Bye Bye, HDMI? Ein neues TV-Kabel aus China ist in allen Belangen besser

GPMI liefert in einer Version bis zu 192 Gbps und überträgt sogar Daten und Strom an den Fernseher.

GPMI heißt der Standard aus China und sein Type-C-Stecker ist ein alter Bekannter. (Bild: HiSilicon) GPMI heißt der Standard aus China und sein Type-C-Stecker ist ein alter Bekannter. (Bild: HiSilicon)

Seit 2002 ist HDMI der universelle Standard für TV, Audio und alles, was Heimkino betrifft. Jetzt betritt ein Rivale die Bühne, der dem 23 Jahre alten Standard gefährlich werden könnte.

GPMI (General Purpose Media Interface) heißt der neue Standard. Er wurde in China entwickelt und 50 Firmen unterstützen ihn bereits. HiSilicon, einer der Partner, hat jetzt ein Whitepaper dazu veröffentlicht.

GPMI kommt in zwei Versionen und beide besitzen eine höhere Bandbreite als HDMI 2.1:

Die Übertragung von 8K-Signalen ist damit problemlos möglich.

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GPMI übertrifft HDMI allerdings noch in einer weiteren Disziplin.

Gemäß dem verlinkten Whitepaper kann der Standard aus China auch Daten und Strom übertragen, ähnlich zu Thunderbolt 5, das beispielsweise bei Apples Macs verwendet wird. HDMI kann lediglich Bild- und Tonsignale übertragen.

Genau wie HDMI-CEC soll man mit GPMI angeschlossene Geräte mit der TV-Fernbedienung kontrollieren können. Darüber hinaus wird es durch GPMI mit Strom versorgt, wodurch ein Stromkabel wegfällt.

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GPMI Type-C benutzt denselben Anschluss wie USB-C und wird bis zu 240 Watt Energie liefern; Type-B sogar bis zu 480 Watt.

Wann kommt GPMI?

Das ist momentan noch ein großes Fragezeichen. Zu den 50 Firmen, die den Standard unterstützen, gehören einige namhafte, wie:

  • Hisense
  • TCL
  • Skyworth
  • Huawei
  • Xiaomi

Aus dem Papier von HiSilicon geht jedoch nicht hervor, ob der Standard bereits in TVs aus 2025 verbaut sein wird – oder ob wir GPMI im Westen überhaupt sehen werden. Das bleibt zum aktuellen Zeitpunkt abzuwarten.

Sollte GPMI aber den Weg zu uns finden, dann wahrscheinlich über Fernseher von Hisense oder TCL, die in unserem Markt breit vertreten sind.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Das sagt der Experte: HDMI ist als der Standard bei allem zementiert, was mit TVs zu tun hat. Das liegt daran, dass HDMI seinerzeit von ein paar großen Namen unterstützt wurde, wie Sony, Philips, Panasonic und Toshiba – und dasselbe passiert gerade in China.

Und es gibt noch eine Parallele. HDMI ersetzte 2002 analoge Schnittstellen wie SCART, Composite Video, S-Video und Component Video durch ein einziges Kabel, welches die Signale digital sendet. GPMI fasst Bild, Ton, Daten und Strom in einem Standard zusammen.

Sollte China GPMI im Westen verfügbar machen, sehe ich starke Konkurrenz zu HDMI. Zum einen, weil wir weniger Kabel für den TV bräuchten, zum anderen, weil der Type-C-Anschluss nicht proprietär ist, so wie HDMI.

Was dann passieren könnte, ist reine Spekulation. HDMI 2.2 ist bereits auf dem Weg und ob GPMI eine ähnliche Funktion hat wie eARC, bei dem Tonsignale in beide Richtung durchgeleitet werden, ist auch nicht klar. Auch die Frage um den Kopierschutz, den HDMI besitzt, ist nicht geklärt.

Ich persönlich hätte langfristig nichts gegen einen neuen Standard, der mir Kabel spart. Das ist im Grunde auch genau das, was TV-Hersteller mit The Frame und Co. ja auch wollen. Natürlich, solange ich nicht auf die Vorteile von HDMI verzichten muss.

Warum nutzen TVs eigentlich keinen Displayport? Dafür gibt es einige gute Gründe.

Auf dem Papier sieht GPMI vielversprechend aus und steckt HDMI in einigen Disziplinen in die Tasche. Ob es allerdings zu uns in den Westen kommt und sich dann auch durchsetzen könnte, bleibt abzuwarten.

Was würdet ihr von einem Standard halten, der Video, Audio, Daten und Strom am TV in einem Kabel zusammenfasst? Schreibt es in die Kommentare.

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