Ihr habt noch 1 Monat Zeit, zu widersprechen: So verbietet ihr Meta, eure Business-Profile für KI zu nutzen

Meta ändert die Geschäftsbedingungen für Business-Konten und sichert sich weitreichende Rechte. In der EU könnt ihr vorerst widersprechen.

Meta-Nutzer in der EU und in Großbritannien können der KI-Nutzung ihrer Daten widersprechen. (Bildquelle: Meta, Daboost Adobe Stock) Meta-Nutzer in der EU und in Großbritannien können der KI-Nutzung ihrer Daten widersprechen. (Bildquelle: Meta, Daboost / Adobe Stock)

Meta hat die Geschäftsbedingungen für Business-Konten umgeschrieben – und stößt damit insbesondere bei Personen, die auf Facebook und Instagram für ihr Geschäft angewiesen sind, auf viel Widerstand, wie 404media unter Berufung auf das Nieman Journalism Lab berichtet.

Wer in der EU oder Großbritannien lebt, kann der Nutzung aber zumindest vorerst widersprechen.

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Businessprodukte als weitreichende Bezeichnung

Meta darf laut den neuen »Commercial Terms« Inhalte von Domains, Webseiten und URLs nutzen, die mit einem Business-Konto verbunden sind – unter anderem, um seine Produkte zu entwickeln, zu verbessern und zu erforschen:

Meta may use such Content as described in our Terms, including to provide, develop, improve, research and maintain Meta Company Products.

Zunächst stand laut 404media in der Passage auch die Erlaubnis zum Trainieren drin – nicht die einzige Änderung, die Meta nach Protesten vornahm. So wurde der Stichtag vom 30. Oktober auf den 20. November verschoben; die Nutzung ist zudem nun auf »Werbe- und Businessprodukte« beschränkt. Zuvor waren alle Meta-Produkte genannt.

  • Viel Entwarnung steckt darin nicht, denn die Bedingungen lassen Meta weiterhin reichlich Spielraum, Daten für die Produktentwicklung abzugreifen.
  • So lässt der Begriff »Businessprodukte« laut Medienanwalt Matt Topic viele Interpretationen zu, die sich auch auf KI-Werkzeuge beziehen könnten.
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Meta: »Kein Nachrichtenscraping«

Ein Meta-Sprecher widerspricht dem Eindruck: Daniel Roberts erklärt in einem Folgeartikel des Nieman Labs, es gehe »nicht darum, Nachrichtenseiten zu scrapen«. Außerdem könnten Publisher ihre Crawling-Wünsche per robots.txt mitteilen.

Juristen weisen gegenüber den Nieman Labs allerdings darauf hin, dass es sich um einen freiwilligen Standard handelt, den Crawler nicht zwingend beachten.

So läuft der Widerspruch

Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram muss der Widerspruch über die etwas versteckten »Auskünfte zu den Datenschutzrechten« erfolgen – den jeweiligen Link findet ihr in der nachfolgenden Liste:

Hier geht es dann so weiter:

  • Wählt unter der Frage »Wie kann ich der Verarbeitung meiner Informationen widersprechen?« die Option »Ich möchte der Verwendung meiner Informationen für Meta AI widersprechen«.
  • Es öffnet sich das Formular »Einspruch gegen die Verwendung deiner Informationen für KI bei Meta«, in dem eure E-Mail-Adresse Pflicht ist.
  • Die Erklärung, wie sich die Verarbeitung auf euch auswirkt, ist optional und sollte nicht dazu führen, dass Meta eurem Widerspruch nicht zustimmt.

Meta bestätigt den Widerspruch im Anschluss per E-Mail. Er soll dafür sorgen, dass eure öffentlichen Informationen – dazu zählen Beiträge, Fotos samt Bildunterschriften und Kommentare – sowie eure Interaktionen mit KI-Funktionen nicht in die künftige Entwicklung generativer KI-Modelle einfließen. Der Widerspruch gilt für alle Konten in derselben Kontenübersicht; für jede weitere Kontenübersicht braucht ihr ein eigenes Formular.


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