Fitbit Air offiziell vorgestellt: Googles 100-Euro-Tracker ohne Display greift das Whoop-Band an

Google hat seinen ersten Gesundheits- und Fitnesstracker ohne Bildschirm vorgestellt.

Mit dem Fitbit Air greift Google den Platzhirschen Whoop an. (Bildquelle: Google) Mit dem Fitbit Air greift Google den Platzhirschen Whoop an. (Bildquelle: Google)

Schluss mit der ständigen Reizüberflutung am Handgelenk: Google bläst zum Frontalangriff auf das Profi-Segment und hat nun offiziell das neue Fitbit Air vorgestellt.

Mit dem passiven Fitness-Tracker, der komplett ohne Bildschirm auskommt und für 99 US-Dollar auf den Markt kommt, verabschiedet sich Google vom klassischen Smartwatch-Konzept.

Stattdessen setzt das minimalistische Wearable auf die passive Aufzeichnung und die Verarbeitung der Daten durch den KI-gestützten Google Health Coach.

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Googles erstes passives Armband

Mit dem Fitbit Air beschreitet Google neue Wege. Anstatt möglichst viele Funktionen in das kleine Gehäuse zu packen, liegt der Fokus klar auf der Aufzeichnung von Gesundheitswerten.

Das Armband kommt gänzlich ohne Bildschirm oder Knöpfe aus und wiegt auch wegen der fehlenden Bauteile nur schlanke 12 Gramm. Laut Google soll eine Ladung für bis zu sieben Tage halten. Google empfiehlt aber, den Tracker »alle paar Tage aufzuladen«.

Der verbaute Arbeitsspeicher ist groß genug, um detaillierte Bewegungsdaten sieben Tage lang zu speichern. Die Tagesform wird sogar für die letzten 30 Tage gespeichert. Zusätzlich werden Herzfrequenzdaten alle zwei Sekunden gespeichert. Google gibt hier aber nicht an, für wie lange die Daten gespeichert werden.

Das Fitbit Air bietet mehrere Sensoren, die vor allem Gesundheitsdaten aufzeichnen:

  • Herzfrequenzmesser
  • 3-Achsen-Beschleunigungsmesser und Gyroskop
  • Rot- und Infrarotsensoren zur Überwachung der Sauerstoffsättigung (SpO2)
  • Temperatursensor (Schwankungen der Hauttemperatur in der Google Health App verfügbar)

Zusätzlich ist ein Vibrationsmotor verbaut. Der Tracker ist bis zu 50 Meter wasserbeständig.

Zum Start gibt es den neuen Tracker in vier Farben – Obsidian, Berry, Lavender und Fog – sowie das Armband in gleich drei Größen.

  • Textil und Polyurethan: 130 – 210 Millimeter Umfang
  • Silikon klein: 130 – 175 Millimeter Umfang
  • Silikon groß: 165 – 210 Millimeter Umfang.
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Ohne Google-Konto geht nichts

Um das Armband einrichten und nutzen zu können, sind ein Google-Konto und die Google Health-App erforderlich. Google gibt ein Smartphone mit Android 11.0 und Apple iOS 16.4 oder höher als Voraussetzung an.

Die Verarbeitung und Bereitstellung der Daten werden von Google Health mithilfe von KI übernommen. Hierbei unterscheidet Google zwischen einer kostenlosen Basis-Verarbeitung und dem kostenpflichtigen Google Health Premium-Abonnement.

Während die Basis-Version den Fokus auf Gesundheits-Tracking, die Schlafanalyse und Aktivitäten legt, bekommen Premium-Nutzer personalisierte Fitnesspläne, mehr Details und die Option, einem KI-Coach Fragen zu stellen.

Angriff auf den Platzhirschen Whoop

Whoop hat sich mit displaylosen Trackern einen Namen gemacht. Die Zielgruppe ist dabei eng definiert: Vor allem Spitzensportler, Biohacker und ambitionierte Hobbysportler setzen vermehrt auf die Armbänder der Firma.

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Neben einem besonderen Fokus auf die Regeneration ist Whoop auch für ein teures Abo-Modell bekannt. Für eine jährliche Gebühr von bis zu 360 US-Dollar erhalten Abonnenten tiefe Einblicke in die eigene Gesundheit.

Das Fitbit Air nimmt das Erfolgsrezept von Whoop (Minimalismus, kein Display, Fokus auf KI-gestützte Auswertungen), macht es aber mit einem einmaligen Kaufpreis von 99 US-Dollar und einem Jahrespreis für Google Health Premium von 99 US-Dollar tauglich für den Massenmarkt.

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