Adventskalender 2019

Intels Antwort auf Ryzen - Leak mit allen Core-i-10000-CPUs, neues Mainboard nötig

Wie wehrt sich Intel gegen AMDs Erfolg mit Ryzen? Voraussichtlich in Form der Comet-Lake-CPUs, zu denen jetzt viele Details samt einer Modell-Übersicht ins Netz gelangt sind.

von Nils Raettig,
03.11.2019 13:02 Uhr

Die nächste Generation der Core-i-Prozessoren könnte im Gegensatz zu den aktuellen Modellen auf breiter Front mit der virtuellen Kernverdoppelung Hyperthreading ausgestattet sein. Die nächste Generation der Core-i-Prozessoren könnte im Gegensatz zu den aktuellen Modellen auf breiter Front mit der virtuellen Kernverdoppelung Hyperthreading ausgestattet sein.

Es ist mittlerweile etwa vier Jahre her, dass Intels erste Prozessoren in 14nm-Fertigung erschienen sind (Skylake, Core i 6000). Dennoch wird Intels nächste Antwort auf AMDs erfolgreiche Ryzen-Prozessoren wohl wieder diesen Fertigungsprozess nutzen, wenn auch in optimierter Form.

Zu den entsprechenden Prozessoren unter der Bezeichnung Comet Lake will Wccftech jetzt genaue Daten inklusive der zu erwartenden Modelle und dem neuen 400er-Chipsatz erfahren haben. Überraschungen bleiben dabei größtenteils aus.

Mehr Kerne und Threads

Die beiden wichtigsten Neuerungen bestehen demnach in einer Erhöhung der maximalen Kernzahl im Mainstream-Segment von derzeit acht (Core i9 9900K) auf zehn sowie in der Freigabe der virtuellen Kernverdoppelung (Hyper-Threading) für die meisten CPUs.

Die neuen Comet-Lake-CPUs sind voraussichtlich nicht zu aktuellen Mainboards mit Z390-Chipsatz kompatibel. Die neuen Comet-Lake-CPUs sind voraussichtlich nicht zu aktuellen Mainboards mit Z390-Chipsatz kompatibel.

Für den Einsatz der CPUs soll außerdem zwingend ein neues Mainboard mit 400er-Chipsatz nötig sein. Die Sockelgröße bleibt demnach gleich, aber die Pin-Zahl erhöht sich, so dass aus dem Sockel 1151 der Sockel 1200 wird.

Große Neuerungen gegenüber den 300er-Chipsätzen sind nicht zu erwarten, es bleibt also bei PCI Express 3.0. Auch die offizielle maximale DDR4-Taktrate von 2.666 MHz für die CPUs bleibt bestehen. Per Overclocking und mit entsprechenden Mainboards kann diese RAM-Taktrate aber wie gehabt überschritten werden.

Modell-Übersicht

CPU

Kerne/Threads

Basis-Takt

Boost-Takt

TDP

Intel Core i9 10900K

10/20

kA

kA

kA

Intel Core i9 10900

10/20

3.0 GHz

5.1 GHz

65W

Intel Core i9 10900T

10/20

2.0 GHz

4.5 GHz

35W

Intel Core i7 10700K

8/16

kA

kA

kA

Intel Core i7 10700

8/16

3.0 GHz

4.8 GHz

65W

Intel Core i7 10700T

8/16

2.0 GHz

4.4 GHz

35W

Intel Core i5 10500K

6/12

kA

kA

kA

Intel Core i5 10500

6/12

3.2 GHz

4.3 GHz

65W

Intel Core i5 10500T

6/12

2.3 GHz

3.7 GHz

35W

Intel Core i3 10100K

4/8

kA

kA

kA

Intel Core i3 10100

4/8

3.2 GHz

3.8 GHz

65W

Intel Core i3 10100T

4/8

2.3 GHz

3.6 GHz

35W

Intel Pentium G6400

2/4

3.8 GHz

3.8 GHz

65W

Intel Pentium G6400T

2/4

3.2 GHz

3.2 GHz

35W

Intel Celeron G5900

2/2

3.2 GHz

3.2 GHz

65W

Intel Celeron G5900T

2/2

3.0 GHz

3.0 GHz

35W

AMD und die Preisfrage

AMDs Ryzen-Modelle unterstützen seit der ersten Generation aus dem Jahr 2017 in den meisten Fällen die virtuelle Kernverdoppelung, die maximale Kernzahl ist aber mit der jüngsten Ryzen-3000-Generation von acht auf zunächst zwölf (Ryzen 9 3900X) und demnächst 16 (Ryzen 9 3950X) angewachsen.

In Sachen Kernzahl bleibt Intel mit Comet Lake also wohl hinter AMD zurück, für die Spieleleistung dürfte das aber kaum eine Rolle spielen. Selbst beim Wechsel von sechs zu acht Kernen sieht man aktuell meist nur ein geringes Leistungsplus in Spielen, sowohl im Falle von AMD als auch mit Intel-CPUs.

AMDs Ryzen 9 3950X kommt später als ursprünglich geplant, erhöht aber die maximale Kernzahl im Mainstream-Segment von derzeit zwölf auf 16. AMDs Ryzen 9 3950X kommt später als ursprünglich geplant, erhöht aber die maximale Kernzahl im Mainstream-Segment von derzeit zwölf auf 16.

Konkrete Preise werden zu guter Letzt nicht genannt. Eine naheliegende Variante wäre, dass Intel die Top-Modelle (Core i9) mit zehn Kernen in den Regionen des Core i9 9900K ansiedelt (ca. 500 Euro) und dass sich die anderen CPUs (Core i7 mit acht Kernen, Core i5 mit sechs Kernen, Core i3 mit vier Kernen) entsprechend darunter einsortieren.

Eine weitere Preiserhöhung der Top-Modelle wäre aber genauso denkbar wie eine generelle Preissenkung, um in diesem Punkt Druck auf AMD auszuüben. Momentan bieten die Ryzen-CPUs zu gleichen Kosten meist mehr Kerne- und Threads als die aktuellen Intel-Prozessoren.

Mehr zum Thema:


Kommentare(127)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen