Kann man nur per Amazon Prime leben? - Ein Internet-Experiment

Bei CNBC hat ein Redakteur versucht, eine Woche lang nur von Amazon Prime zu leben. Das Ergebnis des Experiments ist kompliziert.

von Georg Wieselsberger,
30.05.2018 08:09 Uhr

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In den USA gibt es manche Dienste von Amazon, die es in Deutschland bisher nicht oder nur in einer experimentellen Phase in Testgebieten gibt. Daher ist das Experiment, das Todd Haselton von CNBC durchgeführt hat, in Deutschland so vermutlich etwas schwerer durchzuhalten. Haselton wollte sehen, ob es möglich ist, eine Woche lang nur von Amazon Prime zu leben und auch ansonsten nur Dienste von Amazon Prime zu verwenden.

Wichtigste Bereiche werden abgedeckt

Vieles funktionierte laut dem Artikel recht gut. Er konnte sich durch Amazon Fresh frische, gekühlte Lebensmittel liefern lassen, außerdem auch etwas Kleidung für die Arbeit und notwendige Produkte wie Toilettenpapier, Shampoo, Seife und Zahnpasta. Grundsätzlich geht Haselton davon aus, dass das für viele Menschen bereits ausreichen würde, weil die absolut notwendigen Dinge Essen, Kleidung und Hygiene abgedeckt waren.

Er wollte aber ein relativ normales Leben nur mit Amazon Prime führen, also waren die Dienste auch für die Unterhaltung zuständig, beispielsweise Filme und Fernsehserien. Ein Kindle lieferte Lesestoff und Amazon Music Lieder, auch wenn die Auswahl etwas beschränkt war. Allerdings hat Haselton auch zwei Mal eine Amazon-Ausnahme gemacht, um ein Match der Yankees über Kabelfernsehen und Westworld über HBO zu sehen.

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Nicht alles ist über Amazon möglich

Es gab aber auch Probleme. Als schlechter Koch, der sogar mit Rühreiern Probleme habe, habe er seine bestellten Lebensmittel fast nie gekocht, sondern mangels eines Amazon-Lieferdienstes Essen bei anderen Anbietern bestellt, auch auf der Arbeit. Auch seine Medikamente kann Amazon nicht liefern, aber hier scheint das Unternehmen zumindest für die Zukunft etwas zu planen.

Sein Auto konnte ebenfalls nicht per Amazon betankt werden und kurzfristig gewünschten Wein für das Wochenende konnte Amazon nicht schnell genug liefern. Weitere Punkte waren, dass Amazon keinen Kartendienst bietet und so Google Maps genutzt wurde und auch Bankgeschäfte noch nicht über Amazon laufen können.

Das Fazit lautet: Wer kochen kann und das Haus wenig verlässt, kann mit Amazon Prime in den USA überleben, weil Essen, Kleidung und Unterhaltung bereits erhältlich sind. Alles andere ist komplizierter.

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