Auch wenn täglich neue Spiele auf Steam und Co. erscheinen, gibt es immer wieder gute Gründe, einen Blick in die Klassiker zu werfen. Um das etwas zu würzen, setzen viele Retro-Fans auf selbst oder von der Community gestellte Aufgaben, beispielsweise durch die Seite Retro Achievements.
Völlig über die Stränge geschlagen schlug jedoch der Speedrunner Monetary Dragon, der eine wirklich absurde Grind-Herausforderung startete. Am Ende investierte er über 1.200 Spielstunden, nur um im letzten Moment festzustellen, dass er sie bereits seit einem satten Monat verloren hatte.
Auf Level 99 grinden, aber ...
Was ist das Ziel? Das Rollenspiel Final Fantasy 7 setzt bei seiner Spielwelt teilweise auf feststehende Kamerawinkel, wodurch einzelne Räume wie feststehende Bilder wirken. Ähnlich kennt ihr es vielleicht aus den ersten Resident-Evil-Spielen. Monetary Dragon hatte sich zum Ziel gesetzt, noch im ersten Raum des Spiels das maximale Level von 99 zu erreichen.
Was im ersten Moment nach einer ikonischen South-Park-Episode klingt, wurde tatsächlich in echt von Anfang bis Ende durchgezogen.
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Final Fantasy 7 - Intro-Video
Rechnerisch benötigt es gegen die schwachen Gegner aus dem Anfangs-Terrain etwa 88.000 Kämpfe, um Level 99 zu erreichen. Um euch vor Augen zu führen, wie absurd viel das ist, könnt ihr ja versuchen, 1.000 Mal mit eurem Finger in eure Handfläche zu tippen. Und dann stellt euch vor, dass jede Berührung einen vollständigen, rundenbasierten Kampf repräsentiert und ihr das Ganze noch 88 Mal wiederholen müsst.
Ein unglaublicher Zeitaufwand: Insgesamt investierte Monetary Dragon innerhalb von über sechs Monaten satte 1.200 Stunden, um die Challenge abzuschließen. Das entspricht etwa 150 Arbeitstagen oder auch 50 Tagen, in denen rund um die Uhr Final Fantasy 7 gespielt wurde.
Speichern unmöglich: Eine der größten Herausforderungen war der fehlende Speicherpunkt. Monetary Dragon durfte das Spiel während seiner Challenge also niemals vollständig schließen. Stattdessen verwendete er einen Laptop, den er zwischen seinen Sessions in den Ruhemodus versetzte.
Dabei kam es zu einigen Komplikationen. So gab es mehrfach Probleme mit seinen Steam Applikationen. Den drohenden Super-GAU gab es jedoch infolge eines Stromausfalls. Hätte Monetary Dragon anstelle seines Laptops einen Desktop-PC verwendet, wäre dort Schluss gewesen.
Absturz in letzter Sekunde
Am Ende sollte Monetary Dragon die Challenge formal nicht erfüllen. Denn während des letzten Kampfes, als er endlich Level 99 erreichen sollte, stürzte das Spiel ab und jeglicher Fortschritt wurde gelöscht. Der Speedrunner vermutet, dass die Ursache bereits einen Monat zurücklag. Damals crashte Steam, wodurch das letzte Level-Up nicht korrekt geladen werden konnte.
Für den theoretischen Erfolg der Challenge reicht es aber trotzdem. Immerhin hat Monetary Dragon alle nötigen Erfahrungspunkte gesammelt. Und die Herzen der Retro-Challenge-Community gibt es ohnehin.

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