Grafikkarte kühlen: Ist es schlecht, eine GPU zu kalt zu betreiben?

Kann eine Grafikkarte unterkühlt werden? Welche Temperaturen für eure GPU wirklich gefährlich werdet und wie die Realität ausschaut, erfahrt ihr hier.

Euren PC zu kühlen ist wichtig. Je höher die Leistungsfähigkeit eures Computers, desto mehr Hitze wird erzeugt. Um eure Hardware vor Überhitzung und damit vor Schäden zu schützen, ist eine effektive Kühlung unverzichtbar. Können Grafikkarten dabei überhaupt zu viel gekühlt werden? Wir bringen Licht ins Dunkel!

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Kondensationswasser könnte ein Problem sein

Gestern hat ein Reddit-Post für ordentlich Diskussion gesorgt. Redditor »Stop_81« stellte die Frage, ob es schlecht sei die Grafikkarte zu kalt zu betreiben. Auf seinem Screenshot ist zu sehen, dass seine Grafikkarte, die AMD Radeon RX 6750 XT, gerade mit 23° Celsius läuft. Das ist zwar äußerst kühl, aber normalerweise nicht kalt genug, um Probleme zu bereiten. 

Generell ist extreme Kälte, wovon die 23° Celsius vom Reddit-Post noch weit entfernt sind, nicht schädlich für PC-Komponenten. Nur zwei Dinge müssen beachtet werden:

  • Die Funktionalität von beweglichen Teilen, wie Lüfter, kann durch extrem niedrige Temperaturen eingeschränkt sein. 
  • Unter dem Taupunkt kann sich Kondensationswasser bilden.

Das bedeutet, dass man in der Theorie eine Grafikkarte zu stark kühlen kann, jedoch ist dies sehr schwierig zu erreichen. In der Regel wird die Temperatur eurer Grafikkarte so gut wie nie unterhalb der Raumtemperatur liegen. Um die GPU oder auch andere Komponenten noch weiter abzukühlen, um beispielsweise absurde Übertaktungsraten zu erreichen, verwenden einige »Extreme Overclocker« Trockeneis oder Flüssigstickstoff. 

Bei solchen Experimenten wird penibel dafür gesorgt, dass sich möglichst wenig oder gar kein Kondensationswasser bilden kann, beispielsweise durch Benutzung speziell gebauten Kammern. Wie so ein Extreme-Overclock mit flüssigem Stickstoff aussieht, seht ihr hier beim Youtuber Der8auer. 

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Wie ihr selbst eure Grafikkarte übertakten könnt und das ganz ohne Trockeneis und Flüssigstickstoff, erfahrt ihr hier: 

Grafikkarte übertakten - Wie ihr mehr Leistung aus eurer Grafikkarte herausholt

In der Praxis werdet ihr selten mit Kondensationswasser auf eurer Grafikkarte kämpfen müssen. Zum Beispiel wäre eine hundertprozentige Luftfeuchtigkeit nötig, damit bei einer Temperatur von 23° Celsius sich Kondensationswasser bilden kann. Bei einer typischen Luftfeuchtigkeit im Raum von 40 Prozent läge der Taupunkt bei 8,66° Celsius. Die Grafikkarte so weit herunterzukühlen ist gar nicht so leicht, also sollte man sich darüber keine Sorgen machen. 

Was war die niedrigste Temperatur, die ihr jemals bei eurer Grafikkarte beobachten konntet und habt ihr euch jemals diese Frage gestellt? Schreibt es uns in die Kommentare! 

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