Eine Höhle in Spanien war 16.800 Jahre lang verschüttet: Im Inneren liegt eine Behausung aus der Steinzeit mit über 4.600 Artefakten

Es ist einer der bedeutendsten archäologischen Schätze, die je in Spanien entdeckt wurden.

Ein eindrucksvoller Fund, der Einblicke in die Lebensweise von Menschen ermöglicht, die vor langer, langer Zeit gelebt haben. (Bild: 3djuegos, Wikimedia) Ein eindrucksvoller Fund, der Einblicke in die Lebensweise von Menschen ermöglicht, die vor langer, langer Zeit gelebt haben. (Bild: 3djuegos, Wikimedia)

Wenn ihr an archäologische Schätze denkt, kommen euch vielleicht sofort der Heilige Gral oder Relikte aus Indiana-Jones-Filmen in den Sinn.

In der Höhle La Garma in Kantabrien im Norden von Spanien zeigt sich jedoch die Realität eines echten Jahrhundertfundes:

  • Sie ist eine spektakuläre Zeitkapsel, die offenbart, wie Menschen dort vor 16.800 Jahren gelebt haben.
  • Die Höhle war durch einen Felssturz versiegelt und blieb bis zu ihrer Wiederentdeckung im Jahr 1995 komplett von der Außenwelt abgeschnitten.
  • Sie barg nicht nur eine Sammlung von mehr als 4.600 Objekten, sondern in ihren Gängen fand sich buchstäblich eine Behausung: eine kleine Hütte, die ein Forschungsteam der Universidad de Cantabria analysieren konnte – und die Aufschluss darüber gibt, wie die Menschen schliefen und ihren Alltag gestalteten.

Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite 3Djuegos und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.


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Der Schatz von La Garma

Der Ort diente im Paläolithikum als Zufluchtsort. Ein Felssturz gegen Ende der letzten Eiszeit blockierte den Eingang vollständig, bis die Höhle Mitte der 1990er-Jahre entdeckt und ihr Inneres Schicht für Schicht erforscht wurde.

Die freigelegte Hütte stammt von einer Gruppe damaliger Jäger und Sammler. Sie nutzten die umliegenden Felswände und Stalagmiten, um eine Konstruktion aus Stangen und Fellen abzustützen. Im Zentrum sorgte eine kleine Feuerstelle für Wärme und Schutz.

Rund um diese Feuerstelle fanden sich Belege für die Werkzeugherstellung und bearbeitete Tierhäute sowie in der Höhle insgesamt 4.614 Artefakte. Dieser Fundus macht La Garma zu einer der weltweit am besten erhaltenen Wohnstätten der Altsteinzeit – und erklärt eindrucksvoll, warum Fachleute von einem archäologischen Juwel sprechen.

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Außergewöhnliche Funde

Neben alltäglichen Werkzeugen entdeckte das Team auch Feuersteinklingen, Speerspitzen und Harpunen. Zusammen mit Knochenfunden von Hirschen, Wildpferden und Wisenten dokumentieren sie die Jagdmethoden und Ernährungsgewohnheiten jener Menschen vor mehr als 15.000 Jahren.

Das außergewöhnlichste Einzelstück neben der Behausung selbst ist der Knochen eines Auerochsen – eines ausgestorbenen Wildrinds.

Die steinzeitlichen Bewohner durchbohrten ihn und gravierten das Tier sowie ein menschliches Gesicht ein, um ihn vermutlich als Anhänger zu tragen. Vielleicht kein mythischer Schatz aus einem Hollywood-Film, aber aus historischer Sicht ein umso faszinierenderes Relikt.


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