Die fortschreitende Vernetzung von immer mehr Geräten bietet für die Nutzer viele Vorteile. Die Zahl der Schwachstellen und Sicherheitslücken kann dadurch aber auch steigen.
Am vergangenen Wochenende hat das ein Hackerangriff in Frankreich gezeigt, bei dem tonnenweise Lebensmittel vernichtet wurden.
Hacker schalten Kühltruhen ab
Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat es in der Nacht von Sonntag auf Montag einen großangelegten Hackerangriff in Frankreich gegeben. Der Schaden soll landesweit bei mehreren zehn Millionen Euro liegen.
Die noch unbekannten Angreifer konnten sich dabei mithilfe von KI Zugang zu den Kühlsystemen von insgesamt rund 230 Supermärkten verschaffen. Diesen nutzen sie dann, um die Temperatur der Kühlschränke und -truhen auf 50 Grad Celsius anzuheben.
Dadurch wurden tonnenweise in den Kühlsystemen gelagerte Lebensmittel aufgetaut oder unzureichend gekühlt. Der Großteil davon musste entsorgt werden. In einigen Filialen sind durch den Angriff sogar Feuer ausgebrochen. Der Fall wird nun von der französischen Cybersicherheitsbehörde ANSSI untersucht.
Laut Bloomberg standen Geräte der Firma Danfoss im Zentrum der Attacke. Einige ältere Systeme haben schon seit geraumer Zeit keine Software- und Sicherheitsupdates mehr erhalten und gaben so einfache Ziele ab. Der dänische Hersteller beruft sich darauf, Kunden schon seit Langem zu raten, regelmäßige Updates durchzuführen und ältere Systeme auszutauschen.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie drastisch die Auswirkungen von Cyberkriminalität ausfallen können. Ein einzelner Angriff hat Schäden verursacht, die mehrere zehn Millionen Euro betragen. Für ein Geschäft könnten solche Attacken existenzgefährdend sein. Zudem kann so auch die Lebensmittelversorgung eines Landes effektiv ins Ziel genommen werden.
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Wer hinter dem Angriff steckt und was damit bezweckt werden sollte, ist noch immer unklar. Klar ist, dass großangelegte Attacken durch KI deutlich einfacher geworden sind. Von der Entdeckung einer Schwachstelle bis hin zur Ausnutzung derselben vergehen mittlerweile oft nur wenige Stunden. Zudem können vergleichsweise wenige Personen viele Ziele gleichzeitig angreifen.

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