Ein Nutzer wundert sich, warum seine Festplatte mit 20 TB nicht funktioniert – als sein Sohn sie öffnet, findet er nur 6 schwere Eisengewichte

Ein weiterer Fall, in dem ein Datenträger vorgaukelt, viel größer zu sein, als er es tatsächlich ist – und schwerer.

Das ist nicht das, was man beim Anblick des Inneren einer großen HDD sehen will. (Bild: Reddit-User The__Unflushable) Das ist nicht das, was man beim Anblick des Inneren einer großen HDD sehen will. (Bild: Reddit-User The__Unflushable)

Festplatten mit stolzen 20 Terabyte liefern so viel Speicherplatz, dass man nach einem Kauf lange Zeit erst einmal genug davon haben sollte.

Das gilt aber selbstverständlich nur dann, wenn man den bezahlten Speicherplatz auch wirklich bekommt. Genau das ist bei einem Negativbeispiel von Reddit nicht gegeben.

  • Der Reddit-Nutzer The__Unflushable gibt im oben verlinkten Beitrag an, dass sein Vater mit einer nicht funktionierenden HDD zu ihm gekommen ist, die 20 Terabyte groß sein soll.
  • Unter Windows werden zwar 19 Terabyte angezeigt, sobald man aber etwas mit der HDD macht, reagiert sie nicht mehr.
  • Der Grund offenbart sich beim Blick ins Innere schnell: Statt ausreichend Magnetscheiben, einem Lese-Schreib-Kopf und so weiter sind (fast) nur ein paar mit Heißkleber befestigte Gewichte im Gehäuse zu sehen.

Dass es sich dabei um Betrug handelt, könnte auch das kleine Tool Validrive aufdecken. Wie es funktioniert, seht ihr im folgenden Video:


Video starten 0:29 Betrug bei USB-Sticks und -Festplatten aufdecken: So leicht gelingt es mit ValiDrive


Den Artikel mit den Hintergründen zu dem Tool Validrive findet ihr hier:

Programmierer kauft 12 USB-Sticks bei Amazon und weil jeder davon fies getarnter Betrug ist, veröffentlicht er ein Gratis-Tool, um den Betrug aufzudecken

Was genau steckt hinter dem Betrug?

Die Grundidee ist simpel: Dem Käufer über die Gewichte vorgaukeln, dass es sich um eine echte, schwere HDD handelt und Windows über passende Software-Tricks vorgaukeln, dass der auf der Verpackung angegebene Speicherplatz wirklich vorhanden ist.

Oftmals ist es sogar so, dass ihr die Festplatte trotz des tatsächlich nur sehr kleinen Speicherplatzes zunächst ganz normal verwenden und sogar Dateien darauf kopieren könnt, wenn auch in der Regel quälend langsam.

Wirklich vorhanden sind die Dateien aber nicht, sobald der wirklich vorhandene Speicherplatz überschritten wird. Das bekommt Windows gleichzeitig durch die falschen Rückmeldungen des Datenträgers nicht mit. Im schlimmsten Fall realisiert man den Betrug also erst, wenn es zu spät ist – doch das muss nicht sein.

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Sich zu schützen ist leicht

  • In der Regel handelt es sich immer um Angebote, die viel zu günstig sind, um wahr zu sein. Meidet also Datenträger, die deutlich unter dem üblichen Marktwert angeboten werden.
  • Wo dieser Wert liegt, verraten euch Vergleichsportale wie etwa Geizhals. Durch die Speicherkrise kosten HDDs mit 20 Terabyte aktuell etwa über 700 Euro, während sie vor einem Jahr noch im Bereich von 300 Euro lagen.
  • Nutzt ein Tool wie ValiDrive, um nach dem Kauf eines Datenträgers schnell zu überprüfen, ob der unter Windows zu sehende Speicherplatz auch wirklich da ist.
  • Zu guter Letzt könnt ihr auf bekannte Hersteller setzen und Billig-Plattformen wie Temu beim Kauf solcher Geräte meiden. Das macht es deutlich unwahrscheinlicher, Opfer eines solchen Betrugs zu werden.

Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr jemanden kennt, der auf so einen Betrug hereingefallen ist oder ob ihr schon mal anderen Betrugsmaschen in Bezug auf PC-Hardware begegnet seid.


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