Game of Thrones-Autor George R.R. Martin schwört auf ein uraltes Betriebssystem zum Arbeiten [Best of GameStar]

Westeros-Schöpfer George Martin nutzt für seine Schreibarbeit einen uralten Rechner mit MS-DOS und Wordstar 4.0. Dank fehlendem Internetanschluss muss er sich so nie Sorgen vor Hackern und Viren machen.

George R.R. Martin verwendet MS-DOS und WordStar 4.0 zum Arbeiten. (Bildquelle: Wikimedia Commons) George R.R. Martin verwendet MS-DOS und WordStar 4.0 zum Arbeiten. (Bildquelle: Wikimedia Commons)

Game-of-Thrones-Schöpfer George R.R. Martin sieht sich selbst als altmodischen Zeitgenossen - und damit meint er nicht nur sein fortgeschrittenes Alter von mittlerweile über 78 Jahren. Der amerikanische Autor schreibt auch seine Buchreihe »Das Lied von Eis und Feuer« am liebsten wie in den 80er-Jahren.

Bei einem Auftritt in der Late-Night-Show »Conan« des US-Comedian Conan O'Brien erklärte Martin, dass er für seine schriftstellerische Arbeit ausschließlich einen uralten Heimcomputer mit dem 1981 erschienen Betriebssystem MS-DOS von Microsoft verwendet.

Video starten 2:40 Game of Thrones ist jetzt 15 Jahre alt und überrascht zur Feier mit brandneuen Szenen, die zuvor noch kein Fan gesehen hat

Schreiben wie in den 80ern

»Ich habe einen modernen Computer, mit dem ich im Internet surfe, auf dem meine E-Mails ankommen und mit dem ich meine Steuererklärung mache. Dann habe ich noch meinen Arbeits-Computer, einen DOS-Rechner, der nicht mit dem Internet verbunden ist. Erinnern Sie sich an DOS? Ich verwende WordStar 4.0 als Textverarbeitung.«

Als Grund dafür nannte Martin, dass dieses System, so wie es ist, genau das biete, was er zum Arbeiten brauche und sonst nichts. Eine automatische Rechtschreibkorrektur würde den Autor aufgrund der vielen fiktiven Fantasy-Namen bloß in den Wahnsinn treiben:

»Ich brauche keine Hilfe. Ich hasse diese modernen Systeme, bei denen man einen Kleinbuchstaben tippt und es wird ein Großbuchstabe. Ich will keinen Großbuchstaben. Wenn ich einen Großbuchstaben gewollt hätte, hätte ich einen Großbuchstaben eingegeben. Ich weiß, wie man die Umschalttaste bedient«.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Bester Schutz vor Viren und Hackern

Der uralte Arbeitsrechner hat aber noch einen entscheidenden weiteren Vorteil. Durch die fehlende Internetanbindung und das seit Jahrzehnten überholte Betriebssystem ist der Autor bestens vor Hackerangriffen und Viren geschützt. In den Weiten des Internets gebe es sicher einige Fans, die nichts unversucht lassen würden, um Entwürfe von Martin für die letzten beiden Game-of-Thrones-Bände zu lesen …

Mit der veralteten Hardware hat Martins zuletzt nur langsamer Schreibfortschritt an seiner Roman-Reihe indes wohl nichts zu tun. Der Autor hat bereits mehrfach zugegeben, dass es ihm schwerfalle, die vielen offenen Handlungsstränge wieder zu einem sinnvollen Ende zusammenzubringen. Zudem sei er recht perfektionistisch und lösche häufiger bereits fertiggestellte Entwürfe.

Auch abgesehen vom Arbeitsrechner hat es George R.R. Martin nicht so mit der modernen Technik. Der Autor bezeichnet sich selbst als Mensch des 20. Jahrhunderts und verweigert soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook konsequent. Auch eventuelle Nachfolger wolle er nicht nutzen.

Stattdessen führt der Autor seit Jahren einen persönlichen Webblog namens Not a Blog auf dem er regelmäßig über seine Arbeit und damit zusammenhängende Themen berichtet. Mehr News aus der Welt von Westeros findet ihr in der obigen Linkbox.


Kommentare(47)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.