Ein Küchengerät, das bei Oma Standard war, hat heute kaum mehr einer - dabei ist es so genial!

Einige Küchengeräte, die früher absoluter Standard waren, sind heute irgendwie kaum mehr anzutreffen - dabei sind sie doch so praktisch! Ich stelle euch drei vor!

Meine beiden Omas sind leider nicht mehr hier, aber die Erinnerungen bleiben mir für immer. Meine beiden Omas sind leider nicht mehr hier, aber die Erinnerungen bleiben mir für immer.

Omas kochen am besten. Das Klischee entstand nicht grundlos. Wenn ich an meine Omas zurückdenke, dann denke ich automatisch auch ganz schnell an die unfassbar leckeren, tollen Gerichte, die einfach nur bei ihnen so gut geschmeckt haben.

Niemand kann zwar den Oma-Zauber ersetzen, aber mir ist aufgefallen, dass es ein paar Küchengeräte und -werkzeuge in den Küchen meiner Omas gab, die heute kaum einer mehr benutzt. Warum eigentlich?

Damit hat meine Oma die beste Soße gemacht, die ich kenne!
Frederic Hamann
Frederic Hamann

Frederic liebt Kochen, Küche und alles was damit zu tun hat. Das beginnt beim Ausprobieren von jedweden Rezepten und Küchengeräten, geht über Grillen und seinen Smoker im Garten weiter und endet bei Gastro-Geräten, mit denen er durch das Restaurant seiner Frau Kontakt hat. Abseits von Essen ist er immer empfänglich für Technik, die das Leben erleichtert oder schöner macht: Roboter, Heimkino, Soundsysteme oder spannender Kram für den Haushalt.

Meal Prep bevor es überhaupt so hieß: Einwecken heißt das Stichwort!

Früher war eben nicht alles besser. Viele aus meiner Generation haben sicherlich noch die Erzählungen ihrer Großeltern aus der Nachkriegszeit im Kopf. Die war geprägt von Mangel, von Hungern und von einem extrem fordernden Leben inmitten einer Gesellschaft, die erst Jahre zuvor durch eine der schlimmsten Kapitel der Menschheitsgeschichte auseinandergerissen worden ist.

Das hat auch unsere Großeltern massiv geprägt und einige dieser Prägungen lernte ich auch noch bei meinen Omas im hohen Alter kennen. Eine davon dreht sich um das Haltbarmachen von Essen. Das war damals noch viel wichtiger als heute, wo wir im Überfluss leben.

Aus Obst mach Saft: Wer Obstbäume oder Sträucher im Garten hat, kann alles haltbar machen. So gibts auch im Winter Vitamine! Aus Obst mach Saft: Wer Obstbäume oder Sträucher im Garten hat, kann alles haltbar machen. So gibt's auch im Winter Vitamine!

Einkochen beziehungsweise Einwecken war früher schon eine der meistgenutzten Möglichkeiten, die Ernte des Sommers für den Winter haltbar zu machen. Es ist erstaunlich simpel und auch heute noch kenne ich viele, die das machen:

Lebensmittel werden in geeignete Einweck-Gläser (nicht verwechseln mit Einweg-Gläsern) gefüllt und anschließend für einige Zeit erhitzt. Dadurch werden Mikroorganismen abgetötet. Gleichzeitig entweichen durch die Wärme Luft und Dampf aus dem Glas. Beim Abkühlen entsteht anschließend ein Unterdruck, der den Deckel fest auf das Glas zieht. Es geht auch, dass man das Eingekochte ins Einweckglas füllt und dieses anschließend umdreht und auf dem Kopf stehen lässt. Die Gläser sollten vorher auch ausgekocht werden.

Das Bundeszentrum für Ernährung weist allerdings auf einen wichtigen Punkt hin: Beim Einkochen sind saubere Gläser, Hygiene und bewährte Rezepte entscheidend. Besonders bei Gemüse und Fleisch muss das Verfahren korrekt durchgeführt werden, weil sonst unter ungünstigen Bedingungen gefährliche Mikroorganismen wie Clostridium botulinum zum Problem werden können.

