Game-of-Thrones-Schöpfer George R.R. Martin sieht sich selbst als altmodischen Zeitgenossen - und damit meint er nicht nur sein fortgeschrittenes Alter von mittlerweile über 78 Jahren. Der amerikanische Autor schreibt auch seine Buchreihe »Das Lied von Eis und Feuer« am liebsten wie in den 80er-Jahren.
Bei einem Auftritt in der Late-Night-Show »Conan« des US-Comedian Conan O'Brien erklärte Martin, dass er für seine schriftstellerische Arbeit ausschließlich einen uralten Heimcomputer mit dem 1981 erschienen Betriebssystem MS-DOS von Microsoft verwendet.
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Schreiben wie in den 80ern
»Ich habe einen modernen Computer, mit dem ich im Internet surfe, auf dem meine E-Mails ankommen und mit dem ich meine Steuererklärung mache. Dann habe ich noch meinen Arbeits-Computer, einen DOS-Rechner, der nicht mit dem Internet verbunden ist. Erinnern Sie sich an DOS? Ich verwende WordStar 4.0 als Textverarbeitung.«
Als Grund dafür nannte Martin, dass dieses System, so wie es ist, genau das biete, was er zum Arbeiten brauche und sonst nichts. Eine automatische Rechtschreibkorrektur würde den Autor aufgrund der vielen fiktiven Fantasy-Namen bloß in den Wahnsinn treiben:
»Ich brauche keine Hilfe. Ich hasse diese modernen Systeme, bei denen man einen Kleinbuchstaben tippt und es wird ein Großbuchstabe. Ich will keinen Großbuchstaben. Wenn ich einen Großbuchstaben gewollt hätte, hätte ich einen Großbuchstaben eingegeben. Ich weiß, wie man die Umschalttaste bedient«.
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Bester Schutz vor Viren und Hackern
Der uralte Arbeitsrechner hat aber noch einen entscheidenden weiteren Vorteil. Durch die fehlende Internetanbindung und das seit Jahrzehnten überholte Betriebssystem ist der Autor bestens vor Hackerangriffen und Viren geschützt. In den Weiten des Internets gebe es sicher einige Fans, die nichts unversucht lassen würden, um Entwürfe von Martin für die letzten beiden Game-of-Thrones-Bände zu lesen …
Mit der veralteten Hardware hat Martins zuletzt nur langsamer Schreibfortschritt an seiner Roman-Reihe indes wohl nichts zu tun. Der Autor hat bereits mehrfach zugegeben, dass es ihm schwerfalle, die vielen offenen Handlungsstränge wieder zu einem sinnvollen Ende zusammenzubringen. Zudem sei er recht perfektionistisch und lösche häufiger bereits fertiggestellte Entwürfe.
Auch abgesehen vom Arbeitsrechner hat es George R.R. Martin nicht so mit der modernen Technik. Der Autor bezeichnet sich selbst als Mensch des 20. Jahrhunderts und verweigert soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook konsequent. Auch eventuelle Nachfolger wolle er nicht nutzen.
Stattdessen führt der Autor seit Jahren einen persönlichen Webblog namens Not a Blog
auf dem er regelmäßig über seine Arbeit und damit zusammenhängende Themen berichtet. Mehr News aus der Welt von Westeros findet ihr in der obigen Linkbox.
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