Archäologische Funde üben oft eine besondere Faszination aus, so auch in diesem Fall von der spanischen Insel Ibiza. Davon berichtet die spanische Nachrichtenagentur EFE.
Was ist passiert?
- Im Zentrum der Hauptstadt der Insel entstehen 60 neue Sozialwohnungen mit zwei Untergeschossen, genauer gesagt auf einem Grundstück an der Avenida Isidor Macabich.
- Bei den erforderlichen Aushebungen wurde die besagte Herkulesfigur in einer Tiefe von etwa zwei Metern gefunden. Der Grundwasserspiegel liegt in diesem Bereich in einer Tiefe von circa 1,2 Metern.
- Neben der Figur zählen auch eine Ledersohle sowie Samen, Feigen und ein zerdrückter Granatapfel zu den weiteren Funden vor Ort.
Vorläufig wird die Holzskulptur in das 3. Jahrhundert nach Christus datiert. Sie ist also ungefähr 1.700 Jahre alt.
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Wie konnte die Figur so lange erhalten bleiben?
Die Bedingungen vor Ort haben dafür gesorgt, dass die Holzfigur und die anderen Funde jahrhundertelang erhalten bleiben konnten.
- Wie die beteiligte Archäologin Glenda Graziani gegenüber EFE erklärt, hat die
sauerstofffreie Umgebung mit konstanter Feuchtigkeit und Temperatur
die entscheidende Rolle gespielt. - Diese Faktoren verhindern unter anderem negative Einflüsse durch holzzerstörende Pilze und Insekten.
- Je weniger Feuchtigkeit und Trockenheit sich abwechseln und je geringer die Temperaturschwankungen sind, desto weniger kommt es außerdem zu der Entstehung von Rissen und Verformungen.
Graziani beschreibt den Fund der Holzfigur daher als ein außergewöhnliches Ereignis
.
Wir haben Überreste gefunden, die normalerweise im Laufe der Zeit verloren gehen, die sich unter diesen Bedingungen jedoch erhalten haben
, so die Archäologin weiter.
Weitere Untersuchungen stehen noch aus
Die Skulptur ist in ein Labor des Museo Arqueológico de Eivissa y Formentera gebracht worden, wo sie nun gereinigt und konserviert sowie genauer analysiert wird.
Am Fundort wurden zunächst mehrere Brunnen entdeckt, die zuletzt wohl als Abfallgruben dienten.
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Aktuell gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es sich um einen Wohnbereich aus der römischen Epoche handelt, in den mehrere Anbauflächen integriert waren.
Neben den Hinweisen auf die römische Zeit seien des Weiteren auch Elemente einer späteren islamisch-mittelalterlichen Phase auszumachen.




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