Anfang des Jahres hat Lego die neue »Smart Play«-Technologie mitsamt den zugehörigen »Smart Bricks« vorgestellt. Die ersten Varianten davon erscheinen am 1. März 2026.
Das Portal Wired durfte nun einen exklusiven Blick auf, in und um die intelligenten Klemmbausteine werfen und zeigt auf, wie die Smart Bricks wirklich ticken.
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Lego enthüllt Smart Play und will digitales und physisches Spielen verschmelzen
Chip, Sensoren und Echtzeit-Synthese im Miniformat
Äußerlich entspricht der Smart Brick einem gewöhnlichen 2×4-Baustein. Im Zentrum des Smart Brick steckt allerdings ein maßgefertigter ASIC-Chip (»Application-Specific Integrated Circuit«), der laut Lego mit einem Durchmesser von 4,1 Millimetern kleiner ist als eine einzelne Noppe.
Dieser Chip vereint Prozessorkerne, einen Bluetooth-Low-Energy-Stack, Sensorfusion, Energiemanagement und einen Audio-Synthesizer auf einer integrierten Schaltung.
- Licht, Farbe und Umgebung erfasst der Smart Brick über optische Sensoren; die Bewegungen in sechs Achsen registriert der Stein per Beschleunigungsmesser und Gyroskop.
- Ein miniaturisierter Lautsprecher soll Echtzeit-Audiosignale ausgeben, die laut Lego nicht als vorab aufgenommene Samples abgespielt, sondern von einem integrierten analogen Synthesizer dynamisch generiert werden. Ein Raumschiffmotor soll sich demnach tatsächlich anders anhören, je schneller der Stein bewegt wird.
Apropos Raumschiffmotor: Den dürftet ihr in einem der drei Star-Wars-Sets hören, die Lego zum Launch der Smart Bricks auf den Markt wirft.
Direktvernetzung ohne App, Hub oder Bildschirm
Die Kommunikation zwischen mehreren Smart Bricks erfolgt über das proprietäre »BrickNet«-Protokoll auf Basis von Bluetooth Low Energy. Anders als frühere LEGO-Systeme mit zentralem Hub verbinden sich die Steine dabei direkt miteinander in einem Peer-to-Peer-Mesh-Netzwerk.
- Zur Positionsbestimmung nutzt das System eine Eigenentwicklung namens NPM (»Neighbour Position Measurement«).
- Kupferspulen im Inneren der Steine sollen dabei Herstellerangaben zufolge nicht nur die Anwesenheit anderer Komponenten registrieren, sondern auch deren exakte Distanz, Richtung und Ausrichtung bestimmen – ohne Cloud-Anbindung oder Kontozwang.
Für das bildschirmfreie Spiel ist entsprechend weder eine App noch eine Internetverbindung erforderlich. Eine optionale »Smart Assist«-App für iOS und Android soll ausschließlich für Firmware-Updates und Diagnosefunktionen dienen.
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