Google - Konzern droht Milliardenstrafe wegen Missbrauchs der marktbeherrschenden Position

Weil Google mit Android seine marktbeherrschende Stellung missbraucht haben soll, könnte die EU-Kommission gegen den Konzern eine Milliardenstrafe verhängen.

von Sara Petzold,
12.07.2018 15:48 Uhr

Google droht derzeit eine weitere empfindliche Milliardenstrafe durch die EU-Kommission.Google droht derzeit eine weitere empfindliche Milliardenstrafe durch die EU-Kommission.

Bereits seit 2015 läuft gegen Google ein Verfahren der EU-Kommission wegen des möglichen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung - und dieses Verfahren könnte für den Konzern in einer empfindlichen Milliardenstrafe enden.

Denn wie Heise mit Bezugnahme auf einen Artikel des Wall Street Journals (Paywall) berichtet, wird die Kommission Insiderinformationen zufolge in den nächsten Wochen bei ihrer Entscheidung in dem Verfahren eine entsprechende Feststellung treffen.

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Konkret geht es um die Tatsache, dass Google die Hersteller von Android-Smartphones zwingt, bestimmte Google-Apps auf ihren Geräten vorzuinstallieren, wenn sie bestimmte Dienste des Konzerns in die Nutzeroberfläche einbinden wollen. Wer ein Smartphone mit Android-Betriebssystem auf den Markt bringen will, kommt also an dieser Zwangskooperation mit Google praktisch nicht vorbei.

Darüber hinaus moniert die EU-Kommission die sogenannte »Anti-Fragmentierungsvereinbarung«. Laut dieser Bestimmung dürfen Hersteller, die Android-Smartphones nach den entsprechenden, oben genannten Bedingungen verkaufen, nicht auch zeitgleich Geräte mit modifizierten Android-Versionen auf den Markt bringen.

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Die Rechtfertigung seitens Google, eine bestimmte Mindestzahl an Apps auf einem Gerät sei für den ordnungsgemäßen Gebrauch der Google-Services notwendig, lässt die EU-Kommission offenbar nicht gelten.

Mit welchen Konsequenzen und möglichen Auflagen Google abseits einer Geldstrafe rechnen muss, ist derzeit noch nicht bekannt - allerdings drohen dem Konzern offenbar Strafzahlungen, die die Rekordstrafe von 2,4 Milliarden Euro im Shopping-Suche-Verfahren gegen den Konzern übertreffen könnten.

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