Die überfüllten Freibäder, ausgetrockneten Flüsse und stark vergriffenen Klimaanlagen bestätigen eines: Der diesjährige Sommer ist mal wieder viel zu heiß.
Genau dasselbe hat sich auch ein Spieler aus Großbritannien gedacht, nachdem sein PC bereits nach einer Stunde Spielen so heiß wurde, dass sich sein Raum regelrecht in einen »Backofen« verwandelt hat.
Um dagegen etwas zu machen, hat er sich kurzerhand eine ungewöhnliche Lösung überlegt und seinen Computer in eine Art Klimagerät umgerüstet. Wie das aussieht, teilte er vor Kurzem auf Reddit.
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So wird der PC zur kuriosen Klimaanlage
Während sich die meisten in seiner Situation vermutlich ein echtes Klimagerät gekauft hätten, hat der Brite seinem High-End-PC einen fetten Schlauch verpasst.
Ähnlich wie bei einer mobilen Klimaanlage pusten die Lüfter des Geräts die heiße Luft nach draußen in den Garten. Nur dass dabei eben nicht die Wärme des Zimmers abgeleitet wird, sondern direkt die des Computers.
Damit das problemlos funktioniert, hat der Bastler seinen Gaming-PC mit zusätzlichen Lüftern ausgestattet. Diese braucht es laut eigener Aussage auch, da das Gerät mit seiner RTX-5090-Grafikkarte ordentlich Leistung zieht. Etwa, wenn er Rennspiele und Simulationen spielt.
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Die DIY-Lösung bringt aber nicht nur im Sommer ihre Vorteile. In den kalten Monaten nutzt der Erfinder nämlich genau diese Wärme, die beim Spielen entsteht, um sein Heimkino zu beheizen.
Dafür leitet er den Schlauch direkt in den Raum, was bei einem High-End-PC durchaus funktionieren kann. Schließlich wird nahezu die gesamte aufgenommene elektrische Energie in Wärme umgewandelt. Bei einem Gaming-Computer können das gerne mal bis zu 800 Watt sein. Der PC wird also zu einer Art Mini-Heizlüfter.
Geniales DIY-Projekt oder Gefahr für die Hardware?
In den Kommentaren unter dem Post des Bastlers gibt es eine regelrechte Diskussion darüber, wie gut das Konstrukt funktioniert. So kritisieren einige etwa, dass der Spieler den Schlauch nur aus dem gekippten Fenster hängen lässt und somit die Hitze von draußen wieder in sein Zimmer holt.
Eine echte Kühlfunktion für den Raum hat das Gerät nämlich nicht. Das Zimmer wird also nicht aktiv heruntergekühlt, sondern heizt sich lediglich nicht weiter auf, da die Abwärme des PCs direkt nach draußen geleitet wird.
Andere Personen machen sich Sorgen um mögliche Wetterschäden. So vermutet der Reddit-Nutzer Leonffs, dass durch das relativ feuchte Klima in Großbritannien die Hardware des PCs mit der Zeit geschädigt werden könnte.
Ein weiterer Nutzer warnt zudem, dass er jemanden kennt, der eine ähnliche Lösung gebastelt hatte und auf einmal überall Ameisen hatte.
»Am Ende hatte sich eine riesige Ameisenkolonie in diesem PC eingenistet. Das führte schließlich zu einem Kurzschluss und er hatte einen wirklich sehr, sehr schlechten Tag.«
Ob der Bastler mit seiner Hitze-Lösung am Ende eines dieser Probleme haben wird, ist unklar. Aktuell freut er sich über die kühlere Raumtemperatur und dass das Konstrukt genau das macht, was es soll.
Wie findet ihr das System des britischen Spielers und die Idee dahinter? Könntet ihr euch ebenfalls vorstellen, die warme Luft eures Computers über einen Schlauch nach draußen zu pumpen?
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