Genau hier kommt der Einkochautomat ins Spiel: Der macht das ganze nämlich noch einfacher und ihr müsst nicht ständig am Herd stehen. Ich erinnere mich noch, wie bei uns so ein Teil früher öfter herumstand.

Damit hat meine Oma die beste Soße gemacht, die ich kenne!

Apfelsaft und Co. selber machen: Der Dampfentsafter macht das superleicht

Bei meinen Großeltern gab es haufenweise Äpfel und Birnen. Und sicherlich kennt ihr auch den ein oder anderen, der einen Obstbaum im Garten hat. Meine Frau und ich sind vergangenes Jahr umgezogen und dürfen uns jetzt über Kirschen, Äpfel, Birnen und Zwetschgen freuen.

Und zwar in rauen Mengen. Es ist wirklich krass, wie viel Obst so ein einzelner Baum pro Saison trägt. Einfach aufessen kann man das nicht. Aber auch da wusste man sich früher schon zu helfen: Man machte einfach frischen Saft daraus!

Mit einem Dampfentsafter verwandelt ihr euer Obst in frischen und gesunden Saft. Mit einem Dampfentsafter verwandelt ihr euer Obst in frischen und gesunden Saft.

Ein Dampfentsafter sieht zunächst einmal aus, als hätte jemand drei große Kochtöpfe übereinandergestapelt. Das Prinzip dahinter ist aber ziemlich genial und auch schon lange bekannt:

Ganz unten befindet sich Wasser. Darüber sitzt ein Auffangbehälter für den Saft und ganz oben landet das Obst in einem durchlässigen Korb. Wird das Wasser erhitzt, steigt heißer Dampf durch die Früchte.

Durch die Wärme brechen deren Zellstrukturen auf und der Saft tritt aus. Anschließend läuft er in den mittleren Behälter und kann dort über einen Schlauch direkt abgefüllt werden. Je reifer das Obst ist, desto ergiebiger ist das Ganze.

Noch ein Vorteil: Der Saft wird schon während des Prozesses stark erhitzt. Füllt ihr ihn dann heiß und sauber in sterile Flaschen und verschließt ihn sofort, könnt ihr ihn monatelang konservieren.

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Mein absolutes Lieblingsessen profitiert von der Legende: die Flotte Lotte

So, und jetzt haltet euch fest. Mein Lieblingsessen. Das ist ein Gericht, das von meiner Oma väterlicherseits kommt, das sie wiederum aus ihrer Familie hat. Ein altes Gericht, aber so unfassbar lecker, dass ich tatsächlich trotz all der Kulinarik, die man heutzutage bekommen kann, nichts lieber esse als das. Aber jeder, dem ich das sage, findet das erstmal eklig.

Bereit? Es ist Zunge. Und nicht einmal Rinderzunge, sondern Schweinezunge. Zwei Tage eingelegt in Zucker, Essig, Sultaninen und Schalotten.

Abgesehen davon ist die Soße am Ende des Rezepts ein absolut göttlicher Kuss kulinarischer Glückseligkeit. Und ein Grund dafür ist ein Küchentool, das eigentlich keiner mehr so wirklich verwendet: die Flotte Lotte.

Die Flotte Lotte - ein grandioses Küchentool, das irgendwie kaum mehr jemand verwendet. Die Flotte Lotte - ein grandioses Küchentool, das irgendwie kaum mehr jemand verwendet.

Im Grunde genommen ist die Flotte Lotte ja zum passieren da. Dafür gibt's ja auch genügend andere Gerätschaften. Was ich persönlich aber in dieser Art sonst nicht kenne: Wenn ich etwas durch die Flotte Lotte lasse, dann ergibt das eine ganz besondere Konsistenz, da nicht nur Matschepatsche herauskommt, sondern einige Fasern immer noch bestehen bleiben.

Probiert das einfach mal aus: Verwendet anstatt passierter Tomaten für die Tomatensoße mal solche, die ihr einfach durch die Flotte Lotte lasst. Das hat außerdem den Vorteil, dass Schalen und Kerne auch gerne mal im Sieb verbleiben.

Fun Fact: GEFU führt die Flotte Lotte seit 1985 als eingetragene Marke. Aktuell ist genau dieses Original bei Amazon sogar reduziert.

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