Neuer Ärger für Facebook - Diskriminierende Werbung, unerlaubte Nutzungsbedingungen

Das soziale Netzwerk Facebook hat wieder einmal größeren Ärger verursacht, sowohl in den USA, als auch in der Europäischen Union.

von Georg Wieselsberger,
20.09.2018 08:36 Uhr

Facebook sorgt wieder einmal für Ärger in den USA und der EU.Facebook sorgt wieder einmal für Ärger in den USA und der EU.

In den USA steht Facebook seit vielen Monaten besonders stark unter Beobachtung, da beispielsweise immer wieder entdeckt wurde, dass Werbekunden diskriminierende Filter einsetzen durften, um bestimmte Bevölkerungsgruppen auszuschließen. Viele dieser Filter hatte Facebook nach deren Bekanntwerden entfernt, andere anscheinend nicht.

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Die American Civil Liberties Union (ALCU) wirft Facebook nun vor, es Unternehmen bei der Schaltung von Stellenanzeigen erlaubt zu haben, diese nur Männern zu zeigen und Frauen auszuschließen. Laut dem Bericht von NPR sind viele der betroffenen Stellenanzeigen für Arbeitsfelder, in denen Männer dominieren, beispielsweise Mechaniker oder Lastwagenfahrer. Doch in den USA ist schon seit 1964 verboten, aufgrund des Geschlechts zu diskriminieren, auch bei Stellenanzeigen. Die zehn als Beispiel genannten Unternehmen und Facebook bestreiten die Vorwürfe allerdings.

Auch in Europa droht Facebook neuer Ärger. Wie Reuters meldet, wurde Facebook schon im Februar 2018 dazu aufgefordert, seine Nutzungsbedingungen an die aktuellen Standards der Europäischen Union anzupassen, hat dies aber bis jetzt noch nicht getan. Zu den notwendigen Änderungen gehören unter anderem bessere Widerspruchsrechte für Nutzer oder auch ein Gerichtsstand in Europa und nicht in Kalifornien.

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Laut den Quellen der Nachrichtenagentur gibt es hier nur begrenzte Fortschritte und der gesamte Prozess dauere zu lange. Andere Unternehmen haben laut der Meldung zwar ebenfalls einige Zeit benötigt, ihre Bedingungen aber beispielsweise wie Airbnb in drei Monaten angepasst. Nun drohen Facebook laut Reuters empfindliche Strafzahlungen durch die EU. Allerdings gibt es von der Europäischen Union dazu noch keine offiziellen Informationen.

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