Eine der besten Steam-Apps ist bald endlich mit SteamOS und anderen Linux-Betriebssystemen kompatibel

Lossless Scaling, das beliebte Performance-Tool für Windows-Spiele, wird durch das Community-Projekt lsfg-vk erstmals auch auf Linux und SteamOS verfügbar.

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Der Entwickler PancakeTAS hat mit dem Open-Source-Projekt lsfg-vk eine Portierung der Frame-Generation-Funktionen der beliebten Steam-App Lossless Scaling für Linux entwickelt.

Was ist Lossless Scaling?

Bei der Anwendung handelt es sich um eine der am höchsten bewerteten Applikationen auf Steam, die für rund sieben Euro Windows-Spielern eine universelle Upscaling- und Frame-Generation-Möglichkeit verspricht.

  • Das Tool bietet verschiedene Skalierungsalgorithmen wie FSR 1, LS1 und Integer Scaling für unterschiedliche Spieltypen.
  • Die Frame-Generation-Funktion LSFG (Lossless Scaling Frame Generation) soll die Bildrate verdoppeln oder sogar verdreifachen, indem zwischen echten gerenderten Frames künstliche Zwischenbilder interpoliert werden.

Wie gut das funktioniert, haben wir schon mehrfach für euch unter die Lupe genommen:

Das lsfg-vk Projekt bringt Frame Generation nach Linux

Zurück zum lsfg-vk genannten Projekt: Die auf GitHub erhältllichen Dateien konzentrieren sich zunächst ausschließlich auf die Frame-Generation-Technologie und lässt die Upscaling-Funktionen außen vor.

Entsprechend befindet sich das Projekt noch in einem frühen Stadium, soll aber bereits in mehreren Steam-Spielen unter Linux funktionieren.

  • Das Projekt nutzt eine Kombination aus DXVK und Vulkan, um die DirectX 11-basierten Shader von Lossless Scaling nach Linux zu portieren.
  • PancakeTAS analysierte hierfür die ursprünglichen DXBC-Shader und verglich sie Bit für Bit mit ihren SPIR-V-Entsprechungen. Die Implementierung erfolgt also als Vulkan-Layer.

PancakeTAS beschreibt den Entwicklungsprozess auf GitHub aufgrund der komplexen technischen Herausforderungen als psychologische Folter, die nach 27 Stunden ohne Schlaf ihr Ende fand.

Auch auf SteamOS möglich

Die Installation von lsfg-vk erfordert derzeit fortgeschrittene Linux-Kenntnisse und einen manuellen Kompilierungsprozess, wie PancakeTAS in der zugehörigen Anleitung warnt und entsprechend nur auf eigene Gefahr durchgeführt werden sollte. Nutzer müssen zunächst Entwicklungstools wie Clang, Vulkan-Header, CMake und weitere Abhängigkeiten installieren.

Auf Arch Linux-basierten Systemen wie SteamOS können die erforderlichen Pakete etwa mit folgendem Befehl installiert werden:

$ sudo pacman -S base-devel clang llvm vulkan-headers cmake meson ninja git

Zudem müsst ihr die ursprüngliche Windows-Version von Lossless Scaling über Steam besitzen sowie eine Legacy-Version (2.13) verwenden. Nach der Kompilierung wird das Tool über eine einfache Umgebungsvariable in den Steam-Startoptionen aktiviert: ENABLE_LSFG=1 %command% reicht bereits aus, um die jeweilige Frame Generation zu aktivieren.

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