Mobilfunkausbau - Immer mehr Bürgerinitiativen wehren sich gegen neue Masten

Während die Mobilfunkbetreiber den Netzausbau vorantreiben sollen, beschweren sich Anwohner zunehmend über den Bau von Funkmasten und wehren sich mithilfe von Bürgerinitativen.

von Sara Petzold,
04.03.2019 18:26 Uhr

Viele Anwohner wehren sich gegen die Errichtung von Mobilfunkmasten in ihrer Nähe. (Bildquelle: pxhere.com / CC0 Public Domain)Viele Anwohner wehren sich gegen die Errichtung von Mobilfunkmasten in ihrer Nähe. (Bildquelle: pxhere.com / CC0 Public Domain)

Der Ausbau des Mobilfunknetzes über entsprechende Masten könnte sich auch aufgrund von Bürgerinitiativen verzögern. Darauf deuten zumindest unter anderem Aussagen von Steffen Jäger, erster Beigeordneter des Gemeindetags in Baden Württemberg, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hin (via Golem). Demnach nehme der Widerstand der Bürger zu.

Zwar wünschten sich Angaben der Telekom zufolge die meisten Bürger ein flächendeckendes und zuverlässiges Mobilfunknetz. Allerdings seien die einzelnen Gemeinden nicht immer bereit, entsprechende Grundstücke für den Bau neuer Mobilfunkmasten zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt stoße man bei jeder zehnten Gemeinde mit dem Anliegen, die Funkversorgung zu verbessern, auf Widerstand, so Walter Goldenits, Geschäftsführer der Abteilung Technologie bei Telekom Deutschland.

Naturschutzbestimmungen und Baurechtsverfahren sorgen für Verzögerungen

Auch Vodafone und Telefónica berichten über zunehmenden Protest und Weigerungen der Gemeinden bundesweit, entsprechende Standorte für 5G-Masten zu öffnen. Laut Vodafone haben sich unter anderem in Stuttgart, Mannheim, Schorndorf, Waiblingen, Ludwigsburg und Kernen entsprechende Bürgerinitiativen gebildet.

Doch neben örtlichem Widerstand sorgten der Telekom zufolge auch Naturschutzbestimmungen, die nötigen baurechtlichen Verfahren und fehlende Wegerechte für Verzögerungen. Bis Deutschland also wirklich flächendeckend mit einem 5G-fähigen Mobilfunknetz versorgt ist, dürfte noch etwas Zeit ins Land gehen.


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