Zähne ziehen.

Reflexartig setzte ich das Teil wieder ab. Ich versuchte es nach ein paar Minuten noch einmal, in denen das Jucken mich noch einmal daran erinnerte, was ich hier eigentlich warum mache. Dieses Mal war ich aber auf den Reiz vorbereitet.

Selbst an empfindlichen Körperstellen macht mir der Stichheiler nichts aus. Man muss sich zugegebenermaßen aber erst dran gewöhnen. Gerade wie hier am unteren Bauch oder auch am Fußgelenk. Selbst an empfindlichen Körperstellen macht mir der Stichheiler nichts aus. Man muss sich zugegebenermaßen aber erst dran gewöhnen. Gerade wie hier am unteren Bauch oder auch am Fußgelenk.

Drücken. Piep. Drei Sekunden warten. Der Stick wurde erneut heiß. Ich spürte, wie vermutlich irgendwelche Hautsensoren mich alarmierten: Vorsicht, heiß! Ich ignorierte sie aber.

Eigentlich tat es auch überhaupt nicht weh. Bloß dieser Wärmereiz war zunächst ungewohnt.

Die Stelle blieb noch kurz ein wenig warm und dann ... nichts. Kein Jucken, keine Rötung. Als wäre ich nie gestochen worden. Regelrecht befriedigend und entspannend fühlt sich das an.

Stichheiler gibt es inzwischen von vielen Herstellern und in zahlreichen Varianten. Ob als USB-Stick verkleidet, als Anstecker fürs Handy oder als Schlüsselanhänger: Wer einen Stichheiler sucht, hat die Qual der Wahl.

Auch mein Bite Away bekam in der Zwischenzeit schon zwei Neuauflagen. Trotzdem bin ich beim Original geblieben, nachdem ich meinen ersten beim Umzug verloren habe. Wenn ich etwas gefunden habe, das gut ist, bleibe ich in der Regel nämlich auch dabei.

Und der klassische Bite Away kostet inzwischen sogar nur noch halb so viel, vielleicht weil der Hersteller neuere Varianten auf den Markt gebracht hat.

Es gibt zig andere wie Heat It, Sanitas, MyCarbon und Beurer, teils sogar günstiger. Aber ich bin vom Bite Away Classic so überzeugt, dass ich keine Erfahrungen mit anderen Stichheilern habe.

Für diejenigen, die noch keine Stichheiler kennen, mag es unter Umständen übertrieben klingen, aber ich meine es vollkommen ernst: Durch den Bite Away sind meine Sommer wesentlich besser geworden. Ich will nicht mehr ohne.

Seit vier Jahren habe ich nun schon einen Bite Away und möchte ihn nicht mehr missen. Der auf dem Foto ist übrigens der, der mir beim Umzug abhandengekommen ist. Seit vier Jahren habe ich nun schon einen Bite Away und möchte ihn nicht mehr missen. Der auf dem Foto ist übrigens der, der mir beim Umzug abhandengekommen ist.

Laut diverser Berichte gibt es jedes Jahr mehr Mücken. Hochwasser und klimatische Veränderungen begünstigen den Anstieg der Plagegeister.

Stichheiler halten die Blutsauger zwar nicht von ihrer Mahlzeit ab, aber wenn sie mich erwischen, bleibt zumindest der Juckreiz aus.

Was ich auch angenehm finde, ist, dass ich nicht mehr mit irgendwelchen stinkenden Citronella-Tinkturen herumhantieren muss. Drücken, Piep, Stich vergessen.

Manche Tests im Internet kritisieren, das Batteriefach vom Bite Away würde sich nicht gut öffnen lassen und dass der Seitenclip nicht stabil genug sei. Ich kann beides nicht wirklich bestätigen. Bei meinem privaten Gebrauch sehe ich keine Probleme dieser Art.

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Ich wurde trotz anfänglicher Skepsis komplett überzeugt. So sehr, dass ich den Bite Away sogar auf der Tech-Teamseite als eines meiner liebsten Geräte aufliste. Ich möchte den Stichheiler nicht mehr wegdenken.

Wer, so wie ich früher, stark unter juckenden Mückenstichen zu leiden hat, dem kann ich dieses kleine, günstige Gadget im Handtaschenformat deshalb nur wärmstens empfehlen, um den Sommer etwas anspannter leben zu können. Sonnenstiche heilt er allerdings nicht.

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