Eine der bekanntesten Tech-Persönlichkeiten setzt immer noch auf eine Grafikkarte von 2017, und das aus gutem Grund

Linux-Erfinder Linus Torvalds nutzt noch immer eine AMD Radeon RX 580, die mittlerweile viele Jahre auf dem Buckel hat.

Der Erfinder von Linux nutzt noch immer eine alte GPU. (Bild: Linux und Gigabyte) Der Erfinder von Linux nutzt noch immer eine alte GPU. (Bild: Linux und Gigabyte)

Grafikkarten haben in den vergangenen Jahren große Schritte nach vorne gemacht und die meisten gehen wohl davon aus, dass große Entwickler und Tech-Chefs die neusten Modelle nutzen.

Linus Torvalds, der Erfinder und Hauptentwickler des Linux-Kernels, setzt laut aktuellen Berichten allerdings immer noch auf eine GPU von 2017.

Wer zu Linus Torvalds und seiner Hardware

Der finnische Softwareentwickler Linus Torvald gilt als eine der einflussreichsten Personen in der Open-Source-Welt. 1991 hat er den Linux-Kernel entwickelt und ist bis heute dessen Hauptentwickler. Dieser wird heute in Millionen von Geräten verwendet.

Als Torvalds an einer DRM-Regression für Linux 6.17 arbeitete, erwähnte er beiläufig, dass er selbst eine AMD Radeon RX 580 verwendet (via Phoronix).

Die auf der »Polaris«-Architektur basierende Grafikkarte wurde im Herbst 2017 veröffentlicht und hat sich als sehr stabil unter Linux erwiesen, was für einen Kernel-Entwickler ein wichtiger Faktor ist.


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Ebenfalls nicht zu vergessen: Torvalds ist laut eigener Aussage selbst kein Spieler und daher nicht auf die neuesten Grafikkarten und maximale Power angewiesen.

Seine Hardware wechselt er offenbar nur, wenn er wirklich Bedarf besteht. So hielt er wohl auch jahrelang an einer Intel-CPU fest und wechselte nur zu AMD, weil die Ryzen Threadripper-Plattform viel schneller für Kernel-Builds ist.

Gepaart hat der Entwickler die Grafikkarte übrigens mit einem 5K-Display von Asus. Er soll außerdem noch mit einem Intel-Laptop arbeiten, nachdem er zuvor jahrelang ein Apple MacBook mit einem M1-Chip von Apple genutzt hatte.

Es muss nicht immer das Neueste vom Neuen sein

Der ziemlich pragmatische Ansatz zeigt, das ältere GPUs wie Polaris noch immer ausreichend für Entwicklungs- und allgemeine Produktivitätsarbeiten sind. Neuere GPUs werden vor allem im Gaming-Bereich oder für KI-Anwendungen benötigt.

Es ist zudem ein schönes Beispiel dafür, wie die offene Entwicklung von Linux funktioniert. In der Open-Source-Welt ist die Entwicklung sehr transparent, Probleme werden oft öffentlich diskutiert und so kommen auch solche persönlichen Details manchmal ans Licht.

Was haltet ihr davon? Wie alt ist eure aktuelle Grafikkarte? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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