Nie wieder den Müll rausbringen? Erfindung eines deutschen Youtubers macht's möglich

Ein deutscher Youtuber baut einen Zug, der seine Mülltonnen per Knopfdruck vor das Haus fährt. Diesen will er später sogar kommerziell anbieten.

Die Lokomotive sieht ein bisschen aus wie ein automatischer Rasenmäher. (Bild: Max Maker) Die Lokomotive sieht ein bisschen aus wie ein automatischer Rasenmäher. (Bild: Max Maker)

Das ständige Schleppen eurer Mülltonnen geht euch auf die Nerven? Dafür könnte es bald eine Lösung geben. Der deutsche Erfinder und Youtuber Max Maker hat ein Schienensystem für die Mülltonnen seines Hauses entwickelt, das alle Tonnen in einem Rutsch per Knopfdruck vor das Haus bringt. Das Beste daran: Er möchte den Müllzug in Zukunft in größeren Mengen herstellen und verkaufen. 

Der Bau einer neuen Einfahrt vor seinem Haus brachte Max auf die Idee - denn die entsteht genau dort, wo die Mülltonnen eigentlich lagerten. Also musste er die Tonnen auf die andere Seite des Hauses verfrachten.

Der dortige Rasen-Untergrund aber war zur längerfristigen Lagerung mehr als ungeeignet, gerade bei Regen- und Schneewetter. Den Boden zu pflastern kam nicht auch infrage, da es dabei erstens rechtliche Hürden gab und zweitens der Rasen unangetastet bleiben sollte. Ein sehr schmaler Durchgang, durch den nur eine Mülltonne gleichzeitig passt, setzte dem ganzen die Krone auf.

Inspiriert durch ein DIY-Schienensystem des irischen Youtubers Way out West Workshop Stuff machte er sich schließlich selbst ans Werk, um das regelmäßige Herausstellen der Tonnen zu vereinfachen.  

Den gesamten Prozess hat er in seinem Youtube-Video festgehalten:

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Der Zug entstand durch viel Trial and Error

Zu Beginn seines Projekts verwendete er als Motor einen einfachen Scheibenwischermotor und Kettengetriebe, die zwei kleine Gummireifen antrieben. Der Motor erwies sich später als zu schwach, um sieben Mülltonnen über eine leichte Steigung zu bewegen, also musste dafür ein stärkerer her. Das Kettengetriebe war zudem einfach zu laut und wurde deshalb gegen einen Riemenantrieb ausgetauscht. Und die Gummireifen hatten zwar eine gute Haftung, nutzten sich aber zu schnell ab. 

Die zweite Version des Schienennetzes verfügte über einen stärkeren Motor, einen Riemenantrieb und Stahlrollen und konnte alle vorhandenen Probleme beheben. Dafür tat sich mit ihr eine neue Hürde auf: Der stärkere Motor konnte das Drehmoment nur auf die Schienen mit genügend Gewicht übertragen. Nässe verschlimmerte das Problem. Max Maker experimentierte daher mit zusätzlichen eingebauten Stahlgewichten, jedoch erwiesen sich die Stahlrollen einfach als ungeeignet, da sie zu wenig Haftung hatten.

Erst nach einem Wechsel zu einem Zahnstangengetriebe hatte der Zug genügend Haftung und Power, um die sieben Mülltonnen vor das Haus zu befördern.

Erste Version Die Gummireifen haben sich zu schnell abgenutzt und der Motor war zu schwach. (Bild: Max Maker)

Zweite Version Bei der zweiten Version brauchte die Konstruktion zu viel Gewicht, um genügend Haftung und Drehmoment aufzubauen. (Bild: Max Maker)

Dritte Version Die letzte Version mit Zahnstangengetriebe war schließlich die beste Lösung. (Bild: Max Maker)

Max Maker plant für die Zukunft eine kommerziell verfügbare Version seines Müllzuges. Genaue Details gibt es noch nicht, wir haben ihm jedoch einige Fragen zukommen lassen und ergänzen sie in diesem Artikel, falls wir eine Antwort bekommen. 

Eine weitere nützliche Erfindung aus einem deutschsprachigen Land kommt aus Österreich: Dort haben Forscher erfolgreich Computerchips auf Basis von Pilzen hergestellt. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen:

Hättet ihr Interesse an einem Zug, der euren Müll per Knopfdruck vor das Haus fährt? Oder kennt ihr jemanden, der/die davon profitieren könnte? Schreibt es uns in die Kommentare!

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