Nintendo PlayStation teuerste Konsole der Welt - und trotzdem zu günstig?

Die Auktion für die Nintendo PlayStation ist beendet. Das Ergebnis: Die Hardware hat den höchsten Erlös für eine Konsole überhaupt erzielt - und bleibt trotzdem hinter den Erwartungen des Besitzers zurück.

von Sara Petzold,
08.03.2020 18:35 Uhr

Die Auktion für die Nintendo Playstation ist beendet. Die Auktion für die Nintendo Playstation ist beendet.

Die Nintendo Playstation, einer von 200 seltenen Konsolenprototypen aus dem Jahr 1992, hat einen Käufer gefunden: Die Auktion für die Hardware bei Heritage Auctions endete heute, am 08. März 2020 mit einem finalen Gebot von 360.000 US-Dollar.

Damit liegt der Auktionserlös deutlichunter den Erwartungen des ursprünglichen Besitzers Terry Diebold, der die Nintendo Playstation im Jahr 2009 zusammen mit einer Kiste von Besitztümern eines ehemaligen Sony-Mitarbeiters für 75 US-Dollar gekauft hatte.

Worum genau handelt es sich bei der Nintendo Playstation?

Die Nintendo Playstation gilt als einziger erhaltener Prototyp eines Super Nintendos mit CD-Laufwerk, der aus einer Kooperation zwischen Nintendo und Sony entstand und eigentlich die Nachfolge des SNES antreten sollte. Weil beide Unternehmen aber kurz nach der Entwicklung des Prototyps im Streit auseinandergingen und Sony stattdessen mit der Playstation eine eigene Konsole auf den Markt brachte, erblickte die Nintendo Playstation nie als fertiges Produkt das Licht der Welt.

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Die Nintendo Playstation besitzt Merkmale des SNES und der Sony Playstation, aber auch eine Reihe eigener Features:

  • Slot für SNES und Super Famicom Spiele
  • funktionsfähiges CD-ROM-Laufwerk mit Display, das Musik-CDs abspielen kann (Software wurde für das Laufwerk vermutlich nie entwickelt)
  • Aux-Anschluss und Lautstärke-Regler
  • zwei Controller-Ports
  • AV-Out, S-Video, SNES-Multi-Out und Port mit der Bezeichnung NEXT, deren Zweck unklar ist
  • SNES-Controller mit Sony Playstation Logo

Warum wollte der Besitzer das Sammlerstück verkaufen?

Terry Diebold erklärte vor dem Start der Auktion bei Heritage Auctions, er könne es sich nicht leisten, »weiter Geld zu verlieren«, indem er mit der Konsole durch die Welt reise und sie als Kuriosität präsentiere:

"Ich habe viel Arbeit damit verbracht, mit [dem Prototyp] umherzureisen und wir haben daran nichts verdient. Jede Reise, die wir damit unternommen haben, hat uns Geld aus unseren eigenen Taschen gekostet."

Diebold hatte deshalb bereits das Kaufangebot eines Norwegers abgelehnt, der ihm für den Prototyp der Nintendo Playstation eine Summe von 1,2 Millionen US-Dollar geboten hatte. Die Summe decke gerade einmal Steuern und Schulden, so der Besitzer des Prototyps.

Der tatsächliche Erlös von 360.000 US-Dollar macht die Nintendo PlayStation damit zwar zur teuersten Konsole der Welt. Trotzdem hat Diebold bei der Auktion lediglich ein Drittel des Preises erzielt, den ihm der Norweger geboten hatte - rückblickend dürfte er also ziemlich enttäuscht sein.

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